MacBook Neo: Apple verkauft 1,1 Millionen in drei Wochen
04.06.2026 - 00:09:20 | boerse-global.deDas MacBook Neo, das Anfang März 2026 auf den Markt kam, etabliert eine völlig neue Einstiegsebene unterhalb des MacBook Air. Und die ersten Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache: Trotz nur drei Wochen Verkaufszeit im ersten Quartal setzte Apple satte 1,1 Millionen Einheiten ab.
Marktanteil im Budget-Segment soll auf 15 Prozent steigen
Das Besondere am Neo ist sein aggressiver Preis. Während das günstigste MacBook Air bei rund 1.099 Euro startet, ist Apples Neuling für 599 Euro zu haben – für Studenten sogar für 499 Euro. Branchenexperten von Counterpoint Research rechnen vor: Damit könnte Apple seinen Marktanteil im Bereich zwischen 400 und 699 Euro von mageren zwei auf stolze 15 Prozent steigern.
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Der Einzelhandel reagiert bereits. Auf Amazon ist das Basismodell aktuell für 589 Euro gelistet – ein kleiner, aber feiner Abschlag gegenüber dem Apple Store. Ein klares Signal, dass Händler auf eine schnelle Verbreitung setzen.
Was das Neo kann – und wo es spart
Das MacBook Neo ist das erste Mac-Notebook mit dem A18 Pro-Chip – einem Prozessor aus dem iPhone, nicht aus der M-Serie der Air- und Pro-Modelle. Für Videobearbeitung in 4K oder Büroarbeit reicht die Leistung völlig aus. Doch wer genauer hinsieht, erkennt die Abstriche im Vergleich zum MacBook Air M5:
- Arbeitsspeicher: 8 GB RAM mit 60 GB/s Bandbreite (Air: 153 GB/s)
- Display: 13-Zoll Liquid Retina, nur sRGB-Farbraum (Air: P3-Wide-Color, True Tone, heller)
- Anschlüsse: Zwei USB-C-Ports, einer davon nur USB-2-Geschwindigkeit – kein Thunderbolt 4, kein MagSafe
- Ausstattung: Keine Tastaturbeleuchtung, kein Touch ID, kein Force-Touch-Trackpad im Basismodell
Die Akkulaufzeit hingegen kann sich sehen lassen: 16 bis 18 Stunden Videowiedergabe oder Surfen – nur etwa zwei Stunden weniger als beim Air M5.
Wer auf Touch ID und eine 512-GB-SSD nicht verzichten will, greift zur 699-Euro-Version. Ein faires Angebot, denn damit bleibt das Neo immer noch deutlich unter der Air-Preisschwelle.
Windows-Hersteller schlagen zurück – die Computex zeigt es
Die Konkurrenz schläft nicht. Auf der Computex 2026 Anfang Juni präsentierte Dell eine überarbeitete XPS 13 zum Preis von 699 Euro (599 Euro für Studenten) – eine direkte Antwort auf Apples Neo.
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Das Dell-Modell wiegt mit knapp einem Kilogramm sogar weniger als das Neo (1,2 Kilo) und bietet ein 120-Hz-2,5K-Touchdisplay sowie Thunderbolt-Anschlüsse. Allerdings: Erste Tests vom Messestand bemängelten ein ungleichmäßig reagierendes mechanisches Trackpad – ein Punkt, den Apple beim Neo ebenfalls einspart.
Auch HP mischt mit: Das OmniBook 5 14 punktet mit einer Akkulaufzeit von bis zu 34 Stunden. Und Qualcomm kündigte mit dem Snapdragon C einen Chip für kommende 300-Euro-Laptops an – die ultimative Kampfansage an Apples Budget-Vorstoß.
Doch eines ist klar: Mit dem MacBook Neo hat Apple die Preis-Logik im Laptop-Markt durchbrochen. Die Frage ist nicht mehr, ob man sich ein MacBook leisten kann – sondern ob die Konkurrenz mit den Abstrichen mithalten kann, die Apple seinen Kunden zumutet.
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