Meta-Kehrtwende, WhatsApp

Meta-Kehrtwende: WhatsApp, Facebook und Instagram werden kostenpflichtig

30.05.2026 - 08:00:52 | boerse-global.de

Meta führt kostenpflichtige Premium-Features auf seinen Plattformen ein. Die Aktie reagiert positiv auf die neue Einnahmequelle.

Meta-Kehrtwende: WhatsApp, Facebook und Instagram werden kostenpflichtig - Foto: über boerse-global.de
Meta-Kehrtwende: WhatsApp, Facebook und Instagram werden kostenpflichtig - Foto: über boerse-global.de

Ab dem 28. Mai 2026 können Nutzer gegen monatliche Gebühr Premium-Funktionen auf den drei großen Plattformen buchen.

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WhatsApp Plus: Das kostet der neue Dienst

Mit WhatsApp Plus wagt Meta den ersten globalen Vorstoß in die Direktvermarktung seines Messengers. Für 2,99 Euro pro Monat erhalten Abonnenten Zugriff auf exklusive Sticker, eigene Designs und individuelle App-Symbole. Auch zusätzliche angepinnte Chats und personalisierte Klingeltöne sind im Paket enthalten.

Die grundlegenden Nachrichtenfunktionen bleiben für alle Nutzer kostenlos. Die neuen Optionen richten sich vor allem an Vielnutzer, die ihr Erlebnis stärker anpassen möchten.

Facebook Plus und Instagram Plus: Mehr Daten, mehr Reichweite

Parallel dazu führte Meta am 28. Mai 2026 die Abos für Facebook und Instagram ein. Beide kosten 3,99 Euro pro Monat und liefern vor allem erweiterte Analysefunktionen. So erhalten Nutzer etwa Einblicke in die Wiederholungsaufrufe ihrer Stories – ein Feature, das bisher Influencern und Unternehmen vorbehalten war.

Weitere Vorteile im Überblick:

  • Längere Story-Laufzeiten: Facebook-Stories bleiben bis zu 48 Stunden sichtbar
  • Anonymes Anschauen: Stories unbemerkt ansehen und Vorschauen nutzen
  • „Super-Hearts“: Neue Reaktionsmöglichkeiten und erweiterte Profilgestaltung
  • Individuelle Schriftarten und höhere Reichweite für Beiträge

Meta-Managerin Naomi Gleit stellte klar: Die neuen Abos laufen unabhängig vom bestehenden Meta Verified-Programm, das weiterhin auf Identitätsprüfung spezialisiert bleibt.

Milliarden-Investitionen in KI treiben den Wandel

Der Schritt zum Bezahlmodell kommt nicht von ungefähr. Investoren üben zunehmend Druck auf Meta aus, weil der Konzern Milliarden in künstliche Intelligenz pumpt. Für 2026 sind Investitionen zwischen 125 und 145 Milliarden Euro geplant – ein Großteil fließt in KI-Rechenzentren und Infrastruktur.

Die Ankündigung kam an der Börse gut an: Die Aktie legte um rund 3,7 Prozent zu. Branchenbeobachter sehen Parallelen zu Snapchat+, das bereits rund 25 Millionen zahlende Nutzer gewinnen konnte. Angesichts von 3,9 Milliarden monatlich aktiven Nutzern im Meta-Kosmos bietet das neue Modell enormes Potenzial.

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Meta One: Die Zukunft der Bezahl-Dienste

Schon jetzt bereitet der Konzern eine noch umfassendere Abo-Struktur vor. Unter dem Namen Meta One sollen künftig verschiedene Premium-Dienste gebündelt werden – darunter auch erweiterte KI-Funktionen.

Erste Tests laufen bereits: In Singapur, Guatemala und Bolivien testet Meta die Tarife Meta One Plus für 7,99 Euro und Meta One Premium für 19,99 Euro. Diese Pakete gewähren erweiterten Zugriff auf die firmeneigene KI.

Parallel dazu experimentiert der Konzern in Saudi-Arabien, Marokko, Thailand und Bangladesch mit speziellen Angeboten für Unternehmen und Content-Ersteller. Einige dieser professionellen Tarife sollen bis zu 49,99 Euro pro Monat kosten.

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