Microsoft Edge: Support für alte Erweiterungen endet bis Ende 2026
Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 12:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft beendet den Support für ältere Browser-Erweiterungen in Edge – und folgt damit dem Zeitplan von Google Chrome. Ab sofort beginnt die schrittweise Umstellung auf den neuen Standard.
Der Browser-Riese zieht nach: Wie bereits bei Chrome angekündigt, stellt auch Microsoft Edge seine Erweiterungsplattform bis Ende 2026 vollständig auf das neuere Manifest-V3-System um. Die Umstellung startet bereits in diesem Monat – zunächst für Nutzer des Canary-Testkanals. Unternehmen erhalten eine Schonfrist bis Anfang 2027.
Was bedeutet das für Nutzer?
Die Abschaltung alter Erweiterungen erfolgt in mehreren Phasen. Betroffene Nutzer sollen rechtzeitig informiert werden und erhalten Hinweise auf kompatible Alternativen. Wer eine ältere Erweiterung nutzt, wird künftig automatisch zu MV3-kompatiblen Versionen geführt, sofern diese verfügbar sind.
Der Schritt ist Teil einer branchenweiten Initiative, die mehr Sicherheit und bessere Leistung verspricht. Das neue Framework beschränkt den Zugriff von Erweiterungen auf Browserfunktionen – ein Segen für die Sicherheit, aber ein Problem für manche etablierte Tools.
Adblocker unter Druck
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Besonders hart trifft die Umstellung Werbeblocker wie das beliebte uBlock Origin. Die gute Nachricht: Rund 95 Prozent der meistgenutzten MV2-Erweiterungen sind bereits umgestiegen. Nur noch 58 ältere Erweiterungen mit nennenswerter Nutzerzahl verbleiben auf der Plattform – und lediglich drei davon besitzen keine direkte MV3-Alternative.
Für Fans klassischer Adblocker gibt es mit uBlock Origin Lite einen Nachfolger, der innerhalb der neuen technischen Grenzen arbeitet. Wer unbedingt an der alten Technik festhalten möchte, dem bleibt der Wechsel zu Browsern wie Firefox oder Opera – diese haben die Umstellung anders gehandhabt.
KI im Browser braucht Platz
Parallel zur Erweiterungs-Umstellung wachsen auch die Hardware-Anforderungen: Für die lokale KI-Verarbeitung im Browser verlangen Edge und Chrome nun mindestens 20 Gigabyte freien Speicherplatz. Edge benötigt zusätzlich 5,5 GB Grafikspeicher für die KI-Funktionen.
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Fällt der freie Speicherplatz unter 10 GB, löscht der Browser das KI-Modell automatisch. Das zeigt: Die Integration lokaler KI-Modelle macht die Browser zunehmend zu Speicherfressern – ein Aspekt, den Nutzer mit älteren Geräten im Hinterkopf behalten sollten.
