Mac mini M6: Apple verlötet SSD wieder fest – Upgrades unmöglich
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 03:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aktuelle technische Dokumentationen belegen eine signifikante Änderung in der Hardware-Architektur der neuesten Apple-Rechner. Der neue Mac mini, ausgestattet mit den M6- und M5-Pro-Chips, verfügt nicht mehr über die Unterstützung für SSD-Modul-Upgrades.
Wie aus Berichten vom 22. September 2026 hervorgeht, ist der NAND-Speicher bei diesen Modellen wieder fest auf das Logic Board gelötet. Damit kehrt Apple zu einem Design zurück, das bereits bei den Generationen M1, M2 und M3 zum Einsatz kam.
Technischer RĂĽckschritt bei der Wartbarkeit
Diese Entwicklung markiert eine Abkehr vom unmittelbaren Vorgängermodell. Beim Mac mini mit M4-Chip aus dem Jahr 2024 war der SSD-Speicher noch als Modul auf einer Tochterkarte konzipiert und konnte somit ausgetauscht werden.
Fotos und ein Blogbeitrag des Anbieters Expand Mac mini bestätigen nun für die neuen M6- und M5-Pro-Varianten die fest verlöteten Flash-Chips. Das Unternehmen erklärte, dass eine Unterstützung für Upgrades bei diesen Modellen nun unwahrscheinlich sei.
Auch in der offiziellen Dokumentation für Reparaturteile spiegelt sich diese Änderung wider. Während für den Mac mini von 2024 noch gebrauchte SSD-Module als ersetzbare Komponenten gelistet sind, fehlt dieser Eintrag für die Modelle M6 und M5 Pro vollständig.
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Als weiterhin austauschbare Teile führt Apple lediglich Komponenten wie Antennen, Lüfter, Netzteile, Gehäuse, Lautsprecher, die Batterie sowie die Front-USB-C-Anschlüsse auf. Im Falle eines Defekts am Speicher muss laut technischen Analysen nun das gesamte Mainboard ersetzt werden, da keine separaten Reparaturen oder Upgrades am SSD-Speicher möglich sind.
Erhebliche Preisunterschiede bei Speichererweiterungen
Die Entscheidung für fest verlöteten Speicher hat direkte Auswirkungen auf die Kostenstruktur für Endanwender. Der Mac mini M6 startet in der Basiskonfiguration mit 256 GB und ist bis auf 2 TB erweiterbar, während das Modell mit M5 Pro bei 512 GB beginnt und bis zu 8 TB konfiguriert werden kann.
Ein Blick auf die Preisgestaltung in Japan verdeutlicht die Margen: Ein Upgrade von 256 GB auf 512 GB kostet dort 36.000 Yen. Für den Schritt auf 1 TB werden 90.000 Yen fällig, und das 2-TB-Upgrade schlägt mit 180.000 Yen zu Buche.
Ein direkter Preisvergleich mit Drittanbietern verdeutlicht die Differenz. Während ein 1-TB-Modul für den M4 bei Expand Mac mini für 300 US-Dollar erhältlich ist, verlangt Apple für den Sprung von 256 GB auf 1 TB beim M6 einen Aufpreis von 500 US-Dollar.
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Bei der 2-TB-Variante liegt der Preis des Drittanbieters bei 420 US-Dollar, wohingegen Apple 1.000 US-Dollar berechnet. Zudem ist der Einstiegspreis für den Mac mini M6 um 350 € gestiegen.
Experimentelle Befunde und Hardware-Details
Trotz der Verlötung gibt es Erkenntnisse über den internen Aufbau. Quentin von Sauve Mon Mac konnte nachweisen, dass der M6-Basis-Chip über einen belegten Flash-Chip und einen freien Steckplatz verfügt. Der M5 Pro nutzt hingegen zwei Chips und verfügt über zwei freie Steckplätze.
Theoretisch wäre damit eine Kapazität von bis zu 4 TB möglich, doch Apple limitiert die Konfiguration softwareseitig auf 2 TB. Die verbauten Speicherchips sind identisch mit jenen, die Apple in den MacBook-Modellen mit M5-Prozessor einsetzt.
In der Fachpresse wurde zudem darauf verwiesen, dass Modifikationen am Vorgängermodell M4 durch Redakteure über Monate hinweg stabil und ohne Probleme betrieben werden konnten. Diese Flexibilität entfällt bei der neuen Generation nun vollständig.
Sonderrolle fĂĽr den Mac Studio
Im Gegensatz zum Mac mini behält der Mac Studio mit M5 Max oder M5 Ultra laut Apples Reparaturanleitung weiterhin entfernbare und steckbare SSD-Module bei. Diese sind jedoch modellspezifisch und nicht mit Standard-M.2-SSDs kompatibel, da der Speichercontroller direkt in den Apple-Silicon-Chip integriert ist. Die Module für den Mac Studio sind in Größen von 512 GB bis zu 16 TB verfügbar.
Die Kosten für Upgrades bleiben jedoch auch hier auf einem hohen Niveau; so kostet eine Erweiterung von 512 GB auf 8 TB beim Mac Studio mit M5 Max etwa 3.800 US-Dollar. Zudem erfordert ein eigenständiger Austausch eine DFU-Wiederherstellung unter Verwendung eines zweiten Mac-Computers, wobei das Öffnen des Gehäuses die Garantieansprüche beeinträchtigen kann. Abschließende Teardowns zur Bestätigung dieser Hardware-Details stehen derzeit noch aus.
Mehr zum Thema bei The Verge: „Apple is once again soldering the Mac mini’s SSD preventing aftermarket upgrades.“
