macOS 27: Apple streicht Intel-Macs komplett aus dem Support
13.06.2026 - 17:56:10 | boerse-global.de
Mit der Ankündigung auf der WWDC 2026 stellt der Konzern die Weichen endgültig auf Apple Silicon. macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate" wird im Herbst 2026 erscheinen – und erstmals keinen einzigen Intel-basierten Mac mehr unterstützen. Das bedeutet auch: Die Übersetzungssoftware Rosetta 2 geht in ihre letzte Runde.
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Welche Macs den Support verlieren
Vier Modelle sind von der Streichung betroffen: das 16-Zoll MacBook Pro von 2019, das 13-Zoll MacBook Pro von 2020 (mit vier Thunderbolt-Anschlüssen), der iMac von 2020 und der Mac Pro von 2019. Diese Geräte lassen sich zwar nicht auf Golden Gate aktualisieren, erhalten aber weiterhin Sicherheitsupdates für macOS 26 Tahoe – voraussichtlich bis etwa September 2029.
Das ist eine vergleichsweise kurze Unterstützung für teure Profi-Hardware. Der Intel Mac Pro etwa wurde noch bis Mitte 2023 verkauft.
Rosetta 2 wird zur manuellen Installation
Golden Gate enthält Rosetta 2 noch, aber nicht mehr automatisch. Nutzer müssen die Übersetzungsumgebung künftig manuell nachinstallieren, wenn sie Intel-Apps auf Apple Silicon ausführen wollen. Apples Signal ist klar: Mit macOS 28 im Herbst 2027 soll Rosetta 2 für die allermeisten Anwendungen ganz verschwinden. Ausnahmen sind wohl nur für ältere Spiele denkbar.
Wer wissen will, welche Intel-Programme auf dem eigenen Mac laufen, kann das aktuell in den Systemeinstellungen prüfen – und sich auf die Umstellung vorbereiten.
Auch iPad, Watch und TV sind betroffen
Der Hardware-Schnitt betrifft nicht nur Macs. Im Herbst 2026 stellt Apple die Softwareunterstützung für insgesamt 16 Geräte ein:
- iPadOS 27: iPad Air (3. Gen.), 12,9-Zoll iPad Pro (3. Gen.), 11-Zoll iPad Pro (1. Gen.), iPad (8. Gen.) und iPad mini (5. Gen.)
- watchOS 27: Apple Watch Series 6, 7 und 8, Ultra (1. Gen.) und SE (2. Gen.)
- tvOS 27: Apple TV HD (2015) und Apple TV 4K (1. Gen., 2017)
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Entwickler ziehen nach
Die Branche stellt sich bereits auf die reine ARM-Zukunft ein. Am 11. Juni 2026 veröffentlichte CodeWeavers die Version 27 seiner Software CrossOver, mit der Windows-Programme auf dem Mac laufen. Das Update setzt zwingend Apple Silicon voraus – Intel-Macs und 32-Bit-Anwendungen werden nicht mehr unterstützt.
Was bringt Golden Gate?
Apple setzt bei macOS 27 vor allem auf Stabilität und optische Verfeinerungen. Die „Liquid Glass"-Oberfläche des Vorgängers wird geglättet: konsistentere Fensterecken, schnellere App-Starts und eine verbesserte Suche.
Ein Haken für Besitzer älterer Apple-Silicon-Macs: Bestimmte KI-Funktionen von Siri und die Diktierfunktion benötigen mindestens einen M3-Prozessor und 12 Gigabyte RAM. Wer einen M1 oder M2 sein Eigen nennt, bekommt nicht alle neuen Features.
Eine Entwickler-Beta von macOS 27 ist bereits verfügbar. Die öffentliche Version wird für September 2026 erwartet.
