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Mac mini und Mac Studio: Apple erhöht Preise um bis zu 1.300 Dollar

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 22:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple erhöht Preise für Macs und iPads drastisch aufgrund einer beispiellosen Speicherknappheit. CEO Tim Cook vergleicht die Lage mit einer Jahrhundertflut.

Apple: Lieferengpässe bei Mac mini und Mac Studio treiben Preise
Ein Mac Studio auf einem modernen Schreibtisch in einem professionellen Büroambiente. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die weltweite Verfügbarkeit der Desktop-Rechner Mac mini und Mac Studio wird derzeit durch gravierende Lieferengpässe beeinträchtigt, die sich bis in die Sommermonate hineinziehen. Wie das Unternehmen Ende Juli mitteilte, zwinge ein massiver Mangel an Arbeitsspeicher den Konzern dazu, die Preise für iPhones, iPads und Macs deutlich anzuheben. Apple-CEO Tim Cook beschrieb die aktuelle Situation bei der Komponentenversorgung als ein außergewöhnliches Ereignis, das er mit einer Jahrhundertflut verglich.

Drastische Preissteigerungen bei Desktop- und Mobilgeräten

Die angespannte Marktsituation hat zu Preisanpassungen über nahezu die gesamte Produktpalette hinweg geführt. Laut Marktanalysten von Counterpoint Research haben sich die Speicherpreise in den vergangenen drei Quartalen vervierfacht. Infolgedessen hob Apple die Preise für das MacBook Air und das iPad Pro um Beträge zwischen 100 US-Dollar und 300 US-Dollar an. Auch beim MacBook Neo gab es im Juni eine Erhöhung von 599 US-Dollar auf 699 US-Dollar.

Besonders deutlich fallen die Aufschläge im High-End-Segment aus. Der Mac Studio mit M4-Max-Chip wird nun ab 2.499 US-Dollar angeboten, was einer Steigerung um 500 US-Dollar entspricht. Beim Modell mit M3-Ultra-Chip stieg der Preis sogar um 1.300 US-Dollar auf nunmehr 5.299 US-Dollar. Selbst Einsteiger-Modelle sind betroffen: Das im Mai kurzzeitig eingestellte 256-GB-Modell des Mac mini kehrte mit einem neuen Preis von 699 US-Dollar zurück, was einem Aufschlag von 100 US-Dollar entspricht. Die Variante mit 512 GB Speicher wird nun für 899 US-Dollar gelistet.

Lange Lieferzeiten und AI-Nachfrage als Treiber

Die Verfügbarkeit der Hardware hat sich in den letzten Monaten drastisch verschlechtert. Der Vorstandsvorsitzende Tim Cook räumte bereits im Frühjahr ein, dass das Unternehmen von der hohen Nachfrage überrascht worden sei, die insbesondere durch lokale KI-Anwendungen (Artificial Intelligence) getrieben werde.

Aktuelle Lieferdaten verdeutlichen die Engpässe: Die Basiskonfiguration des Mac mini mit 16 GB Arbeitsspeicher weist derzeit Versandzeiten von drei bis vier Wochen auf. Bei Modellen mit 36 GB Speicher müssen Kunden mit etwa einem Monat Wartezeit rechnen, während Konfigurationen mit 48 GB Arbeitsspeicher erst in über drei Monaten lieferbar sind. Noch deutlicher zeigt sich der Mangel beim Mac Studio mit 48 GB Speicher, für den Lieferfristen von 13 bis 14 Wochen angegeben werden. Auf Handelsplattformen wie Amazon werden für sofort verfügbare Geräte zum Teil erhebliche Aufschläge verlangt; so wurde ein Mac mini mit 24 GB RAM für 1.570 US-Dollar gesichtet, was einem Aufpreis von 471 US-Dollar entspricht.

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Langfristige Prognosen und neue Finanzierungsmodelle

Eine Entspannung der Lage ist kurzfristig nicht in Sicht. Der Speicherhersteller SK Hynix prognostizierte Ende Juli, dass das Jahr 2027 das schwierigste Jahr der aktuellen Knappheit werden könnte. Eine Normalisierung der Kostenstruktur wird laut den Branchenexperten nicht vor dem Jahr 2030 erwartet. Neben Apple sind auch andere Hardware-Bereiche wie Spielekonsolen von Xbox und PlayStation sowie Einplatinencomputer wie der Raspberry Pi von der Speicherknappheit betroffen.

Als Reaktion auf die gestiegenen Anschaffungskosten hat Apple Ende Juli in Zusammenarbeit mit dem Zahlungsdienstleister Klarna ein neues Leasing-Programm gestartet. Dieses ermöglicht es Kunden, iPhones und Apple Watches über Zeiträume von 12 bis 24 Monaten sowie Macs und iPads über 24 bis 36 Monate zu finanzieren. Die monatlichen Raten für ein iPhone beginnen im Rahmen dieses Programms bei 17,99 US-dollar. Das Unternehmen gab an, zuvor noch nie eine derart schnelle und starke Teuerung bei den Komponentenpreisen erlebt zu haben.

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