Meta Ray-Ban Display: KI-Brille startet am 13. Oktober für 899 Euro
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 00:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Meta hat auf seiner Entwicklerkonferenz Meta Connect den europäischen Marktstart seiner neuen KI-gestützten Kamerabrille mit integriertem Display bekannt gegeben. Damit erreicht das in Kooperation mit Ray-Ban entwickelte Wearable knapp ein Jahr nach der Einführung in den Vereinigten Staaten nun auch den deutschen Handel. Neben Deutschland werden weitere europäische Kernmärkte bedient.
Verkaufsstart und Preisgestaltung in Europa
Ab dem 13. Oktober 2026 wird die Meta Ray-Ban Display in Deutschland, Frankreich und Italien offiziell erhältlich sein. Der Verkaufspreis für diese Märkte wurde auf 899 Euro festgesetzt. Vorbestellungen sind bereits seit dem 23. September möglich.
In Deutschland konzentriert sich der Verkaufsstart zunächst auf die Standorte Frankfurt, Hamburg und München. Während der Preis in den USA unverändert bei 799 US-Dollar liegt, wird das Gerät in Großbritannien für 749 Pfund und in Kanada für 1.149 kanadische Dollar angeboten.
Für Kunden in Frankreich und Italien sind Versionen mit Sehstärke bereits ab dem 13. Oktober über den Partner EssilorLuxottica verfügbar. In Deutschland soll die Einführung von Korrekturgläsern für das Display-Modell im weiteren Verlauf des Jahres 2026 erfolgen. Das Unternehmen wies darauf hin, dass die verfügbaren Bestände zum Start begrenzt seien und eine Warteliste eingerichtet werden könne.
Technische Spezifikationen der neuen Display-Generation
Die Hardware zeichnet sich durch ein im rechten Brillenglas integriertes Display aus, das eine Auflösung von 600 mal 600 Pixeln sowie ein Sichtfeld von 20 Grad bietet. Die maximale Helligkeit des Bildschirms wird mit 5.000 Nits angegeben, was die Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung gewährleisten soll. Trotz der integrierten Technik liegt das Gewicht der Brille bei 69 Gramm.
Zur weiteren Ausstattung gehören eine 12-Megapixel-Kamera und ein sogenanntes Neural Band, das mittels Elektromyografie (EMG) zur Steuerung eingesetzt wird.
Die Akkulaufzeit der Brille ist mit sechs Stunden beziffert, wobei das mitgelieferte Ladecase die Betriebsdauer auf insgesamt 30 Stunden erweitern kann. Meta gab an, dass man parallel zwei Jahre lang an einer kameralosen Version gearbeitet habe, deren Batterie praktisch über den gesamten Tag halte.
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Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen
Die Markteinführung wird von intensiven Diskussionen über die Privatsphäre begleitet. Die Datenschutzkonferenz (DSK) betonte nach einer Sitzung, dass die rechtliche Verantwortung für die mit der Brille angefertigten Aufnahmen bei den jeweiligen Trägern liege.
Sobald Personen außerhalb des rein privaten oder familiären Kreises gefilmt werden, entfalle die Haushaltsausnahme, wodurch Privatpersonen den vollen Pflichten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) unterliegen würden.
Die Experten der DSK bewerteten die am Rahmen angebrachte LED, die eine aktive Aufnahme signalisieren soll, als unzureichende Information für Betroffene. Zudem fehle für die Weiterverarbeitung des Bildmaterials zum Training von Künstlicher Intelligenz meist die Rechtsgrundlage.
Die Konferenz verwies hierzu auf einen Prüfbericht des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten und forderte eine stärkere Regulierung sowie das Prinzip des „Privacy by Design“ seitens der Hersteller.
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Meta-Chef Mark Zuckerberg kündigte unterdessen eine Komplettverschlüsselung für bestimmte Interaktionen mit der Brille an. Das Unternehmen betonte, dass eine allgemeine Gesichtserkennung nicht geplant sei.
Um Missbrauch vorzubeugen, scanne Meta die Netzwerke Instagram und Facebook nach Inhalten, die Belästigungen zeigen, lösche diese und blockiere die entsprechenden Konten. Laut dem Manager Alex Himel wurden bereits gezielt Geräte deaktiviert, bei denen die Signalleuchte manipuliert worden war; dies habe weniger als 0,1 Prozent der Einheiten betroffen.
Marktentwicklung im Bereich Smart Glasses
Die Einführung erfolgt in einem dynamisch wachsenden Marktumfeld. Daten von Marktforschern zeigen für das erste Halbjahr 2026 eine Steigerung der Auslieferungen von KI-Brillen um 263 Prozent.
Bisher dominieren jedoch Modelle ohne Display das Segment mit einem Anteil von 96 Prozent an den weltweiten Auslieferungen. Meta selbst musste im Januar des Jahres in vier Märkten einen vorübergehenden Lieferstopp verhängen, da die Nachfrage das vorhandene Inventar überstiegen hatte.
