Medizinisches, Cannabis

Medizinisches Cannabis: 76,6% akzeptieren Therapie, aber nur 37,1% fühlen sich informiert

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Umfrage zeigt hohe Zustimmung zu medizinischem Cannabis, zugleich fehlen vielen Informationen zu Risiken, Fahrtüchtigkeit und Kostenerstattung.

Medizinisches Cannabis: Akzeptanz wächst, Wissen bleibt lückenhaft
Symbolbild: getrocknete Heilkräuter mit Mörser und Tee Illustration mit AI erstellt.

Medizinisches Cannabis hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung als Therapieform weitgehend etabliert, doch bei Patientinnen und Patienten bestehen weiterhin deutliche Wissenslücken. Dies verdeutlicht eine Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts Appinio im Auftrag des Telemedizin-Unternehmens DrAnsay, die zwischen dem 21. und 24. August 2026 unter 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren durchgeführt wurde.

Wie aus einem Bericht vom 23. September 2026 auf presseportal.de hervorgeht, erkennen 76,6 Prozent der Befragten medizinisches Cannabis mittlerweile als reguläre Behandlungsoption an. Gleichzeitig gibt jedoch nur ein geringer Teil der Bevölkerung an, sich über die Anwendung fundiert informiert zu fühlen: Lediglich 37,1 Prozent der Teilnehmenden bezeichnen ihren Wissensstand als gut oder sehr gut.

Hohe Aufgeschlossenheit bei konkreter ärztlicher Empfehlung

Die prinzipielle Offenheit gegenüber einer Therapie spiegelt sich auch in den individuellen Handlungsoptionen wider. Den Erhebungsdaten zufolge würden 62,6 Prozent der Befragten eine eigene Behandlung mit medizinischem Cannabis in Betracht ziehen, sofern eine entsprechende ärztliche Empfehlung vorliegt.

Auch im sozialen Umfeld stößt der Einsatz der pflanzlichen Arznei auf vergleichsweise wenig Widerstand. Eine deutliche Mehrheit von 69,1 Prozent gab in der Befragung an, kein oder eher kein Problem damit zu haben, wenn einer Person aus dem engen Umfeld medizinisches Cannabis verordnet werden würde. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Vorbehalte im Alltag rückläufig sind, wenn der Einsatz in einen klaren medizinischen Kontext eingebettet ist.

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76,6 Prozent der Befragten erkennen medizinisches Cannabis inzwischen als reguläre Behandlungsoption an — doch nur 37,1 Prozent fühlen sich über die Anwendung gut informiert. Wer die Therapie ernsthaft prüft, braucht klare Antworten zu Wirkung, Fahrtüchtigkeit und Kostenerstattung, statt sich auf Hörensagen zu verlassen. Unser kostenloser Leitfaden führt Sie in drei Schritten durch die wichtigsten Entscheidungen. Kostenlosen Leitfaden zur Cannabis-Therapie anfordern

Vorbehalte und Unsicherheiten bremsen den Einsatz

Trotz der grundsätzlich positiven Haltung existieren weiterhin spürbare Vorbehalte, die potenzielle Patientinnen und Patienten zögern lassen. Als primäre Ursache für Zurückhaltung nannten 27,4 Prozent der Befragten die Sorge vor einer möglichen Abhängigkeit. Zudem fürchten 25,2 Prozent das Auftreten körperlicher Nebenwirkungen, während 23,2 Prozent vor psychischen Begleiterscheinungen zurückschrecken.

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Sorge vor Abhängigkeit, körperlichen oder psychischen Nebenwirkungen hält viele davon ab, eine Cannabis-Therapie überhaupt zu prüfen. Dabei lassen sich genau diese Fragen vorab klären — mit ärztlicher Begleitung und einem nüchternen Blick auf Nutzen und Risiken. Der Leitfaden zeigt, welche Punkte Sie im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ansprechen sollten. Leitfaden jetzt kostenlos anfordern

Neben den rein gesundheitlichen Aspekten spielen praktische und finanzielle Unklarheiten eine entscheidende Rolle bei den bestehenden Bedenken. Die Erhebung identifizierte insbesondere die Frage nach der weiteren Fahrtüchtigkeit während einer laufenden Therapie sowie die Übernahme der anfallenden Kosten als wesentliche Unsicherheitsfaktoren.

Die Ergebnisse unterstreichen, dass die wachsende Akzeptanz von medizinischem Cannabis mit einem strukturellen Informationsbedarf einhergeht. Zwar ist die gesellschaftliche Hemmschwelle gesunken, eine breite und sichere Nutzung hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie transparent bestehende Fragen zu Nebenwirkungen, Alltagstauglichkeit und Kostenerstattung adressiert werden.

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