macOS 27 Golden Gate: Virtualisierung und Linux-Boot kaputt
14.06.2026 - 03:26:07 | boerse-global.de
Juni die neue Betriebssystemversion macOS 27 Golden Gate vorgestellt. Doch was nach einer eleganten Neuerung klingt, bereitet Entwicklern und Early Adopters derzeit erhebliche Kopfschmerzen. Virtualisierungssoftware, alternative Betriebssysteme und bestimmte Hardwarekonfigurationen laufen unter der Beta nur eingeschränkt oder gar nicht.
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Virtualisierung und Boot-Probleme
Ein zentrales Problem betrifft die Installation von macOS 27 in virtuellen Maschinen. Nutzer gängiger Software wie Parallels, VMware, UTM, VirtualBuddy und Tart berichten von Fehlermeldungen während des Installationsvorgangs. Ein Apple-Engineer bestätigte, dass die Ursache in einer Inkompatibilität zwischen der VZMacOSInstaller-API unter macOS 26.6 und der neuen IPSW-Datei liegt.
Erste Workarounds zeichnen sich ab: Wer bereits einen Host mit macOS 27 betreibt, kann eine VM erstellen und diese auf ein älteres System verschieben. Alternativ lässt sich eine macOS-26.6-VM einrichten und dann per Softwareupdate auf die neue Beta-Version aktualisieren.
Noch gravierender sind die Folgen für Asahi-Linux-Nutzer. Das Update entfernt offenbar die Boot-Einträge von Asahi Linux aus der Startvolume-Auswahl – die Partitionen selbst bleiben zwar erhalten. Die Entwickler von Asahi Linux haben einen offiziellen Bug-Report eingereicht und vorerst ihr eigenes Installationsprogramm für macOS 27 deaktiviert. Betroffene Anwender müssen derzeit auf ein externes Laufwerk mit macOS 26 Tahoe ausweichen, um die Kontrolle über ihre Startvolumes zurückzugewinnen.
Hardware-Unterstützung und Speicherprobleme
Mit macOS 27 Golden Gate zieht Apple endgültig einen Schlussstrich unter die Intel-Ära. Das System läuft ausschließlich auf Apple Silicon (M1 und neuer). Bestimmte KI-Funktionen von Siri setzen sogar einen M3-Chip oder neuer sowie mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher voraus.
Für professionelle Anwender besonders ärgerlich: Offenbar funktionieren einige RAID-Gehäuse mit proprietärer Herstellersoftware nicht mehr. Das LaCie 12Big Thunderbolt 3 Array gilt als inkompatibel – obwohl es unter macOS 26 einwandfrei lief. Softwarebasierte Lösungen wie OWC SoftRAID und Standard-Externgehäuse scheinen dagegen weiterhin zu funktionieren.
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Neuer Look und Funktionen
Trotz der technischen Hürden bietet macOS 27 eine umfassende optische Überarbeitung namens „Liquid Glass". Ein neuer Transparenzregler in den Systemeinstellungen verbessert die Lesbarkeit, Fenster haben nun einheitliche Eckenradien. Die Suchindizes von Spotlight, Fotos und Mail wurden neu aufgebaut, das AirDrop-Protokoll ist rund 80 Prozent schneller als zuvor.
Das Herzstück ist die Integration von Siri AI. Sie ermöglicht geräteübergreifende Suchen und die Erstellung von Shortcuts per natürlicher Sprache. Zwar gibt es derzeit eine Warteliste für diese KI-Funktionen, doch findige Entwickler haben Terminal-Befehle entdeckt, um die Schlange zu umgehen. Allerdings lassen sich die generativen Funktionen nur auf internen Laufwerken aktivieren.
Ausblick und Verfügbarkeit
Die Entwickler-Beta von macOS 27 Golden Gate ist für M-Serie-Macs verfügbar. Eine öffentliche Beta soll im Juli 2026 erscheinen, die finale Version wird für September oder den Spätherbst erwartet.
Das Update bringt zudem eine neue RAW Pipeline 9 für die Bildverarbeitung mit, die maschinelles Lernen über die Neural Engine für Rauschunterdrückung und Farbkorrektur nutzt. Diese Verbesserungen sollen professionellen Fotografen auf macOS und dem kommenden iOS 27 zugutekommen. Während Siri AI für einen breiteren Rollout im Laufe des Jahres vorgesehen ist, bleibt die Verfügbarkeit in bestimmten Regionen, darunter China, vorerst eingeschränkt.
