Melatonin: 90% erhöhtes Herzinsuffizienz-Risiko bei Langzeitnahme
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 09:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Doch die wissenschaftliche RealitÀt sieht oft anders aus.
Kurkuma hilft nicht gegen Bluthochdruck
Curcumin, der Wirkstoff in Kurkuma, gilt als entzĂŒndungshemmend und wird begleitend bei Rheuma, Arthrose oder DarmentzĂŒndungen eingesetzt. Doch wer hofft, damit seinen Blutdruck zu senken, liegt falsch. ErnĂ€hrungsmediziner wie Andreas Michalsen betonen: Studien konnten keinen relevanten Effekt von Curcumin-PrĂ€paraten auf den Blutdruck nachweisen.
Hinzu kommen Risiken bei hochdosierten Produkten. Die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt maximal 3 Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht tĂ€glich. Kritisch sind PrĂ€parate mit Piperin, das die Aufnahme verbessert, aber potenziell leberschĂ€digend wirken kann. Schwangere, Stillende und Menschen mit Gallensteinen sollten laut Experten ganz auf solche Mittel verzichten.
âGoldener Windbeutelâ fĂŒr LaVita
Die Kluft zwischen Werbung und Wirklichkeit zeigt der Negativpreis âGoldener Windbeutelâ 2026. Foodwatch kĂŒrte das MikronĂ€hrstoffkonzentrat LaVita zur âdreistesten WerbelĂŒgeâ â 39,2 Prozent der 66.000 Teilnehmer stimmten dafĂŒr.
Das Problem: Das Produkt besteht zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat, angereichert mit 26 Vitaminen. Der Literpreis liegt bei 100 Euro. LaVita wehrte sich, verwies auf den Portionspreis von rund einem Euro und die NĂ€hrstoffkonzentration. Immerhin: Nach der Auszeichnung stoppte das Unternehmen die Werbung mit dem Begriff âSaubertrankâ. Auf den weiteren PlĂ€tzen landeten ein Backpulver fĂŒr HeiĂluftfritteusen und ein Bio-Joghurt mit minimalem Matcha-Anteil.
Bewegung schlÀgt Supplemente
Wer Melatonin lĂ€nger als 12 Monate nimmt, hat laut einer Studie ein um 90 Prozent erhöhtes Risiko fĂŒr Herzinsuffizienz. Bevor Sie Ihr Herz gefĂ€hrden, sichern Sie sich den kostenlosen Report mit sicheren Alternativen und einer Supplement-Risiko-Checkliste. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bleibt klar: Ein gesunder Lebensstil ist die beste PrÀvention gegen chronische Leiden wie Demenz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bewegung, ausgewogene ErnÀhrung und soziale AktivitÀten stehen im Fokus. Gegen NahrungsergÀnzungsmittel ohne nachgewiesenen Mangel sind Experten skeptisch.
Ein internationales Konsortium aus 64 Wissenschaftlern veröffentlichte zudem das HEAL-Konzept (Healthy Eating & Active Living). Der Hintergrund: NichtĂŒbertragbare Krankheiten verursachen den GroĂteil der weltweiten TodesfĂ€lle. In Ăsterreich sind es etwa 92 Prozent.
Melatonin: Risiko bei Langzeiteinnahme?
Auch vermeintlich harmlose Mittel geraten in die Kritik. Eine Studie, vorgestellt auf den AHA Scientific Sessions 2025, wertete Daten von ĂŒber 130.000 Erwachsenen mit chronischer Schlaflosigkeit aus. Ergebnis: Wer Melatonin mindestens 12 Monate lang nahm, hatte ein um 90 Prozent erhöhtes Risiko fĂŒr Herzinsuffizienz. Die Sterblichkeitsrate lag in der Untersuchungsgruppe bei 7,8 Prozent, in der Vergleichsgruppe bei 4,3 Prozent. Ein kausaler Zusammenhang gilt allerdings noch nicht als belegt.
Kaffee: Die Zubereitung macht den Unterschied
Selbst bei Alltagsprodukten wie Kaffee kommt es auf die Zubereitung an. Forscher der UniversitĂ€t Uppsala fanden heraus: Kaffee aus BrĂŒhautomaten enthĂ€lt hohe Mengen an Diterpenen wie Cafestol und Kahweol, die das LDL-Cholesterin erhöhen. Filterkaffee hingegen enthĂ€lt weniger als ein Hundertstel dieser Stoffe und gilt als vorteilhafter fĂŒr die Blutfettwerte.
Nicht nur Melatonin birgt Risiken: Viele vermeintlich harmlose NahrungsergĂ€nzungsmittel enthalten problematische Inhaltsstoffe. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Leitfaden, wie Sie riskante Supplemente erkennen und welche natĂŒrlichen Methoden Ihren Schlaf verbessern â ohne Nebenwirkungen. Leitfaden jetzt sichern
Kosmetik: Koffein als Mogelpackung?
VerbraucherschĂŒtzer warnen zudem vor Kosmetika, die mit Koffein werben. Ein Check des Vereins fĂŒr Konsumenteninformation (VKI) untersuchte 30 Produkte. Bei 18 fanden sich problematische Stoffe wie synthetische Polymere oder umweltkritische Duftstoffe. Die tatsĂ€chliche Wirkung des Koffeins werde oft ĂŒberschĂ€tzt. Die detaillierten Ergebnisse sollen Ende Juli 2026 veröffentlicht werden.
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