Marathon-Gold, Amanal

Marathon-Gold: Amanal Petros läuft Meisterschaftsrekord in 2:09:11

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 13:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deutsche Leichtathleten räumen bei der EM in Birmingham ab: Petros holt Gold im Marathon, Weber und Ansah feiern historische Erfolge.

Petros gewinnt EM-Marathon mit Rekordzeit, Weber und Ansah glänzen
Ein Langstreckenläufer überquert bei einem Leichtathletik-Wettkampf die Ziellinie auf einer Stadionbahn. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der deutsche Langstreckenlauf verzeichnet einen historischen Erfolg bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham. Mit einer Zeit von 2:09:11 Stunden sicherte sich Amanal Petros am 16. August 2026 die Goldmedaille im Marathon. Damit stellte der Athlet des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Trotz des sportlichen Triumphs äußerte sich Petros kritisch über die Rahmenbedingungen und bezeichnete die gewählte Strecke als furchtbar.

Hinter Petros entwickelte sich ein enges Rennen um die weiteren Podestplätze. Der Italiener Pietro Riva belegte mit einer Zeit von 2:09:18 Stunden den zweiten Rang, gefolgt von Gashau Ayale, der nach 2:09:21 Stunden das Ziel erreichte.

Die deutsche Mannschaft präsentierte sich in der Breite stark besetzt: Samuel Fitwi beendete den Lauf auf dem neunten Platz, während Richard Ringer die Top Zehn komplettierte.

In der Teamwertung reichten diese Leistungen für den zweiten Platz hinter der Auswahl aus Israel. Bei den Frauen sicherte sich die Finnin Alisa Vainio in 2:22:26 Stunden den Titel. Als beste deutsche Starterin kam Laura Hottenrott nach 2:31:15 Stunden auf Rang 16 ins Ziel.

Rekordmarken im Speerwurf und historische Sprintzeiten

Bereits am 15. August 2026 setzten deutsche Athleten deutliche Akzente in den technischen Disziplinen. Julian Weber gewann die Goldmedaille im Speerwurf mit einer Weite von 90,40 Metern, die er in seinem letzten Versuch erzielte. Dies bedeutete ebenfalls einen neuen Meisterschaftsrekord.

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Weber verteidigte damit seinen EM-Titel aus dem Jahr 2022, wobei er den Wettkampf trotz bestehender Schulterprobleme bestritt. Silber ging an Nick Thumm mit 83,76 Metern, während der Lettland Patriks Gallums mit 82,97 Metern Bronze gewann.

Im Kurzstreckenbereich sorgte Owen Ansah für ein Novum in der deutschen Sportgeschichte. Am 15. August 2026 lief er die 200 Meter in 19,95 Sekunden und blieb damit als erster Deutscher unter der Marke von 20 Sekunden.

Aufgrund eines zu starken Rückenwindes von 2,5 Metern pro Sekunde fand die Zeit jedoch keinen Eingang in die offiziellen Rekordlisten. Für Ansah war es der erste deutsche EM-Titel über diese Distanz seit 1982, nachdem er zuvor bereits Bronze über 100 Meter gewonnen hatte.

Überschattet wurde der Erfolg von sportpolitischen Spannungen: Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) wirft dem Sprinter eine verweigerte Dopingprobe vor und fordert eine vierjährige Sperre. Ansah wies die Vorwürfe zurück; eine Suspendierung besteht derzeit nicht.

Medaillenregen in den technischen und multidisziplinären Wettbewerben

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Die Bilanz des DLV wurde Mitte August durch zahlreiche weitere Platzierungen auf dem Podium ergänzt. Im Zehnkampf feierte Deutschland einen Doppelsieg: Leo Neugebauer sicherte sich die Goldmedaille, während Niklas Kaul mit 8.573 Punkten Silber gewann. Auch über die Hindernisstrecke war der Verband erfolgreich. Gesa Krause gewann ihren dritten EM-Titel über 3.000 Meter Hindernis, Olivia Gürth sicherte sich in demselben Rennen die Bronzemedaille.

In den Wurfdisziplinen und Staffelwettbewerben gab es am 15. August 2026 weitere Erfolge zu vermelden:
- Emil Agyekum gewann Silber über 400 Meter Hürden in 47,87 Sekunden.
- Shanice Craft erreichte im Diskuswurf mit 65,72 Metern den zweiten Platz.
- Henrik Janssen sicherte sich im Diskuswurf der Männer die Bronzemedaille.
- Die 4x100-Meter-Staffel der Männer lief in 38,64 Sekunden zu Silber, knapp hinter Großbritannien (38,45 Sekunden).

Im Gehen belegte Christopher Linke im Marathon-Wettbewerb in 3:02:58 Stunden den achten Platz. Weniger erfolgreich verlief der Wettbewerb für Leo Köpp, der im Geher-Halbmarathon disqualifiziert wurde. Bis zum Abend des 15. August 2026 summierte sich die Medaillenausbeute des deutschen Teams laut Verbandsangaben auf insgesamt zwölf Auszeichnungen, bevor der Marathonsieg von Petros am Folgetag die Bilanz weiter ausbaute.

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