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Microsoft 365 Copilot: GPT-5.6 ab 24. Juli für alle Kunden

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 13:29 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft integriert GPT-5.6 in Copilot und erweitert KI-Kontrollen für Teams. Neue Tools wie PC Insights und Phone Companion folgen.

Microsoft rüstet Copilot mit GPT-5.6 und neuen Verwaltungsfunktionen auf
Leuchtendes, komplexes neuronales Netzwerk-Design mit dezenten Microsoft-Elementen, das KI-Innovation und Kontrolle im Unternehmenskontext symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologiekonzern rüstet seine KI-Assistenten für Unternehmen und Privatnutzer auf – mit einem neuen Sprachmodell und erweiterten Verwaltungsfunktionen.

Microsoft treibt die Entwicklung seiner KI-Produkte mit Hochdruck voran. Ab dem 24. Juli 2026 erhalten kommerzielle Kunden von Microsoft 365 Copilot Zugriff auf das neue Sprachmodell GPT-5.6. Der Wechsel erfolgt über die OpenAI-Schnittstelle und betrifft zentrale Anwendungen wie Word, Excel, PowerPoint sowie die Chat- und Cowork-Funktionen. Ziel des Updates sind eine bessere Token-Effizienz und höhere Ausgabequalität.

Produktivitätsschub mit Haken

Die Umstellung kommt nicht von ungefähr. Laut einer aktuellen Marktstudie von Forrester sparen Copilot-Nutzer im Schnitt 3,6 Stunden pro Woche. Besonders deutlich fällt der Effekt bei Entwicklern aus: Ihre Produktivität stieg um 35 Prozent. Auch die Dokumentenerstellung geht 22 Prozent schneller von der Hand.

Doch es gibt auch Schattenseiten. Rund 38 Prozent der erworbenen Lizenzen werden nach wie vor kaum genutzt – ein Zeichen dafür, dass viele Unternehmen das Potenzial der KI noch nicht voll ausschöpfen.

Teams bekommt KI-Notausschalter

Mit einer neuen Funktion in Microsoft Teams erhalten Organisatoren künftig mehr Kontrolle über KI-Features in laufenden Besprechungen. Ein spezieller Schalter erlaubt es lizenzierten Nutzern, Copilot, den Facilitator und die Recap-Funktionen während einer Sitzung zu deaktivieren. Die Funktion wird seit Anfang Juli 2024 schrittweise ausgerollt, die weltweite Verfügbarkeit ist für Ende des Monats geplant. Der Schalter erscheint allerdings nur, wenn die Mandantenrichtlinie KI-Funktionen überhaupt zulässt.

Für IT-Administratoren hat Microsoft zudem die Verwaltung sogenannter declarativer Agents verbessert. Sie können den Zugriff jetzt entweder nach Agententyp oder individuell steuern. Experten raten zu einer schrittweisen Aktivierung über Pilotgruppen, um Risiken wie Datenlecks oder eine unkontrollierte Verbreitung der Agents zu vermeiden.

Compliance aus der Box

Ein von EY dokumentiertes Framework namens „Compliance-by-Design“ ist direkt in Microsoft 365 integriert. Es nutzt über 500 Kontrollmechanismen und mehr als 80 Rahmenwerke – darunter ISO/IEC 42001 –, um automatisch alle Bereitstellungen zu blockieren, die nicht den Compliance-Standards entsprechen. Für Unternehmen, die frühzeitig neue Funktionen testen möchten, bietet das Microsoft Frontier-Programm einen Zugang. Voraussetzung: eine aktive Microsoft 365 Copilot for Business-Lizenz und die Anmeldung über das Admin Center.

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Windows 11: KI durchleuchtet den PC

Parallel arbeitet Microsoft an einer neuen Diagnosefunktion namens „PC Insights“ für Copilot in Windows 11. Das Tool, das derzeit in den USA getestet wird, analysiert die Systemleistung anhand von Daten aus CPU, RAM, GPU, Speicher und Akku. Es überwacht zudem Netzwerk- und BIOS-Informationen. Allerdings: PC Insights hat derzeit nur lesenden Zugriff und führt selbst keine Systemänderungen durch. Technische Berichte zeigen, dass die Copilot-Anwendung selbst bis zu 1 GB RAM belegen kann.

Smartphone-Integration wird enger

Microsoft vertieft zudem die Verzahnung von Windows 11 mit Smartphones. Neue Funktionen für Juli 2026 umfassen:

  • Ein Phone Companion-Tool im Startmenü, das aktuelle Aktivitäten anzeigt
  • Ein neues Taskleisten-Menü für schnellen Zugriff auf Mobilfunktionen
  • Unterstützung für Drag-and-Drop-Dateiübertragungen und Synchronisation der Zwischenablage
  • Eine eigenständige Messages-App
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Die Neuerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft zahlreiche Altprodukte einstellt. Im Laufe des Jahres 2026 endet der Support für insgesamt 15 Produkte, darunter Office 2021 und bestimmte Windows-11-Versionen.

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