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Microsoft: 60.000 Mitarbeiter erhalten Ausstiegsangebot

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 04:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das zeitlich befristete Abfindungsangebot gilt für berechtigte Mitarbeiter in vier Ländern; Entscheidungen sollen Anfang Dezember fallen.
Ein leerer, moderner Büroflur aus Glas und Stahl in der Abenddämmerung mit polierten Böden und minimalistischer Architektur. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft führt ein freiwilliges, zeitlich begrenztes Ausstiegsprogramm für Teile seiner Belegschaft ein. Das sogenannte Voluntary Exit Offer richtet sich an berechtigte Mitarbeiter in den USA, Kanada, Großbritannien und Indien, die auf Karrierestufe 70 und darunter eingestuft sind.

Nach Berichten vom 26. Oktober 2026 umfasst das Angebot rund 60.000 Mitarbeiter, was etwa 27 Prozent der weltweiten Belegschaft von 223.000 Personen entspricht. Ein Unternehmenssprecher bestätigte Abfindungsangebote für diesen Mitarbeiterkreis auf Ebene der Vizepräsidenten und darunter, nannte jedoch keine weiteren Details.

Konditionen und betroffene Unternehmensbereiche

Das Ausstiegsprogramm baut auf einem Vorruhestandsmodell auf, das der Konzern früher im Jahr 2026 gestartet hatte. Wie Microsofts Chief People Officer Amy Coleman mitteilte, soll die Initiative den Beschäftigten eine weitere Option für eine berufliche Neuorientierung bieten, flankiert von finanzieller Unterstützung und Beratungsangeboten.

Aus internen Dokumenten geht hervor, dass das Angebot weder an das Alter noch an die Dienstzeit oder die individuelle Leistung gekoppelt ist. Die Berechtigung unterscheidet sich je nach Organisationseinheit, Kundenverpflichtung und personellem Bedarf. Berechtigte Mitarbeiter sollten die entsprechenden Unterlagen kurzfristig per E-Mail erhalten.

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Die Beteiligung fällt in den verschiedenen Konzernsparten unterschiedlich aus. Vollständig in das Programm einbezogen sind nach vorliegenden Berichten Einheiten wie AI Experiences, Copilot, CoreAI, Windows + Devices, Xbox sowie die Bereiche Finanzen und Personalwesen.

Nur teilweise beteiligt sind Sparten wie Cloud + AI, MicrosoftAI sowie rechtliche und unternehmensweite Zentralfunktionen. Komplett ausgenommen bleiben hingegen Teams aus den Bereichen Marketing, Commercial Business, Quantum Computing, IT-Sicherheit sowie Teile des Vertriebs und der Rechenzentren.

Fristen und finanzieller Kontext

Die Entscheidung über die Annahme des Angebots soll Anfang Dezember fallen, das formelle Ausscheiden ist für den 31. Dezember 2026 vorgesehen. Für Beschäftigte in Indien, wo Microsoft rund 23.000 Mitarbeiter beschäftigt, gilt der 1. Dezember 2026 als Stichtag für eine Entscheidung. Das dortige Paket orientiert sich an üblichen Abfindungsregelungen und umfasst ein Monatsgrundgehalt pro Dienstjahr sowie Leistungen für die Krankenversicherung und den Karriereübergang. Die britische Pressestelle des Konzerns machte keine Angaben zu konkreten Zielzahlen.

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Die Neuordnung der Personalkapazitäten fällt in eine Phase hoher Investitionen in die Technologie-Infrastruktur. Hintergrund ist unter anderem der forcierte Ausbau von Kapazitäten für künstliche Intelligenz, für den die prognostizierten Investitionsausgaben im Kalenderjahr 2026 bei 175 Milliarden US-Dollar liegen.

Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete Microsoft einen Free Cash Flow von 19,64 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Gleichzeitig hat Microsoft Indien für die Jahre 2025 bis 2029 Investitionen in Höhe von 20,5 Milliarden US-Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur, Schulungen und Betrieb zugesagt, mit dem Ziel, bis 2030 rund 20 Millionen Menschen mit entsprechenden Kenntnissen zu schulen.

Mehr zum Thema bei The Verge: „Microsoft offers buyouts to 60,000 employees“

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