Meta-Studie, Konzern

Meta-Studie: Konzern verfolgt 52 Prozent aller Webseitenbesuche

30.05.2026 - 20:33:01 | boerse-global.de

Meta führt kostenpflichtige Zusatzdienste ein, während Studien und Datenschützer die umfassende Datenerfassung auch bei Nicht-Nutzern anprangern.

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Gleichzeitig gerät Meta wegen Datenschutzpraktiken in die Kritik.

Neue Plus-Abonnements für drei Dollar aufwärts

Produktchefin Naomi Gleit kündigte Ende Mai die Einführung der „Plus“-Dienste an. Instagram Plus und Facebook Plus kosten rund vier US-Dollar im Monat, WhatsApp Plus liegt bei etwa drei Dollar.

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Die Abos bringen detaillierte Profilanalysen, erweiterte Personalisierung und neue Story-Funktionen. Instagram-Nutzer können etwa anonyme Story-Vorschauen nutzen oder Beiträge länger als 24 Stunden sichtbar machen.

Langfristig plant Meta, die Angebote unter der Dachmarke „Meta One“ zu bündeln. Erste Tests mit KI-Funktionen und Business-Abonnements starten im Juni in Singapur, Guatemala und Bolivien.

Branchenbeobachter sehen darin den Versuch, die milliardenschweren KI-Investitionen zu refinanzieren. Für dieses Jahr kalkuliert Meta mit Investitionsausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar.

Meta verfolgt auch Menschen ohne Konto

Parallel zu den Bezahldiensten enthüllen Studien von DIW Berlin und Yale University das Ausmaß der Datenerfassung bei Nicht-Nutzern. Meta kann demnach bis zu 52 Prozent aller Webseitenbesuche technisch nachverfolgen.

Bei Menschen ohne aktives Konto betrifft das rund 44 Prozent ihrer gesamten Surfzeit. Die Erhebung läuft über das Meta-Pixel auf Drittseiten und Datenübertragungen von Android-Apps – rund 61 Prozent aller Apps senden laut früheren Analysen Informationen an den Konzern.

Auf dieser Basis lassen sich Alter, Geschlecht und Interessen der Nicht-Nutzer mit bis zu 65 Prozent Genauigkeit schätzen. Deutsche Oberlandesgerichte sprachen Klägern im Februar bereits Schadensersatz in vierstelliger Höhe zu – wegen unzulässiger Datenauswertung.

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Interne Überwachung für KI-Training

Ein weiterer Streitpunkt: das interne Tool „Model Capability Initiative“ (MCI), das seit dem Frühjahr läuft. Es zeichnet die Computernutzung von US-Mitarbeitern auf – Mausbewegungen, Klicks und Navigationspfade in über 200 Anwendungen.

Das System erfasst auch Interaktionen mit Kollegen außerhalb der USA. Datenschützer von NOYB sehen darin einen möglichen Verstoß gegen die europäische DSGVO.

Das Werkzeug hat Zugriff auf URLs, die Zwischenablage und erstellt detaillierte Verhaltensprofile. Die irische Datenschutzkommission wurde informiert, eine formelle Bewertung steht noch aus. Intern wird die Initiative als „umfassende Fabrik zur Extraktion von Mitarbeiterdaten“ kritisiert.

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