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Meta One: Facebook führt kostenpflichtige Abos ab Juni ein

01.06.2026 - 13:48:21 | boerse-global.de

Meta startet mit Meta One und Plus-Abos eine Offensive zur Umsatzdiversifizierung. Analysten sehen Potenzial von bis zu 15 Milliarden Euro bis 2027.

Meta One: Facebook führt kostenpflichtige Abos ab Juni ein - Bild: über boerse-global.de
Meta One: Facebook führt kostenpflichtige Abos ab Juni ein - Bild: über boerse-global.de

Mit der Marke Meta One und lokalen „Plus"-Abos will der Tech-Riese seine Abhängigkeit von Werbeeinnahmen verringern.

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Neue Abo-Stufen für Unternehmen und Kreative

Ab dem 1. Juni 2026 testet Meta in Saudi-Arabien, Marokko, Thailand und Bangladesch seine Meta One-Tarife für professionelle Konten. Die Pilotphase richtet sich an Creator und Marken, die mehr Reichweite und Sicherheit suchen.

Der Essential-Tarif kostet umgerechnet rund 14 Euro pro Monat. Er beinhaltet Verifizierungsdienste, Schutz vor Identitätsdiebstahl und erweiterte Tools zur Link-Verwaltung. Für etwa 47 Euro monatlich bietet der Advanced-Tarif eine höhere Sichtbarkeit in Suchergebnissen und Newsfeeds, dazu erweiterte Analysen und Planungstools. Die neuen Angebote ergänzen den bestehenden Dienst Meta Verified, der separat bleibt.

KI-Funktionen und Verbraucher-Abos

Unter dem Dach von Meta One führt der Konzern auch spezielle KI-Abonnements ein. Im Juni 2026 starten Betatests in Singapur, Guatemala und Bolivien.

Meta One Plus kostet umgerechnet etwa 7,50 Euro, Meta One Premium rund 19 Euro pro Monat. Die Premium-Version bietet höhere Rechenleistung, einen speziellen Denkmodus („Thinking Mode") und verbesserte Tools zur Video- und Bildgenerierung.

Für normale Nutzer führte Meta Ende Mai 2026 globale „Plus"-Abos ein. Facebook Plus und Instagram Plus kosten jeweils rund 3,70 Euro, WhatsApp Plus etwa 2,80 Euro. Diese Abos bieten kosmetische und funktionale Extras – keine Werbefreiheit. Dazu gehören Story-Analysen, anonyme Story-Vorschauen, individuelle Profilsymbole und „Super Reactions".

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Strategischer Wandel zur Umsatzdiversifizierung

Der Vorstoß in Abomodelle erfolgt, weil Meta seine Abhängigkeit von Werbung reduzieren will. Diese machte im ersten Quartal rund 98 Prozent der 53 Milliarden Euro Umsatz aus. Frühere Versuche, mit Hardware oder Digitalwährungen Geld zu verdienen, blieben hinter den Erwartungen zurück.

Branchenanalysten von Wolfe Research rechnen vor, dass die neuen Dienste bis 2027 zwischen 2,8 und 15 Milliarden Euro beitragen könnten. Samsung Securities kalkuliert: Selbst bei nur drei Prozent Durchdringung der Nutzerbasis wären jährlich rund 11 Milliarden Euro möglich – etwa 4,7 Prozent des erwarteten Gesamtumsatzes.

Die Abos helfen auch, massive Investitionen zu stemmen. Meta plant für 2026 Investitionsausgaben zwischen 117 und 136 Milliarden Euro, vor allem für Künstliche Intelligenz. Nach der Ankündigung der neuen Einnahmequellen legte die Meta-Aktie um rund vier Prozent zu.

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