Meta Iris-Chip: 145 Milliarden Euro gegen Nvidias Monopol
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 07:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Meta startet im September die Produktion seines eigenen KI-Chips "Iris" – ein milliardenschwerer Schachzug gegen die Abhängigkeit von Nvidia.
Der Social-Media-Konzern will mit dem hauseigenen Chip seine Rechenleistung drastisch erhöhen. Parallel dazu hat Samsung das Design für Teslas nächste KI-Hardware abgeschlossen. Beide Entwicklungen zeigen: Tech-Giganten setzen zunehmend auf maßgeschneiderte Halbleiter, um autonome Systeme und KI-Infrastruktur zu betreiben.
Metas Milliarden-Offensive gegen Nvidia
Der Iris-Chip ist das Herzstück von Metas MTIA-Programm (Meta Training and Inference Accelerator). Das Ziel: die Abhängigkeit von Zulieferern wie Nvidia und AMD reduzieren. Interne Unterlagen zeigen, dass der Chip sechs Wochen lang getestet wurde – ohne größere technische Rückschläge.
Die Kosten sind enorm. Meta wird 2026 voraussichtlich rund 145 Milliarden Euro in KI-Infrastruktur investieren. Die Rechenkapazität soll sich von 7 Gigawatt (GW) im Jahr 2026 auf 14 GW bis 2027 verdoppeln. Entwickelt wurde Iris in Zusammenarbeit mit Broadcom, gefertigt wird er bei TSMC. Für die Lieferkette sicherte sich Meta langfristige Verträge über Speicher- und Glasfaserkomponenten mit Partnern wie Samsung, Sandisk und Sumitomo Electric.
Die Ankündigung ließ die Meta-Aktie um über zwölf Prozent steigen. Doch der Konzern steht weiter unter Druck: In Europa drohen Strafen von bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes wegen möglicher Verstöße gegen den Digital Services Act.
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Samsung und Tesla: 2-Nanometer-Chip für autonomes Fahren
Samsung hat einen entscheidenden Schritt gemacht: Der Design-Abschluss (Tape-out) von Teslas AI5-Chip ist geschafft. Die Hardware soll Teslas selbstfahrende Systeme, Optimus-Roboter und KI-Supercomputer antreiben. Gefertigt wird der Chip in Samsungs Werk in Taylor, Texas – mit einem hochmodernen 2-Nanometer-Verfahren.
Die Zusammenarbeit basiert auf einem 16,5 Milliarden Euro schweren Vertrag vom Juli 2025. Tesla setzt beim AI5 zwar auch auf TSMC als Zweitlieferant, doch Samsungs Rolle zeigt: Der koreanische Konzern holt im High-End-Foundry-Geschäft auf. Die Massenproduktion des AI5 ist für 2027 geplant. Zudem bereitet Tesla offenbar ein Upgrade des AI4.1 vor, das die Speicherkapazität verdoppeln soll.
Samsungs GAIA-Chip und der Ausbau in Korea
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Neben der Foundry-Arbeit für Tesla entwickelt Samsung einen eigenen KI-Beschleuniger für PCs. Der GAIA-Chip (4-Nanometer-Klasse) wird bereits von HP und Lenovo getestet. Branchenkreise rechnen mit einer Massenproduktion ab 2027 – offiziell bestätigt ist das aber nicht.
Um die steigende Nachfrage nach KI-Speicher und -Prozessoren zu bedienen, beschleunigt Samsung seine Baupläne in Südkorea. Die erste Fabrik im Chip-Cluster Yongin soll bereits 2029 ans Netz gehen – ursprünglich war 2030 oder 2031 geplant. Die Investitionen sind gewaltig: Rund 1,35 Billionen Euro fließen in die Standorte Pyeongtaek und Yongin, weitere 270 Milliarden Euro in Gwangju.
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