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Microsoft Exchange: Weltweiter Ausfall seit 2. Juni blockiert E-Mails

03.06.2026 - 02:30:37 | boerse-global.de

Seit dem 2. Juni kÀmpft Microsoft mit erheblichen Verzögerungen im E-Mail-Verkehr von Exchange Online. Betroffen sind vor allem Nordamerika und Europa.

Microsoft Exchange: Weltweiter Ausfall seit 2. Juni blockiert E-Mails - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Microsoft Exchange: Weltweiter Ausfall seit 2. Juni blockiert E-Mails - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Seit Dienstagmorgen kommt es weltweit zu erheblichen Verzögerungen und AusfĂ€llen im E-Mail-Verkehr von Microsoft Exchange Online – auch deutsche Unternehmen sind betroffen.

Der Vorfall, der unter der Kennung EX1331830 lĂ€uft, begann am 2. Juni 2026 und sorgt seither fĂŒr massive RĂŒckstĂ€nde in der NachrichtenĂŒbermittlung. Betroffene Administratoren berichten von SMTP-Fehlermeldungen und VerbindungsabbrĂŒchen. E-Mails benötigen teilweise ĂŒber eine Stunde fĂŒr die Zustellung oder scheitern komplett.

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Besonders stark betroffen sind Nordamerika und Europa – darunter auch die Region Deutschland West-Mitte. Microsoft bestĂ€tigte am Dienstagabend, dass KonfigurationsĂ€nderungen zur EindĂ€mmung des Problems rund 50 Prozent der betroffenen Infrastruktur erreicht hĂ€tten. Die Ursachenforschung lĂ€uft noch.

Gleich mehrere Dienste mit Problemen

Die Exchange-Störung ist nicht der einzige Ausfall im Microsoft-365-Ökosystem in diesen Tagen. Bereits am 1. Juni 2026 hatte der Konzern einen separaten Vorfall (MO1329446) behoben: Nutzer konnten keine Dateien in Microsoft Teams sowie in den Web-Versionen von Excel und PowerPoint öffnen. Der Fehler „Office Online-Dienste nicht verfĂŒgbar" blockierte den Zugriff auf Dokumente. Microsoft fĂŒhrte das Problem auf erhöhte Fehlerraten in der Rendering-Infrastruktur zurĂŒck – ein Sicherheitsvorfall war es Analysten zufolge nicht, sondern vielmehr ein Konfigurationsfehler.

Am selben Tag legte zudem der Multi-Faktor-Authentifizierungsdienst (MFA) und der MySignIn-Dienst in europĂ€ischen Rechenzentren eine Zwangspause ein. Grund: Eine Änderung an der Cache-Konfiguration fĂŒhrte zu extrem hoher CPU- und Speicherauslastung.

Auch Power Automate meldete am 1. Juni Performance-Probleme. Und bereits seit Wochen plagen kleinere, hartnÀckige Bugs die Plattform: Seit dem 21. Mai erscheinen bearbeitete E-Mails im Postausgang leer. Und seit dem 30. Mai lassen sich aus geteilten Kalendern heraus keine Online-Besprechungen mehr erstellen.

Sicherheitsmaßnahmen und neue Bedrohungslage

Parallel zu den technischen Turbulenzen ging Microsoft am 2. Juni gegen Cyberkriminelle vor. Im Rahmen der Operation OpFauxSign beschlagnahmte der Konzern die Infrastruktur eines Dienstes namens Fox Tempest. Dieser hatte seit Mai 2025 gefÀlschte Code-Signing-Zertifikate an Ransomware-Gruppen verkauft.

Zudem warnte Microsoft vor der aktiven Ausnutzung der SicherheitslĂŒcke CVE-2026-42015. Die als hochriskant eingestufte Schwachstelle betrifft einen Treiber, der Angreifern erhöhte Systemrechte verschaffen kann. Administratoren wurden aufgefordert, ihre Systeme genau zu ĂŒberwachen.

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HÀufung von AusfÀllen gibt RÀtsel auf

Die zeitliche Ballung der Störungen – von Exchange ĂŒber Teams bis zur Authentifizierung – wirft Fragen auf. WĂ€hrend Microsoft die einzelnen VorfĂ€lle als unabhĂ€ngig voneinander darstellt, beobachten Branchenkenner eine auffĂ€llige HĂ€ufung von Konfigurationsfehlern und Infrastrukturproblemen innerhalb weniger Tage. FĂŒr Unternehmen, die auf Microsoft 365 angewiesen sind, bedeutet das: Plan B sollte griffbereit sein.

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