Magnesium-PrĂ€parate: Ăko-Test findet kein empfehlenswertes Produkt
29.05.2026 - 06:30:19 | boerse-global.deMagnesium-Tabletten sind ein MilliardengeschĂ€ft â doch das Magazin Ăko-Test hat in seiner aktuellen Ausgabe 06/2026 gleich 28 PrĂ€parate geprĂŒft. Das Ergebnis ist vernichtend: Kein einziges Produkt erhielt eine uneingeschrĂ€nkte Empfehlung. FĂŒr gesunde Menschen mit ausgewogener ErnĂ€hrung seien sĂ€mtliche PrĂ€parate schlicht unnötig.
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Ăberdosierung als Dauerproblem
Der gröĂte Kritikpunkt: Jedes zweite getestete Produkt ĂŒberschreitet die empfohlene Tageshöchstmenge. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) rĂ€t zu maximal 250 Milligramm Magnesium pro Tag in NahrungsergĂ€nzungsmitteln. Viele Hersteller ignorieren diese Grenze.
Die Preise variieren enorm: Pro Tagesdosis zahlen Verbraucher zwischen 2 Cent und 1,25 Euro. Teuer heiĂt hier aber nicht automatisch besser.
Diese Nebenwirkungen drohen
Die Verbraucherzentrale warnt: Schon ab 300 Milligramm Magnesium tĂ€glich kann es zu DurchfĂ€llen kommen. Bei höheren Dosen drohen Ăbelkeit, Erbrechen und sogar Herz-Kreislauf-Beschwerden.
Das Problem: Viele Verbraucher nehmen Magnesium zusĂ€tzlich ĂŒber die Nahrung auf. Die Gefahr einer Ăberdosierung ist real.
Bedenkliche Zusatzstoffe im Fokus
Neben der Wirkstoffmenge kritisierten die Tester auch die Hilfsstoffe. In acht Produkten fanden sie synthetische SĂŒĂstoffe. Dazu kommen Verdichtungsmittel, Phosphate und Emulgatoren wie Polysorbat 80 oder Carboxymethylcellulose.
Besonders brisant: Talkum. Die Internationale Agentur fĂŒr Krebsforschung (IARC) stuft den Stoff als âwahrscheinlich krebserregendâ ein.
Die Noten sprechen eine klare Sprache: sechsmal Gelb, dreizehnmal Hellrot und neunmal Dunkelrot. Bei tatsÀchlich nachgewiesenem Mangel empfehlen die Tester Produkte wie Magnesium Citrat von Raab Vitalfood, Magnesiumglycinat pure von Sunday Natural oder Abtei Magnesium 240 mg. Deutlich schlechter schnitten Magnesium Verla direkt Himbeere und Biolectra Magnesium 150 mg mit Zitronen-Geschmack ab.
Hilft Magnesium gegen WadenkrÀmpfe?
Viele greifen zu MagnesiumprĂ€paraten in der Hoffnung, lĂ€stige MuskelkrĂ€mpfe loszuwerden. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) stellt klar: Ein echter Magnesiummangel ist bei ausgewogener ErnĂ€hrung selten.
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Experten der UniversitĂ€t Frankfurt fanden zudem heraus: MagnesiumprĂ€parate eignen sich nicht zur Vorbeugung von WadenkrĂ€mpfen. FĂŒr gesunde Menschen lasse sich kein gesundheitlicher Zusatznutzen belegen. Wissenschaftliche Belege fĂŒr eine Wirksamkeit gegen akute KrĂ€mpfe fehlen weitgehend.
Fazit: Wer sich ausgewogen ernÀhrt, braucht keine Magnesium-PrÀparate. Die getesteten Produkte sind nicht nur unnötig, sondern teilweise sogar riskant.
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