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Microsoft 365: CMA untersucht Copilot-Preiserhöhungen und Täuschung

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 19:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die britische CMA untersucht Microsoft wegen möglicher Täuschung bei der automatischen Umstellung auf teurere Microsoft-365-Tarife mit KI-Copilot.

Microsoft 365: Britische Wettbewerbsbehörde prüft Preiserhöhungen durch KI-Copilot
Ein moderner Büroarbeitsplatz mit einem Laptop, auf dem abstrakte Daten visualisiert werden. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat eine formelle Untersuchung gegen den Softwarekonzern Microsoft eingeleitet. Im Zentrum der Ermittlungen steht die Frage, ob das Unternehmen Kunden über Preiserhöhungen bei Microsoft 365 im Zuge der Integration des KI-Assistenten Copilot getäuscht hat.

Vorwurf der automatischen Umstellung auf teurere Tarife

Die Aufsichtsbehörde prüft Berichten zufolge, ob Microsoft seine Nutzer bei der Einführung von Copilot in die Microsoft 365-Abonnements irreführte. Den vorliegenden Informationen nach wurde Copilot den Kunden zunächst ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung gestellt. In einem weiteren Schritt seien die Abonnenten jedoch automatisch auf einen teureren Tarif umgestellt worden.

Die CMA stützt sich unter anderem auf Berichte, wonach Kunden nicht ausreichend über diesen Prozess informiert wurden. Die automatische Umstellung auf die teureren Pläne mit integriertem Copilot erfolgte demnach ab Januar 2025. Für Nutzer mit jährlichen Plänen bedeutete dies eine Preissteigerung: Während die jährlichen Kosten für die neuen Tarife bei 84,99 Britischen Pfund liegen, kostete der bisherige „Classic“-Plan 25 Britische Pfund weniger.

Internationale Dimension und drohende Sanktionen

Die Untersuchung in Großbritannien ist Teil einer breiteren regulatorischen Überprüfung. Auch Regulierungsbehörden in Australien und Italien untersuchen derzeit die Änderungen bei Microsoft 365 sowie die Integration von Copilot. Der Fokus liegt dabei weltweit auf der Frage, ob Kunden klar und transparent über Preisänderungen informiert wurden.

Die CMA betonte in einer Stellungnahme, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Schlussfolgerungen gezogen worden seien. Sollte jedoch ein Verstoß gegen Wettbewerbsrecht oder Verbraucherschutzvorschriften festgestellt werden, drohen Microsoft empfindliche Sanktionen. Die Behörde ist befugt, Bußgelder von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes zu verhängen.

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Microsoft kooperiert mit den Behörden

Ein Sprecher von Microsoft erklärte, dass das Unternehmen mit der CMA kooperiere und die erhobenen Vorwürfe prüfe. Der Konzern steht derzeit unter intensiver Beobachtung durch die britischen Wettbewerbshüter. Parallel zur aktuellen Preisprüfung läuft eine weitere Untersuchung der CMA, die die Bündelung von Windows, Word, Excel und Teams sowie deren Auswirkungen auf den Wettbewerb und den Marktzugang für KI-Konkurrenten analysiert. Diese umfassendere Prüfung soll bis Februar 2027 andauern.

Marktumfeld und wirtschaftliche Kennzahlen

Trotz der regulatorischen Herausforderungen zeigt sich die Aktie von Microsoft an den Finanzmärkten stabil. Zuletzt notierte das Wertpapier bei 464,72 US-Dollar, was einem Zuwachs von 20,9 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage entspricht. Branchenanalysten haben ein durchschnittliches Kursziel von 562,31 US-Dollar ausgegeben. Die weiteren Entwicklungen im Verfahren der CMA dürften jedoch maßgeblichen Einfluss auf die langfristige Bewertung der KI-Strategie des Unternehmens haben.

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Die weiteren Entwicklungen im Verfahren der CMA dürften jedoch maßgeblichen Einfluss auf die langfristige Bewertung der KI-Strategie des Unternehmens haben.

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