MASLD, Mayo

MASLD: Mayo Clinic unterscheidet fünf Untertypen mit eigenen Risiken

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 23:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Langzeitstudie unterscheidet fünf MASLD-Formen mit variierenden Komplikationsrisiken; weitere Prüfungen sollen ihre klinische Bedeutung bestätigen.
Mikroskopische Aufnahme von biologischem Gewebe mit komplexen Zellstrukturen in natürlichen Farbtönen. Illustration mit AI erstellt.

Die metabolisch assoziierte Fettlebererkrankung – in der medizinischen Fachsprache als MASLD bezeichnet und früher unter dem Begriff der nicht-alkoholischen Fettleber bekannt – stellt ein globales Gesundheitsproblem dar.

Schätzungen zufolge sind rund 30 Prozent der Weltbevölkerung von der Erkrankung betroffen. Obwohl die Diagnose weit verbreitet ist, verläuft das Krankheitsbild bei den einzelnen Betroffenen sehr unterschiedlich.

Forschungsergebnisse der US-amerikanischen Mayo Clinic, die im Fachblatt Nature Communications veröffentlicht wurden, bieten nun eine differenzierte Sichtweise: Das Forschungsteam konnte die Erkrankung in fünf verschiedene Untertypen mit der Bezeichnung C1 bis C5 gliedern, die durch jeweils eigene Risikoprofile gekennzeichnet sind.

Belastbare Datenbasis mit zehnjähriger Nachbeobachtung

Für die methodische Identifizierung der Profile stützte sich das Team auf eine Kohorte von 1.532 Patientinnen und Patienten. Um die Belastbarkeit der Klassifikation zu überprüfen, wurden die Ergebnisse an einer zweiten Gruppe von 3.070 Personen bestätigt. Dabei reichte die Nachbeobachtung der Probanden über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren.

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Durch diese langfristige Datengrundlage ließ sich das Fortschreiten der Erkrankung im Detail nachvollziehen. Die fünf identifizierten Subtypen wiesen erhebliche Unterschiede hinsichtlich potenzieller Folgekomplikationen auf. Dokumentiert wurden unter anderem stark variierende Risiken für Fibrose, Zirrhose und Leberversagen sowie für kardiovaskuläre Ereignisse und Nierenerkrankungen.

Zudem unterschieden sich die Raten für Krebs und Lebertransplantationen zwischen den Gruppen deutlich. Über die organbezogenen Schäden hinaus zeigten die Subtypen Zusammenhänge mit weiteren Beschwerdebildern wie Depression und Schlafapnoe.

Spezifische Merkmale der Subtypen C1 und C5

Innerhalb des Spektrums heben sich einzelne Untergruppen durch charakteristische Muster ab. Der Gruppe C1 gehören rund 30 Prozent der untersuchten Teilnehmer an. Diese Kohorte setzt sich aus älteren Patientinnen und Patienten zusammen, die keine Adipositas aufweisen. Auffällig ist, dass in dieser Gruppe dennoch relativ hohe Raten an Leberkrebs und Lebertransplantationen verzeichnet wurden.

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Einen anderen Verlauf zeigt die Gruppe C5, die ca. 9 Prozent der Teilnehmer umfasst. Bei diesem Subtyp spielte die Genetik eine bedeutende Rolle sowohl für das generelle MASLD-Risiko als auch für das Auftreten damit verbundener Komplikationen.

Notwendigkeit weiterer Untersuchungen

Die Differenzierung in fünf Subtypen verdeutlicht, dass MASLD kein homogenes Krankheitsbild darstellt, sondern vielmehr verschiedene biologische Verlaufsformen umfasst.

Für eine abschließende Bewertung sind jedoch weitere Schritte erforderlich: Zusätzliche Tests in größeren und diverseren Gruppen werden als notwendig erachtet, um die Aussagekraft der Subtypen und deren klinische Relevanz über unterschiedliche Bevölkerungsgruppen hinweg fundiert zu validieren.

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