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Meta Smart Glasses: 3,4 Millionen Auslieferungen und 81,3 Prozent Marktanteil

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 14:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Meta lieferte im ersten Halbjahr 2026 weltweit 3,4 Millionen Smart Glasses aus und erzielte im dritten Quartal 64,6 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter Raum mit großen Fenstern und Blick auf eine urbane Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Technologiekonzern Meta positioniert Smart Glasses zunehmend als zentralen Formfaktor für Künstliche Intelligenz. Ziel des Unternehmens ist es, die physische und die digitale Welt künftig über holografische Displays nahtlos miteinander zu verknüpfen. Das Gerätekonzept soll dabei als primäre Schnittstelle dienen, um KI-Anwendungen direkt in den Alltag der Nutzer einzubinden.

Starke Zuwächse bei den weltweiten Auslieferungen

Die Marktpräsenz von Meta in diesem Segment spiegelt sich in aktuellen Branchendaten wider. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Omdia lieferte Meta im ersten Halbjahr 2026 weltweit 3,4 Millionen Smart Glasses aus. Dies entspricht einem Anstieg von 108,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowie einem Anteil von 81,3 Prozent an den gesamten globalen Auslieferungen.

Bereits im Gesamtjahr 2025 verzeichnete der Markt für smarte Brillen laut Omdia ein Wachstum von 322 Prozent, wobei Meta einen Marktanteil von 85 Prozent hielt.

Erhebungen von Counterpoint weisen für das erste Halbjahr 2026 bei KI-Brillen ein weltweites Lieferwachstum von 263 Prozent im Jahresvergleich aus. Im Segment der Brillen ohne Display sicherte sich Meta laut diesen Zahlen einen Marktanteil von 94 Prozent.

Die regionale Verteilung im ersten Halbjahr 2026 zeigte eine deutliche Konzentration: Auf Nordamerika entfielen 50 Prozent der Lieferungen, während Westeuropa 28 Prozent und Lateinamerika 3,8 Prozent ausmachten. Partner EssilorLuxottica meldete zudem für die Ray-Ban Meta Smartglasses im dritten Quartal ein Auslieferungsplus von 20 Prozent im Jahresvergleich.

Branchenbeobachter von AR Insider schätzten das Gesamtvolumen für das dritte Quartal auf 1.755.271 Einheiten, darunter 1.469.401 Smartglasses und 285.869 VR-Headsets. Rund 1.049.211 Stück entfielen dabei auf die Ray-Ban Meta zu einem Stückpreis von 379 US-Dollar.

Neue Hardwaremodelle und erweiterte Softwarefunktionen

Auf der Konferenz Connect 2026 stellte der Konzern die nächste Produktgeneration vor. Neben der Ray-Ban Meta Audio als erstem Modell ohne Kamera präsentierte das Unternehmen die Ray-Ban Meta Gen 3 mit integrierter Kamera sowie eine preisgünstigere Ausführung. Die dritte Generation erweitert das Sortiment um die Fassungen Aviator und Zena neben der bestehenden Wayfarer-Form.

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Zur technischen Ausstattung gehören eine 3K-Ultra-HD-Kamera, ein System mit sechs Mikrofonen, eine frei belegbare Aktionstaste sowie eine Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden in einem schlankeren Gehäuse. Als Datenschutzmaßnahme signalisiert ein blinkendes weißes Licht laufende Aufnahmen.

Softwareseitig ermöglicht die Meta-KI unter anderem Umgebungsfragen, Echtzeit-Übersetzungen sowie das Verwalten von Nachrichten und Erinnerungen. Ergänzend kündigte der Konzern den KI-Agenten Muse an, der per Sprachbefehl gestartet wird und komplexe Aufgaben über verschiedene Anwendungen hinweg selbstständig organisieren kann, etwa beim Fitnesstraining, der Mahlzeitenerfassung oder dem Online-Einkauf.

Nach Unternehmensangaben nutzt bereits über ein Viertel der aktiven Muse-Anwender das System für Einkäufe mit einem Durchschnittswert von über 200 US-Dollar pro Transaktion. Zudem integrierte Meta die Funktion Hearing Enhancement, eine von der FDA freigegebene Software für Erwachsene mit wahrgenommener leichter bis mittelschwerer Schwerhörigkeit.

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Ausblick auf AR-Displays und finanzielle Entwicklung

Neben Serienmodellen zeigte Meta den Prototyp Orion. Die Augmented-Reality-Brille nutzt Siliziumkarbid-Linsen und Mini-Projektoren für holografische Einblendungen im Sichtfeld, gekoppelt mit einer separaten drahtlosen Recheneinheit.

Unternehmenschef Mark Zuckerberg bezeichnete das Modell als die fortschrittlichste AR-Brille, die bislang gebaut worden sei. Eine Serienfertigung ist vorerst nicht vorgesehen, da Fragen zur industriellen Massenproduktion der Optik und der externen Recheneinheit noch offen sind.

Finanziell schloss Meta das dritte Quartal 2026 mit einem Gesamtumsatz von 64,6 Milliarden US-Dollar ab, was einem Zuwachs von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Hardware-Sparte Reality Labs erzielte einen Umsatz von 443 Millionen US-Dollar bei einem Betriebsverlust von 4,13 Milliarden US-Dollar.

Finanzchefin Susan Li erklärte, dass Rückgänge bei den Verkäufen der Quest-Headsets durch das Wachstum der KI-Brillen teilweise aufgefangen werden konnten. Zuckerberg machte deutlich, dass neue VR-Geräte künftig nur noch bei grundlegenden Durchbrüchen zu erwarten seien, nachdem der Konzern Anfang 2026 die Mittel für große VR-Inhaltsprojekte gekürzt hatte.

Bei der Vermarktung setzt das Unternehmen zudem auf Kollektionen und Kooperationen mit prominenten Werbeträgern wie Kylie Jenner sowie Jennie und Lisa von der Gruppe BLACKPINK.

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