Mentale, Stärke

Mentale Stärke im Job: Warum Multitasking schädlich ist

13.05.2026 - 05:11:33 | boerse-global.de

Experten widerlegen Multitasking-Mythos und zeigen, wie Deep Work, Stressimpfung und KI-Assistenten die Arbeitsleistung nachhaltig steigern.

Mentale Stärke im Job: Warum Multitasking schädlich ist - Foto: über boerse-global.de
Mentale Stärke im Job: Warum Multitasking schädlich ist - Foto: über boerse-global.de

Aktuelle Forschungsergebnisse aus Neurobiologie und Psychologie zeigen: Wahre Produktivität entsteht durch Fokussierung, nicht durch Maximierung gleichzeitiger Aufgaben.

Professor Martin Korte von der TU Braunschweig stellt klar: Smartphones beeinträchtigen die Konzentration massiv. Sein Rat: Mobiltelefone während konzentrierter Arbeitsphasen komplett aus dem Sichtfeld entfernen. Der Botenstoff Dopamin bleibe der zentrale Motor für nachhaltige Konzentration – und der werde durch ständige Unterbrechungen gestört.

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Vergessen macht intelligent

Die Neuroplastizität macht das Gehirn lebenslang formbar. Für geistige Fitness sind laut Neuropsychologe Jens Foell vor allem ausgewogene Ernährung, Bewegung und kontinuierliche Herausforderungen entscheidend – etwa durch soziale Kontakte oder komplexe Rätsel.

Ein ĂĽberraschender Faktor: Vergessen kann intelligent machen. Die Psychologin Professor Magdalena Abel und kanadische Neurowissenschaftler der University of Toronto zeigen: Gezieltes Vergessen unwichtiger Details hilft dem Gehirn, fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Pathologisch wird Vergesslichkeit erst, wenn Fähigkeiten verloren gehen, die man über lange Zeit sicher beherrscht hat.

Stressimpfung statt Vermeidung

Professor Volker Busch von der Universitätsklinik Regensburg plädiert für eine „Stressimpfung“. Statt Belastungen auszuweichen, soll die Resilienz durch kontrollierte Konfrontation gestärkt werden. Besonders bei jüngeren Generationen beobachtet er eine abnehmende Widerstandsfähigkeit.

Warnsignale für krankhaften Stress: Herzrasen, Schlafstörungen, Leistungsabfall und emotionale Instabilität. Hier kann Selbstmitgefühl als Puffer wirken.

Die Sportpsychologin Selina Koch beschreibt die Bedeutung der Selbstgesprächsregulation. Negative Gedankenmuster lassen sich aktiv in positive umwandeln – das steigert die mentale Stärke in Drucksituationen enorm.

Deep Work: 90 Minuten volle Konzentration

Für den Büroalltag gewinnt die „Deep Work“-Methode an Bedeutung. Experten empfehlen 90-minütige Arbeitsblöcke. Die ersten 15 Minuten sind die schwierigsten – dann schaltet das Gehirn in den Fokus-Modus.

Die Pomodoro-Technik mit 25-minĂĽtigen Einheiten bietet eine Alternative, sollte aber bei tiefer Konzentration flexibel bleiben.

OECD-Statistiken belegen: Ab einer Arbeitsbelastung von 48 bis 50 Wochenstunden sinkt die Produktivität rapide.

KI als Produktivitätshelfer

Microsoft kĂĽndigt umfassende Outlook-Updates an. Im Zentrum stehen verbesserte Kalenderfunktionen und die tiefere integration von KI-Assistenten wie Copilot und Claude von Anthropic.

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Allerdings gibt es technische Hürden: Anmeldeprobleme auf Mobilgeräten und ein bug in der Desktop-Version machen bestimmte Funktionen wie „Quick Steps“ unbrauchbar. Outlook Lite und die Funktion „Contact Masking“ enden am 25. Mai 2026. Unternehmen müssen bis März 2027 auf die neuen Versionen migrieren.

Die Sicherheitslage bleibt angespannt: Im ersten Quartal 2026 wurden rund 8,3 Milliarden E-Mail-Angriffe registriert. Besonders „Quishing“ – Phishing via QR-Codes – nahm um 146 Prozent zu.

Die Ordnung der Dinge

Klassische Management-Methoden feiern ein Comeback. Das 6S-Prinzip erweitert die bekannte 5S-Methode (Sortieren, Systematisieren, Sauberkeit, Standardisieren, Selbstdisziplin) um den Aspekt Sicherheit. Ein aufgeräumter Arbeitsplatz reduziert visuelle Ablenkung – die Basis für bessere Konzentration.

Die Parallele zur Kindheit ist bemerkenswert: Psychologe Simon Müller warnt, dass ein durchgeplanter Alltag die Fähigkeit zur Selbststeuerung der Aufmerksamkeit schädigt. Freies Spiel und Langeweile sind essenziell für die Konzentrationsentwicklung. Er empfiehlt maximal zwei bis drei geplante Aktivitäten pro Woche.

Fokus als Überlebensfähigkeit

Unternehmen wie Kärcher zeigen den Trend: Der Wechsel von Microsoft 365 zu Google Workspace für tausende Mitarbeiter verdeutlicht, dass die Infrastruktur strategisch bewertet wird. Ziel ist optimierte Zusammenarbeit, nicht ständige Erreichbarkeit.

Die Fähigkeit, sich auf eine einzige komplexe Aufgabe zu fokussieren, wird zur Kernkompetenz der Wissensökonomie. KI-Assistenten können repetitive Aufgaben übernehmen – die Verantwortung für die mentale Hygiene bleibt beim Individuum.

Nachhaltiges Lernen bedeutet nicht nur Wissensakquise, sondern vor allem Pflege der kognitiven Ressourcen. Die Kombination aus Schlaf, selektivem Vergessen und Deep Work bildet das Fundament für langfristigen Erfolg. Wer lernt, die „mentale Bremse“ zu lösen und gleichzeitig Phasen der Stille zu integrieren, wird den Anforderungen einer hochdynamischen Arbeitswelt gewachsen sein.

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