MAI-Code-11-Flash, Microsoft

MAI-Code-1.1-Flash: Microsoft senkt KI-Kosten um 75 Prozent

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 15:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft präsentiert MAI-Code-1.1-Flash mit höherer Effizienz und Vision-Support. Das Modell ist ab sofort in GitHub Copilot integriert.

Microsoft aktualisiert KI-Modelle: MAI-Code-1.1-Flash im Fokus
Moderne Server-Racks in einem Rechenzentrum mit blauen LED-Anzeigen und Glasfaserkabeln in einer professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat umfassende Aktualisierungen für seine KI-Modellfamilie bekannt gegeben. Im Zentrum der Veröffentlichungen stehen signifikante Upgrades für die Modelle MAI-Image-2.6 sowie MAI-Code-1.1-Flash. Letzteres wurde gezielt entwickelt, um im Wettbewerb mit chinesischen KI-Modellen zu bestehen, und ersetzt bereits nach einer Laufzeit von zehn Wochen die Vorgängerversion MAI-Code-1-Flash.

Effizienzsteigerung und technische Spezifikationen

Das neue Modell MAI-Code-1.1-Flash basiert auf einer sogenannten Sparse Mixture of Experts (MoE)-Architektur. Es verfügt über insgesamt 138 Milliarden Parameter, von denen im Betrieb jeweils 5 Milliarden aktiv sind. Der Kontextspeicher wird mit 256.000 Tokens angegeben. Laut Herstellerangaben wurde das Modell zwischen März und August 2026 mit zwei Millionen synthetischen Aufgaben sowie in 150.000 Reinforcement-Learning-Umgebungen trainiert.

Im Vergleich zum Vorgängermodell biete die Version 1.1 eine um 25 Prozent gesteigerte Geschwindigkeit beim Token-Streaming sowie eine Reduktion der benötigten Tokens um ebenfalls 25 Prozent. Die Kosten für den Betrieb seien um 75 Prozent gesunken. Zudem unterstützt das Modell nun Bildeingaben (Vision-Support). In branchenüblichen Leistungstests wie dem Terminal-Bench 2.1 steigerte sich das Modell von 51,7 Prozent auf 62,9 Prozent. Beim SWE-Bench Verified erreichte es einen Wert von 72,6 Prozent.

Marktpositionierung und Preisgestaltung

Trotz der Leistungssteigerungen steht das Microsoft-Modell im direkten Wettbewerb mit internationalen Konkurrenten. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass das Modell DeepSeek-V4-Flash-0731 sowohl beim Preis als auch bei der Leistung im Terminal-Bench 2.1 mit 82,7 Prozent derzeit die Führung behalte.

Für die Nutzung von MAI-Code-1.1-Flash hat Microsoft eine Preisstruktur von 0,20 US-Dollar für den Input, 0,02 US-Dollar für den gecachten Input und 1,20 US-Dollar für den Output pro einer Million Tokens festgelegt. Damit liegt das Modell preislich über dem genannten Konkurrenzprodukt von DeepSeek, das mit 0,14 US-Dollar für den Input und 0,28 US-Dollar für den Output gelistet wird. Die Einstellung des Vorgängermodells MAI-Code-1-Flash ist für den 10. September 2026 vorgesehen.

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Integration in GitHub Copilot und Unternehmenseinsatz

Das neue Coding-Modell wird unmittelbar in GitHub Copilot ausgerollt und ist für verschiedene Umgebungen wie Visual Studio, VS Code, JetBrains sowie GitHub Mobile verfügbar. Für Nutzer mit Jahresabonnements wird ein reduzierter Multiplikator für Anfragen angewendet. In den Versionen für Unternehmen (Business und Enterprise) müssen Administratoren die Nutzung über eine Policy aktiv freischalten, da diese standardmäßig deaktiviert ist. Interne Metriken von Microsoft deuten darauf hin, dass durch das neue Modell die Code-Akzeptanzrate um 4 Prozent gestiegen sei.

Hardware-Strategie und Sicherheitsupdates

Parallel zur Software-Entwicklung treibt Microsoft die Unabhängigkeit von externen Hardware-Zulieferern voran. Das Unternehmen verhandelt derzeit mit Anthropic über die Bereitstellung von Serverkapazitäten, die mit dem hauseigenen Maia-200-KI-Chip ausgestattet sind. Dieser Chip befindet sich seit Anfang des Jahres in Produktion und soll die Effizienz pro US-Dollar um mehr als 30 Prozent steigern. Die entsprechenden Rechenzentren befinden sich in den US-Bundesstaaten Arizona und Iowa.

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Zusätzlich zu den KI-Neuheiten hat Microsoft im Rahmen des aktuellen Patchday über 400 Schwachstellen in verschiedenen Produkten behoben, darunter Windows 11, Office und Azure. Besonderes Augenmerk lag auf einer aktiv ausgenutzten Zero-Day-Lücke im Bereich der Privilegieneskalation. Die nächsten regulären Sicherheitsupdates sind für den 9. September 2026 angekündigt.

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