MacBook Pro OLED: Apple treibt Notebook-Markt auf 4 Mrd. Dollar
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 15:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der weltweite Markt für Notebook-OLED-Panels erreicht 2026 ein Volumen von vier Milliarden US-Dollar. Das bestätigte das Marktforschungsunternehmen Omdia am heutigen Donnerstag. Haupttreiber: Apples erstes MacBook Pro mit OLED-Display, das für Ende des Jahres erwartet wird.
Bereits Anfang Juni prognostizierte Omdia, dass das Apple-Notebook den Computer-OLED-Sektor entscheidend prägen werde. Analysten rechnen damit, dass die Einnahmen bis 2033 auf 11,5 Milliarden US-Dollar klettern – ein Anteil von 16,2 Prozent am weltweiten OLED-Umsatz.
Hybrid-OLED: Apples Technologiewechsel
Mit dem neuen MacBook Pro setzt Apple erstmals auf Hybrid-OLED-Technologie in dieser Größenklasse. Die Kombination aus Oxid-TFT-Backplanes und RGB-Tandem-Struktur startet 2026 mit einem Anteil von 12,6 Prozent an den Notebook-OLED-Auslieferungen. Bis 2033 soll sie sich als Standard etablieren und auf 89,5 Prozent wachsen.
UBI Research sieht Apple bei der IT-OLED-Nachfrage ebenfalls auf dem Vormarsch: von 4,1 Prozent im Jahr 2026 auf 12,5 Prozent im Jahr 2030. Für die zweite Jahreshälfte wird neben dem MacBook Pro auch ein iPad mini mit OLED erwartet. Ein OLED-iMac folgt erst zwischen 2029 und 2030. Monitor-OLEDs sollen bis dahin jährlich um 33,9 Prozent wachsen.
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Samsung Display wird alleiniger Panel-Lieferant
Bei den Zulieferern zeichnet sich eine klare Hierarchie ab. Samsung Display liefert die OLED-Panels für das kommende MacBook Pro als alleiniger Anbieter. BOE bemüht sich zwar um den zweiten Platz für das 2027 erwartete OLED-iPad-Air und künftige MacBook-Modelle – scheiterte für 2026 aber an Qualitätsproblemen. Apple setzt in diesem Zeitraum ausschließlich auf Samsung und LG Display.
Gleichzeitig erhöht Apple den Druck auf seine Partner: Das Unternehmen fordert deutliche Preisnachlässe für OLED-Komponenten der iPhone-18-Generation. Dennoch stockte es die Bestellmengen bei Samsung, LG und BOE auf – wegen einer drohenden Knappheit des Edelmetalls Iridium, das für OLED-Emitter benötigt wird.
Lagerhaltung aufgestockt, M6-Chip im Oktober
Gegen steigende Speicherpreise hat Apple seine OLED-Panel-Lagerbestände bereits im zweiten Quartal von vier auf sechs Wochen erhöht. Der Konzern sichert damit die Versorgung für kommende Produktzyklen.
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Neue MacBook-Pro-14-Modelle und ein iMac sollen laut Journalist Mark Gurman bis Oktober erscheinen – ausgestattet mit dem M6-Chip in der Standardausführung. Während das MacBook Pro auf OLED wechselt, bleibt der iMac vorerst bei LCD. Pro-, Max- oder Ultra-Varianten der neuen Chip-Generation sind für diesen Zeitraum nicht geplant.
