Microsoft, Copilot

Microsoft 365 Copilot: Nutzerzahl steigt im Quartal um 50 Prozent

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 13:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft meldet mehr Copilot-Nutzer und höhere Cloud-Erlöse; für das zweite Quartal plant der Konzern Investitionen von über 50 Milliarden US-Dollar.
Ein modernes, minimalistisches Bürogebäude in der Abenddämmerung mit klaren architektonischen Linien und Glasfassade. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft verzeichnet einen kräftigen Zuwachs bei der Nutzung seiner KI-Anwendungen im Unternehmensumfeld. Wie Vorstandschef Satya Nadella im Rahmen der Telefonkonferenz zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 bekannt gab, stieg die Zahl der Nutzer von Microsoft 365 Copilot gegenüber dem Vorquartal um 50 Prozent. Nadella erklärte vor Analysten, dass Kundinnen und Kunden zunehmend auf Copilot zurückgriffen, um tatsächliche Arbeit zu erledigen.

Starke Zuwächse bei täglichen Nutzern und Großkunden

Auch bei der regelmäßigen Nutzung legte das System deutlich zu. Die Zahl der täglich aktiven Copilot-Nutzer wuchs nach Angaben des Managements im Quartalsvergleich um fast 50 Prozent und vervielfachte sich im Jahresvergleich um mehr als das Fünffache. Parallel dazu verbesserte sich die Nutzerzufriedenheit um fast 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal und markierte ein neues Allzeithoch.

Laut Nadella erfolgten rund 90 Prozent der Abfragen im automatischen Modus. Zudem habe sich die Anzahl der seit Juli automatisierten Aufgaben fast verdoppelt. Im Enterprise-Segment gewinnt die Technologie ebenfalls an Reichweite: Die Zahl der Großkunden mit mehr als 50.000 Copilot-Arbeitsplätzen hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verachtfacht.

Zu den Beispielen für den Unternehmenseinsatz gehören Unilever im Bereich des Auftragseingangs, Rolls-Royce bei der Triebwerkswartung mit rund 30.000 Bauteilen sowie Raiffeisen, wo künstliche Intelligenz in mehr als 20 Geschäftsprozessen eingesetzt wird. Zudem plant der Automobilhersteller Volkswagen nach einer Ankündigung aus der Vorwoche den Einsatz von Copilot für über 330.000 Beschäftigte.

Abrechnungsmodelle und Plattformausbau

Neben dem klassischen Lizenzmodell je Arbeitsplatz gewinnt die nutzungsbasierte Abrechnung an Bedeutung. Die Zahl der Copilot-Kunden mit verbrauchsabhängiger Abrechnung legte im Quartal um mehr als 75 Prozent zu.

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Finanzchefin Amy Hood wies darauf hin, dass sie außerhalb der Softwareentwicklung eine langsamere Verbreitung von verbrauchsabhängigen Preismodellen erwarte. Hood führte zudem an, dass das neue Paket Microsoft 365 E7 Millionen von Arbeitsplätzen umfasse.

Eine konkrete Zahl bezahlter Copilot-Lizenzen nannte Hood für das abgelaufene Quartal nicht. Die Kennzahl der Nutzer bezieht sich auf die tatsächliche Nutzung und stellt keine Zählung der bezahlten Lizenzen dar; für den 50-prozentigen Anstieg wurde kein absoluter Ausgangswert veröffentlicht. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 hatte Microsoft zuletzt mehr als 30 Millionen bezahlte Copilot-Plätze ausgewiesen.

Auf der Plattformebene verzeichnete der Dienst Agent 365 mehr als 50 Millionen Agenten, was einem Quartalszuwachs von 30 Prozent entspricht. Die Sicherheitslösung Purview auditierte dabei mehr als 7,6 Milliarden Aktivitäten von Softwareagenten.

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Milliardenschwere Investitionen in Rechenzentren

Um die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur zu bewältigen, Microsoft in diesem Quartal 24 neue Rechenzentren auf fünf Kontinenten in Betrieb. Die Investitionsausgaben beliefen sich im ersten Quartal auf 45,2 Milliarden US-Dollar. Für das zweite Quartal rechnet der Konzern mit Ausgaben von mehr als 50 Milliarden US-Dollar, während für das gesamte Kalenderjahr Investitionen in Höhe von rund 170 Milliarden US-Dollar veranschlagt werden.

In dem am 30. September 2026 beendeten Dreimonatszeitraum steigerte Microsoft den Konzernumsatz um 19 Prozent auf 92,28 Milliarden US-Dollar. Die Sparte Microsoft Cloud wuchs um 30 Prozent auf 63,9 Milliarden US-Dollar, während das operative Ergebnis um 21 Prozent auf 45,9 Milliarden US-Dollar zulegte.

Der kommerzielle Auftragsbestand verbesserte sich um 73 Prozent auf 677 Milliarden US-Dollar, und die Zahl der kommerziellen Microsoft-365-Lizenzen wuchs um 5 Prozent. Für das zweite Quartal stellt das Unternehmen Erlöse zwischen 96 und 97,1 Milliarden US-Dollar in Aussicht.

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