MacPaw Leebry: 90 Prozent der Firmen prüfen ihre KI-Wissensbasis nicht
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 19:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der ukrainische Softwarehersteller MacPaw hat eine neue Work-AI-Plattform namens Leebry vorgestellt. Wie 9to5mac.com berichtete, soll das System fragmentiertes Wissen aus Slack, Intranets und Fileservern von Unternehmen in eine vertrauenswürge, berechtigungsbewusste Schicht bündeln und so IT-Teams entlasten.
Lücke zwischen KI-Einsatz und geprüfter Wissensbasis
Hintergrund des Starts ist ein Report mit dem Titel „AI at Work", den MacPaw vorlegte. Demnach setzen 90 Prozent der Unternehmen künstliche Intelligenz ein, ohne zuvor ihre interne Wissensbasis geprüft zu haben.
Zudem sehen laut dem Report sechs von zehn IT-Leitern eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Geschäftsführung und dem, was tatsächlich sicher geliefert werden kann. Diese Zahlen finden sich sowohl in der Berichterstattung von 9to5mac.com als auch bei thedailytechfeed.com.
Vom Hackathon-Projekt zum Produkt
Leebry ist laut den Berichten aus einem internen Hackathon bei MacPaw im Jahr 2025 hervorgegangen. Der daraus entstandene Slack-Bot habe binnen Monaten rund 30 Prozent der Level-1-IT-Tickets des Unternehmens gelöst – eine Zahl, die beide Quellen übereinstimmend nennen.
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Aus diesem internen Werkzeug hat MacPaw nun die Plattform Leebry entwickelt. Sie automatisiert laut den Berichten den Level-1-Support sowie das Access-Provisioning und den Zugriffsentzug bei Ein- und Austritten von Mitarbeitenden sowie bei Rollenwechseln.
Antworten der Plattform sind demnach stets mit einem Quellenlink zur Originaldokumentation versehen, das System arbeite berechtigungsbewusst und verfüge über einen MCP-Server mit Admin-Guardrails für die Gerätesteuerung.
Entlastung statt zusätzlicher Kontrollaufgaben
Dan Jaenicke, Director B2B Product Development bei MacPaw, erklärte laut 9to5mac.com, Unternehmen bräuchten kein weiteres Werkzeug zum Prüfen, sondern tatsächliche Entlastung bei der Arbeit – ohne dabei auf Aufsicht oder Kontrolle zu verzichten.
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Mit Leebry positioniert sich MacPaw damit in einem Marktsegment, in dem Unternehmen zunehmend KI-Systeme einführen, deren zugrunde liegende Wissensbasis jedoch häufig nicht systematisch überprüft wurde. Der firmeneigene Report deutet darauf hin, dass dieser blinde Fleck bei einem Großteil der Unternehmen mit internen KI-Systemen besteht und zugleich eine spürbare Erwartungslücke zwischen Führungsebene und IT-Abteilung erzeugt.
