Microsoft, Mac

Microsoft 365 auf Mac: Mehrere Software-Fehler legen Teams, Outlook lahm

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 14:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Teams, Outlook und Word auf macOS von teils schwerwiegenden Störungen betroffen. Microsoft veröffentlicht Workarounds und Update-Hinweise.

Microsoft 365 auf dem Mac: Mehrere Bugs legen Kernfunktionen lahm
Nahaufnahme einer MacBook-Tastatur mit glitchigem Microsoft Teams-Logo auf dem Bildschirm, das Softwarefehler symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Gleich mehrere Software-Fehler legen wichtige Funktionen von Microsoft 365 auf dem Mac lahm. Der Konzern reagiert mit Notfall-Anleitungen.

Seit dieser Woche kämpfen Nutzer von Microsoft Teams, Outlook und Word auf macOS mit teils massiven Störungen. Während ein schwerwiegender Fehler in der Kommunikationsplattform Teams ganze Arbeitsabläufe blockiert, versagen in Outlook und Word zentrale Funktionen. Microsoft hat mittlerweile reagiert – mit Übergangslösungen und dem Hinweis auf ältere Versionen.

Teams-Bug: Microsoft veröffentlicht Notfall-Anleitung

Am heutigen Samstag begann Microsoft damit, spezifische Anleitungen für einen schweren Fehler in Teams für macOS auszurollen. Die genaue Ursache des Problems blieb in der ersten Stellungnahme offen. Klar ist jedoch: Ein Teil der Nutzerbasis ist erheblich betroffen.

Die Panne kommt nicht überraschend. Erst kürzlich hatte Microsoft ein geplantes Update für die „Minimized Meeting"-Funktion gestoppt. Diese sollte das Multitasking während Besprechungen verbessern, scheiterte aber an internen Tests. Immerhin: Sieben weitere Features für Teams sollen bis Ende Juli 2024 ausgeliefert werden. Dazu gehören verbesserte Office-Dateivorschauen, ein sprecherzentriertes Layout für Events und die Integration von Apps in privaten Kanälen.

Outlook und Word: Zwei Funktionen außer Gefecht

Besonders ärgerlich für Mac-Nutzer: Gleich zwei alltägliche Funktionen sind seit Anfang der Woche unbrauchbar.

Bereits am 8. Juli bestätigte ein Microsoft-Moderator einen Bug in Outlook für Mac: Die Schriftartänderung in E-Mails funktioniert nicht mehr. Die Auswahl im Menü bleibt reine Dekoration – der Text ändert sich nicht. Microsofts Workaround klingt nach Notlösung: Entweder auf eine ältere Version zurückstufen oder den Text aus Word kopieren und einfügen. Immerhin: Beta- und Preview-Versionen sind nicht betroffen.

Anzeige

Ob Software-Fehler oder Synchronisationsprobleme – wer täglich mit Outlook arbeitet, braucht schnelle Lösungen und effiziente Workflows. Dieser kostenlose Ratgeber bietet Ihnen 7 Zeitspar-Tricks und professionelle Hilfe für eine reibungslose E-Mail-Organisation. 7 Zeitspar-Tricks für Outlook jetzt kostenlos entdecken

Nur einen Tag später, am 9. Juli, meldeten Nutzer Probleme mit der „Dokumente vergleichen"-Funktion in Word für Mac. Auch hier half nur eine manuelle Umstellung: Der Dateifilter muss von „Word-Vorlagen" auf „Word-Dokumente" oder „Alle Dateien" geändert werden. Erst dann arbeitet das Tool wieder korrekt.

Edge-Update: Ende einer Ära für macOS Monterey

Auch der Microsoft-Browser bekam diese Woche ein Update. Am 9. Juli erschien Edge Stable Version 150.0.4078.65 für macOS, Windows und Linux. Für Apple-Nutzer ist das eine Zäsur: Es handelt sich um die letzte Version, die macOS 12 Monterey unterstützt. Wer noch auf dem älteren Betriebssystem arbeitet, muss sich nach Alternativen umsehen.

Das Update enthält 27 Sicherheitskorrekturen aus dem Chromium-Projekt und führt neue Verwaltungsrichtlinien ein. Darunter die Optionen „NonMicrosoftAccountSignInEnabled" und „StrictMimetypeCheckForWorkerScriptsEnabled".

Neue Angriffswelle: Hacker tarnen sich als Teams-Support

Die Sicherheitsupdates kommen nicht von ungefähr. Sicherheitsforscher haben eine neue Kampagne der Gruppe UNC6692 identifiziert. Die Angreifer geben sich als Microsoft-Teams-Helpdesk aus und zielen gezielt auf den Gesundheitssektor ab. Ihr Ziel: die Schadsoftware-Suite SNOW zu installieren. Diese umfasst die Browser-Erweiterung SNOWBELT und die Hintertür SNOWBASIN.

Microsoft hat bereits reagiert. Seit Anfang Juli setzt der Konzern standardmäßig KI-Modelle ein, um Schwachstellen proaktiv zu erkennen und zu beheben – noch bevor Angreifer sie ausnutzen können. Das System mit dem Namen MDASH (Multi-Model Agentic Scanning Harness) ist in die Windows-Entwicklungspipeline integriert.

Anzeige

Während Microsoft neue Sicherheits-KI implementiert, nutzen Hacker bereits psychologische Tricks, um Mitarbeiter über gefälschte Support-Anfragen zu täuschen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie sich und Ihr Unternehmen in vier Schritten effektiv gegen moderne Phishing-Methoden absichern. Kostenlosen Anti-Phishing-Leitfaden jetzt herunterladen

Neue KI-Modelle für Microsoft 365 Copilot

Parallel zu den Fehlerbehebungen treibt Microsoft die Integration moderner KI voran. Seit dem 10. Juli setzt der Konzern die OpenAI GPT-5.6-Serie – genauer die Modelle Sol, Terra und Luna – als bevorzugte Motoren für Microsoft 365 Copilot ein. Sie ersetzen bisher verwendete Drittanbieter-Modelle in Word, Excel und PowerPoint.

Für IT-Administratoren kommt noch mehr Komplexität auf sie zu: Microsoft arbeitet daran, den KI-Chatbot Claude von Anthropic per @-Erwähnung in Teams zu integrieren. Ein konkreter Termin für diese Funktion steht allerdings noch nicht fest.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69744819 |