Microsoft, Neuerungen

Microsoft 365: 40 Neuerungen und Claude-Alternative im Juli

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 12:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft integriert Copilot Cowork in Office und erlaubt künftig die Nutzung von Anthropics Claude-Modell im Copilot Chat.

Microsoft 365 Update: Copilot Cowork und Claude als KI-Alternative
Holografische Schnittstelle mit Cloud-Daten und KI, dezenter Bürohintergrund, symbolisiert Microsoft 365 und Copilot. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft erweitert sein Büro-Paket um mehr als 40 Neuerungen – darunter die allgemeine Verfügbarkeit von Copilot Cowork und die Möglichkeit, alternative KI-Modelle zu nutzen.

Der Software-Riese aus Redmond hat sein Microsoft 365-Ökosystem im Juli 2026 einem umfassenden Update unterzogen. Im Zentrum steht die Freigabe von Copilot Cowork für alle Geschäftskunden, das kollaborative KI-Funktionen direkt in Word, Excel und PowerPoint bringt. Nutzer mit E5-Copilot-Lizenzen erhalten die Funktion automatisch, während E3-Kunden sie für rund 12 Euro pro Benutzer und Monat dazu buchen können.

Neue KI-Freiheit: Claude als Alternative

Ein strategischer Schwenk zeichnet sich bei der Modellauswahl ab: Copilot Chat erhält einen Umschalter, mit dem Anwender auf das Claude-Modell von Anthropic umschalten können. Diese Flexibilität ist ungewöhnlich für Microsoft, das bislang stark auf die hauseigene OpenAI-Technologie setzte.

Parallel dazu bringt das Update spezialisierte Verbesserungen. Excel erhält einen KI-Assistenten für Formeln, Outlook bekommt eine automatische Zusammenfassungsfunktion. Für Mitte bis Ende Juli ist zudem ein Update der Notebooks-Funktion in der Copilot-App angekündigt. Diese soll Chats, generierte Inhalte und Quellenangaben in einem Arbeitsbereich bündeln, der mit OneNote synchronisiert wird – allerdings nur mit einem Copilot Premium-Abonnement.

Lizenz-Dschungel: Wer braucht was?

Die Grenzen zwischen den Business- und Enterprise-Tarifen werden mit dem Update klarer gezogen. Organisationen mit mehr als 300 Nutzern müssen auf Enterprise-Lizenzen wie E3 oder E5 umsteigen, um konform zu bleiben und erweiterte Sicherheitsfunktionen zu erhalten.

Die Kosten sind nicht ohne: Standard-E3-Lizenzen liegen bei rund 36 Euro pro Benutzer und Monat. Dafür gibt es 100-GB-Postfächer und bis zu 5 TB OneDrive-Speicher. Für kleinere Unternehmen bietet Microsoft Business Standard mit Copilot zu etwa 32 Euro pro Benutzer und Monat an, Business Premium mit Copilot für rund 46 Euro.

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Sparpotenzial: Bis zu 45 Prozent weniger Lizenzkosten

Branchenexperten raten IT-Abteilungen, ihre Lizenzmodelle zu überprüfen. Durch den Wechsel von Direkt- oder Enterprise Agreements zum Cloud Solution Provider-Modell (CSP) ließen sich die Kosten um 30 bis 45 Prozent senken. Besonders bei KI-Funktionen schwanken die aktiven Nutzerzahlen über 18-Monats-Zyklen erheblich – eine regelmäßige Nutzungsanalyse bei Vertragsverlängerungen sei daher unerlässlich.

Technische Änderungen und Sicherheitsdruck

Für Administratoren vereinfacht sich die Arbeit: Neue Auto-Install-Richtlinien über Group Policy oder Intune ermöglichen eine effizientere Steuerung der Microsoft 365-Updates.

Auf der Infrastruktur-Seite kündigt Microsoft das Ende des OWA Light-Clients an. Die schlanke Version des Outlook Web Access wird mit einem Exchange-Server-Update im August 2026 eingestellt. Der Konzern begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, moderne Webstandards zu unterstützen. Nutzer müssen auf die Standard-Outlook-Web-App umsteigen.

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