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MacBook Pro M6: Apple startet Oktober-Offensive trotz Speicherengpässe

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 09:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple kündigt für Oktober neue MacBooks und iMacs mit M6-Chip an, während DRAM-Knappheit und Lieferverzögerungen die Verfügbarkeit belasten.

Apple im Oktober: Neue MacBooks mit M6-Chip trotz Lieferengpässen
Ein hochwertiges Laptopgehäuse auf einem Arbeitstisch in einer modernen Fertigungsumgebung für Computerhardware. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple bereitet für den kommenden Oktober die Einführung einer neuen Hardware-Generation vor. Im Zentrum der Pläne stehen ein neues 14-Zoll-Modell des MacBook Pro auf Basis des M6-Chips sowie aktualisierte 24-Zoll-iMacs, die wahlweise mit M5- oder M6-Prozessoren ausgestattet sein sollen. Während der Technologieriese den Sprung auf eine neue Fertigungsstufe vollzieht, wird die Markteinführung von einer globalen Speicherknappheit und erheblichen Lieferverzögerungen überschattet.

Technologischer Sprung durch 2-Nanometer-Verfahren

Mit dem M6-Chip setzt Apple erstmals auf die 2-Nanometer-Technologie des Fertigungspartners TSMC (N2-Verfahren). Diese Architektur nutzt sogenannte Gate-All-Around-Transistoren, die eine höhere Effizienz und Leistung versprechen. Flankiert werden soll das Line-up im Oktober zudem durch ein neues „MacBook Ultra“. Dieses Modell soll sich durch eine besonders dünne Bauweise, ein OLED-Display sowie die Integration der Dynamic Island auszeichnen und mit M5 Pro- oder Max-Prozessoren betrieben werden.

Höherwertige MacBook-Pro-Modelle mit OLED-Bildschirmen und M5 Pro- oder Max-Chips werden nach aktuellen Planungen hingegen erst für den Zeitraum zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erwartet. Trotz der technologischen Ambitionen drosselt Apple laut Marktbeobachtern die geplanten Hardware-Liefermengen für das laufende Jahr. Während im Vorjahr noch 245 Millionen Einheiten des iPhone 17 abgesetzt wurden, plane das Unternehmen für 2026 derzeit mit rund 200 Millionen iPhones.

DRAM-Knappheit führt zu erheblichen Lieferverzögerungen

Die gesamte Branche kämpft derzeit mit einem Mangel an Arbeitsspeicher (DRAM), der durch die hohe Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz ausgelöst wurde. Apple-Finanzvorstand Kevan Parekh erklärte hierzu, dass für das vierte Quartal mit deutlich verstärkten Einschränkungen in der Lieferkette zu rechnen sei. Auch Apple-Chef Tim Cook räumte bestehende Probleme in den Beschaffungswegen ein.

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Die Auswirkungen zeigen sich bereits konkret in den Lieferzeiten für aktuelle Geräte. Ein MacBook Air mit M5-Chip weist derzeit eine Wartezeit von 15 bis 22 Tagen auf. Bei leistungsstärkeren Modellen wie dem MacBook Pro mit M5 Max (128 GB RAM) steigen die Lieferzeiten auf 50 bis 57 Tage. Besonders betroffen sind der Mac Studio mit einer Wartezeit von bis zu 70 Tagen sowie der Mac mini, auf den Kunden aktuell 22 bis 30 Tage warten müssen.

Berichten zufolge lagert TSMC bereits Wafer für den A20-Pro-Prozessor im Wert von etwa 1 Milliarde US-Dollar, da diese aufgrund des fehlenden LPDDR5X-Speichers nicht fertiggestellt werden können. Da das neue Packaging-Verfahren (WMCM) den Einbau des Speichers vor der finalen Verpackung erfordert, führt dies zu dünnen Lagerbeständen. Branchenanalysten weisen jedoch darauf hin, dass ein Anstieg der Lagerbestände bei TSMC auf 87 Tage im zweiten Quartal 2026 auch auf den regulären Hochlauf der 2-Nanometer-Produktion für mehrere Kunden zurückzuführen sei.

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Preissteigerungen und regulatorische Hürden

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben bereits zu Anpassungen geführt. Nachdem die Preise für Macs und iPads im Juni angehoben wurden, rechnen Marktexperten ab September mit steigenden Preisen für das iPhone. Hintergrund sind unter anderem die DRAM-Preise, die im Jahr 2026 um 55 bis 60 Prozent gestiegen sind.

Um die Abhängigkeit von etablierten Lieferanten zu verringern, testet Apple derzeit Speicherlösungen des chinesischen Herstellers CXMT. Dieser hält als viertgrößter DRAM-Produzent einen Marktanteil von etwa 9 Prozent. Ein möglicher Einsatz dieser Komponenten könnte sich jedoch auf den chinesischen Markt beschränken. US-Regularien erschweren eine Ausweitung, da CXMT auf einer Liste des US-Verteidigungsministeriums steht und der Technologietransfer für kundenspezifische Chips eingeschränkt ist. Ein finaler Vertrag zwischen Apple und CXMT steht laut aktuellen Informationen noch aus.

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