macOS 27: Apple beendet Intel-Support und Rosetta 2
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 12:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Apple hat einen weiteren bedeutenden Schritt zur vollständigen Ablösung der Intel-Architektur eingeleitet. In einer aktuellen Mitteilung an die Entwicklergemeinschaft gab das Unternehmen bekannt, dass es ab sofort zulässig ist, die Unterstützung für Intel-Prozessoren aus Mac-App-Store-Anwendungen zu entfernen. Diese Neuerung betrifft sogenannte universelle Apps, die mindestens die Betriebssystemversion macOS 13 oder neuer voraussetzen.
Mit dieser Entscheidung beschleunigt Apple den Übergang zu seiner eigenen Chip-Architektur, nachdem die entsprechende Dokumentation für diesen Schritt bereits seit Mitte Juni des laufenden Jahres vorbereitet wurde. Entwickler haben nun die Möglichkeit, ihre Softwarepakete zu verschlanken und sich exklusiv auf die Optimierung für Apple-Silicon-Chips zu konzentrieren.
Konsequenzen für Nutzer von Intel-basierten Macs
Für Anwender, die weiterhin Hardware mit Intel-Prozessoren nutzen, hat diese Umstellung unmittelbare Auswirkungen auf die Softwareversorgung. Zwar behalten diese Nutzer laut Apple weiterhin Zugriff auf die jeweils letzte kompatible Version einer App, die sie bereits erworben oder installiert haben.
Zukünftige Aktualisierungen, neue Funktionen oder Sicherheits-Patches werden für diese Geräte jedoch nicht mehr bereitgestellt, sobald ein Entwickler den Intel-Support aus seiner Anwendung entfernt.
Berichten zufolge könnten Nutzer, die Betriebssystemversionen ab macOS 26.4 verwenden, bereits durch entsprechende Systembenachrichtigungen über die bevorstehenden Änderungen informiert werden. Damit bereitet Apple die Anwenderbasis auf das nahende Ende der Plattform-Parität vor.
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Der Fahrplan für macOS 27 und das Ende von Rosetta 2
Die strategische Planung von Apple sieht vor, dass die kommenden Betriebssystem-Generationen die Intel-Plattform schrittweise hinter sich lassen. Während macOS Tahoe als die letzte Version gilt, die noch auf Intel-Macs lauffähig ist, wird der Nachfolger macOS 27 mit dem Codenamen Golden Gate ausschließlich Apple-Silicon-Prozessoren unterstützen.
In diesem Zusammenhang bestätigte das Unternehmen in einem Update für Entwickler, dass macOS 27 auch die letzte Version sein wird, die Rosetta 2 beinhaltet.
Die Übersetzungssoftware Rosetta 2 war bisher maßgeblich dafür verantwortlich, dass Programme, die ursprünglich für Intel-Prozessoren geschrieben wurden, auch auf Apples eigenen Chips ausgeführt werden konnten. Nach dem Auslaufen dieses Dienstes werden reine Intel-Apps nicht mehr auf neueren macOS-Versionen unter Apple Silicon startfähig sein.
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Ausnahmen und Anforderungen an Entwickler
Trotz der allgemeinen Abkehr von der alten Architektur sieht Apple vorerst Ausnahmen für bestimmte Softwarekategorien vor. Dies betrifft insbesondere ältere Spiele, die auf Intel-Basis entwickelt wurden. Dennoch unterstreicht der Konzern die Dringlichkeit für die Entwicklerseite, zeitnah auf universelle Binaries umzusteigen oder die Anwendungen vollständig für die aktuelle Chip-Generation zu transformieren.
Mit dem festgesetzten Ende von Rosetta 2 nach macOS 27 markiert Apple den finalen Punkt einer mehrjährigen Übergangsphase, die im Jahr 2020 mit der Ankündigung der ersten eigenen Mac-Prozessoren begonnen hatte. Die nun eingeräumte Möglichkeit für Entwickler, den Support proaktiv zu beenden, signalisiert die letzte Phase dieses Technologiewechsels.
