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Microsoft Copilot: Zwei Apps werden zu einer Super-App zusammengeführt

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 18:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft bündelt seine KI-Angebote in einer neuen Copilot-App. Der Rollout startet Mitte August, begleitet von Funktionseinstellungen und neuen Premium-Tools.

Microsoft vereint KI-Assistenten: Copilot-App mit neuem Design und Funktionen
Ein moderner, minimalistischer Arbeitsplatz mit einem Laptop auf einem Schreibtisch in hellem, natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat eine weitreichende Umstrukturierung seines Angebots an generativer Künstlicher Intelligenz angekündigt. Die bisher getrennten Anwendungen Copilot und Microsoft 365 Copilot werden zu einer einheitlichen App unter der Bezeichnung „Microsoft Copilot“ zusammengeführt.

Dieser Schritt geht mit einem neuen Markendesign und einem aktualisierten Icon einher. Der Rollout für Web-Oberflächen und mobile Endgeräte soll bereits Mitte August 2026 beginnen, während die Versionen für Windows und Mac für Mitte September 2026 vorgesehen sind.

Zeitplan für die Migration und neue App-Struktur

Nutzer mit persönlichen Konten werden laut Unternehmensangaben automatisch auf die neue App-Struktur migriert. Mobile Anwender müssen lediglich ihre App aktualisieren, um die Neuerungen zu erhalten. Dabei werden bestehende Chats und Inhalte übernommen, während gespeicherte Dateien im Zuge des Prozesses zu OneDrive verschoben werden.

Trotz der Zusammenführung der Applikationen bleibt die Trennung zwischen persönlichen Konten und Geschäftskonten bestehen. Die grundsätzliche kostenlose Nutzung des Dienstes wird fortgeführt, wobei Abonnenten von Microsoft-365-Premium-Paketen weiterhin von höheren Nutzungslimits profitieren. Für Windows-Insider hat der Rollout der neuen Struktur bereits am 10. August 2026 begonnen.

Anpassungen im Funktionsumfang und neue Premium-Features

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Mit der Konsolidierung geht eine Straffung des Funktionsportfolios einher. Microsoft stellt ab dem 18. August 2026 mehrere bisherige Funktionen ein, darunter den Group Chat, KI-generierte Podcasts sowie das Tool „Deep Research“.

Zudem werden die Copilot Labs und das Maskottchen Mico entfernt. Als Ersatz für „Deep Research“ wird für Microsoft-365-Premium-Nutzer die Funktion „Researcher“ eingeführt. Für Nutzer der kostenfreien Basisversion entfällt die Recherche-Funktion hingegen ersatzlos.

Weitere Änderungen betreffen die Produktivitäts-Apps des Konzerns: In Outlook entfällt ab September 2026 die Funktion „Meeting Insight“. Sie wird durch das Tool „Prepare for this meeting“ ersetzt, dessen Nutzung jedoch eine spezifische Copilot-Lizenz voraussetzt. Bei der Bearbeitung von Dokumenten in mobilen Apps ist für das Zusammenführen von PDF-Dateien künftig zwingend ein Upload zu OneDrive erforderlich.

Strategische Neuausrichtung und Hardware-Auswirkungen

Die Zusammenführung der Dienste erfolgt vor dem Hintergrund eines signifikanten Marktwachstums. Mit Stand Sommer bzw. Juli 2026 verzeichnete Microsoft 365 Copilot bereits über 30 Millionen bezahlte Sitze.

In einem internen Memo betonte Jacob Andreou, Vice President bei Microsoft, dass sich der KI-Assistent sein Recht auf Existenz verdienen müsse. Bis zum Ende des laufenden Quartals im September 2026 plant der Konzern zudem die Einführung einer sogenannten „Super-App“, die neben Chat-Funktionen auch GitHub Copilot und Autopilot integrieren soll.

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Die Software-Anpassungen haben zudem Auswirkungen auf die PC-Hardware. Das neue Copilot-Icon führt dazu, dass die aktuelle Copilot-Taste auf Windows-11-Rechnern technisch veraltet ist. Ein für später im Jahr geplantes Windows-Update soll es Nutzern ermöglichen, diese Taste neu zu belegen – etwa mit der rechten Steuerungstaste oder dem Kontextmenü – oder sie vollständig zu deaktivieren.

Neue Computer, die das aktualisierte Icon bereits physisch auf der Tastatur tragen, werden erst für die Jahre 2027 oder 2028 erwartet. Während Microsoft die technische Integration vorantreibt, steht das Unternehmen im Vereinigten Königreich aufgrund von Preiserhöhungen für seine Dienste derzeit unter Beobachtung einer Verbraucheruntersuchung.

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