MAI-Code-11-Flash, Microsoft

MAI-Code-1.1-Flash: Microsoft senkt Preise um 73 Prozent

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 12:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsofts neues Codier-KI-Modell MAI-Code-1.1-Flash kostet 73 Prozent weniger Input-Tokens und läuft dank Eigenentwicklung effizienter.

Microsoft senkt KI-Codierpreise drastisch: Neues MAI-Modell startet
Moderne Server-Racks in einem Rechenzentrum mit blauer Beleuchtung, die die technologische Infrastruktur für KI-Modelle darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat die Veröffentlichung des neuen KI-Modells MAI-Code-1.1-Flash bekannt gegeben und damit verbunden eine massive Senkung der Nutzungspreise angekündigt. Die Kosten für Input-Tokens sinken im Vergleich zum Vorgängermodell um 73 Prozent auf nun 0,20 US-Dollar pro Million. Für den Output berechnet das Unternehmen 1,20 US-Dollar pro Million Tokens, während der Zugriff auf den Cache mit 0,02 US-Dollar pro Million veranschlagt wird.

Die Einführung der Version 1.1 erfolgt nur zehn Wochen nach dem Verkaufsstart des ursprünglichen MAI-Code-1-Flash. Infolgedessen bereitet Microsoft den Generationswechsel vor: Das Vorgängermodell soll zum 10. September 2026 eingestellt werden. Das neue Modell ist bereits produktiv in GitHub Copilot verfügbar.

Effizienzsteigerung und technische Optimierung

Das neue Modell basiert auf einer Architektur mit insgesamt 138 Milliarden Parametern, wovon im aktiven Betrieb fünf Milliarden genutzt werden. Mit einem Kontextfenster von 256.000 Tokens verarbeitet das System sowohl Text- als auch Bild-Eingaben. Die Trainingsphase des Modells erstreckte sich über den Zeitraum von März bis August 2026.

Neben der Kostenreduktion meldet Microsoft deutliche Fortschritte bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Das Modell liefere Tokens um 25 Prozent schneller aus als der direkte Vorgänger. Zudem benötige das System rund 25 Prozent weniger Tokens für vergleichbare Aufgabenstellungen. In Benchmarks zur Programmierleistung konnte sich das Modell ebenfalls absetzen. Im Terminal-Bench 2.1 erreichte MAI-Code-1.1-Flash einen Wert von 62,9 Prozent, was einer Steigerung von 22 Prozent gegenüber der vorangegangenen Version entspricht. Auch im Bereich .NET-Programmierung wurde ein Zuwachs von 15 Prozent verzeichnet. Die Rate für die Code-Überlebensfähigkeit verbesserte sich um vier Prozent, während die Quote der Rückkehrer um neun Prozent stieg.

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Eigenentwickelte Hardware als Kostentreiber

Der Preisvorteil für Entwickler ist maßgeblich auf die Hardware-Strategie des Konzerns zurückzuführen. Die Kostenersparnis basiert auf dem Einsatz des Maia-200-Chips. Dieser im 3-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigte Prozessor verfügt über mehr als 140 Milliarden Transistoren und 216 Gigabyte HBM-Speicher. Mit einer Leistung von über 10 PFLOPS bietet der Chip eine um 30 Prozent höhere Performance pro investiertem US-Dollar.

Durch den Einsatz dieser Eigenentwicklungen lassen sich die Betriebskosten bei spezifischen KI-Modellen um 30 bis 40 Prozent gegenüber Lösungen von Nvidia reduzieren. Dies ist ein entscheidender Faktor angesichts der massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur, die sich derzeit auf etwa 50 Milliarden US-Dollar pro Quartal belaufen. Während der Maia-200-Chip aktuell auch für OpenAI GPT-5.2 eingesetzt wird, wird das Nachfolgemodell Maia 300 bereits für September 2026 erwartet.

Die Infrastruktur weckt zudem Interesse bei Partnern. Microsoft führt Verhandlungen mit Anthropic über die Vermietung von Serverkapazitäten auf Basis der Maia-Chips. Flankiert werden diese Gespräche von Plänen, bis zu 5 Milliarden US-Dollar in Modelle von Anthropic zu investieren.

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