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MacBook Neo: Apples 599-Euro-Einstieg mit A18-Pro-Power

22.06.2026 - 00:33:35 | boerse-global.de

Apples günstigstes Notebook bietet starke CPU-Leistung, aber sparsame Ausstattung und fehlendes Zubehör.

Apple MacBook Neo: macOS-Einstieg für 599 Euro mit A18 Pro
MacBook - A sleek, silver Apple MacBook Neo laptop, partially open, with a bright screen, resting on a clean, modern desk. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Gerät setzt auf den leistungsstarken A18 Pro-Chip aus dem iPhone, spart aber an anderer Stelle deutlich.

Hardware mit Kompromissen

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Das 13-Zoll Liquid Retina Display löst mit 2408x1506 Pixeln auf und erreicht 500 Nits Helligkeit. Wer die höherwertigen Modelle gewohnt ist, wird jedoch auf True Tone und eine hintergrundbeleuchtete Tastatur verzichten müssen. Die Basisversion mit 256 GB Speicher und 8 GB RAM kostet 599 Euro – oder umgerechnet 599 Pfund auf dem britischen Markt. Für 100 Euro Aufpreis gibt es die 512-GB-Version, die dann auch Touch ID mitbringt.

Die Anschlussmöglichkeiten fallen bescheiden aus: Zwei USB-C-Ports stehen zur Verfügung, einer mit USB-3-, der andere mit USB-2-Geschwindigkeit. Auf MagSafe-Laden oder Thunderbolt müssen Käufer verzichten. Besonders ungewöhnlich: Ein Netzteil liegt dem Gerät nicht bei.

Das Aluminiumgehäuse wiegt rund 1,23 Kilogramm. Erste Händler in Großbritannien bieten das Gerät bereits mit 50 Pfund Rabatt für 549 Pfund an.

Leistungsstarker Chip, knapper Arbeitsspeicher

Der A18 Pro mit 6-Core-CPU und 5-Core-GPU stammt aus den aktuellen iPhone-Modellen und sorgt für beachtliche Benchmark-Werte. Im PassMark-Test erreicht er 3.982 Punkte im Single-Thread – das sind rund 7,7 Prozent mehr als Intels neue Wildcat-Lake-Architektur (Core 3 304 mit 3.676 Punkten). Bei Mehrkern-Aufgaben schrumpft der Vorsprung auf etwa 2,2 Prozent (11.804 zu 11.543 Punkte).

Doch die 8 GB integrierter Arbeitsspeicher könnten zum Flaschenhals werden. Tester berichten, dass das System beim gleichzeitigen Betrieb mehrerer Browser-Tabs mit Spotify und iCloud ins Stocken gerät. Die Akkulaufzeit liegt je nach Nutzung zwischen 13 und 16 Stunden. Die integrierten Lautsprecher bewegen sich auf iPhone-Niveau – ordentlich, aber nicht überragend.

Musikproduktion als Stärke

In spezialisierten Anwendungen zeigt das MacBook Neo klare Vorteile. Bei Musikproduktionstests bewältigte das Gerät 59 Logic-Pro-Spuren – mehr als doppelt so viele wie ein iPad mit A16-Chip (25 Spuren). Zwar bietet das iPad mehr Flexibilität durch Touch und Pencil, doch Analysten weisen darauf hin, dass ein voll ausgestattetes iPad inklusive Zubehör preislich schnell an das MacBook Neo heranreicht.

Reaktionen der Konkurrenz

Die Einführung eines 599-Euro-MacBooks hat die PC-Branche aufgeschreckt. Asus-Finanzvorstand Nick Wu bezeichnete das MacBook Neo in einer Telefonkonferenz als „Schock für den Markt“. Zwar sei man bereits 2025 über Apples Pläne informiert gewesen, doch die Leistung des A18 Pro in einem Budget-Laptop habe die Industrie weitgehend unvorbereitet getroffen.

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Wer bietet was für 600 Euro?

Direkte Konkurrenz in der Preisklasse kommt etwa vom Dell XPS 13, der für 599 Euro ein 13,4-Zoll-120Hz-Touchdisplay und eine beleuchtete Tastatur bietet. Der Acer Aspire Go 15 setzt auf einen Snapdragon-C-Prozessor und liegt mit 300 Euro deutlich günstiger. Intel-Wildcat-Lake-Modelle wie der HP OmniBook 3 und das Lenovo IdeaPad Slim 3i komplettieren das Feld.

Bleibt die Frage: Für wen lohnt sich der Neo? Redakteure des US-Technikportals The Verge merkten an, dass professionelle Nutzer mit einem refurbished M3-MacBook Air möglicherweise besser bedient sind – mehr Arbeitsspeicher für einen ähnlichen Preis. Für alle anderen ist das MacBook Neo ein verlockender Einstieg in die macOS-Welt.

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