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Microsoft plant Super-App: Alle Copilot-Dienste ab SpÀtsommer vereint

01.06.2026 - 13:31:00 | boerse-global.de

Microsoft bĂŒndelt seine KI-Assistenten unter dem Projektnamen „Delivering One Copilot“ zu einer zentralen Plattform. Der Start ist fĂŒr SpĂ€tsommer 2026 geplant.

Microsoft plant Super-App: Alle Copilot-Dienste ab SpĂ€tsommer vereint - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Microsoft plant Super-App: Alle Copilot-Dienste ab SpĂ€tsommer vereint - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der Softwareriese Microsoft arbeitet an einer radikalen Neuordnung seiner KI-Strategie. Unter dem internen Projektnamen „Delivering One Copilot“ sollen die zahlreichen, bisher verstreuten Assistenten zu einer einzigen Super-App verschmolzen werden. Ein Start ist fĂŒr SpĂ€tsommer 2026 geplant.

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Scout ĂŒbernimmt die Vorarbeit

Die neue Plattform, die von Jacob Andreou geleitet wird, soll die LĂŒcke zwischen privater und beruflicher KI-Nutzung schließen. Ein durchgesickertes Interface zeigt einen neuen Autopilot-Bereich sowie einen proaktiven KI-Agenten namens Scout. Dieser kann eigenstĂ€ndig Aufgaben ausfĂŒhren und erinnert an Open-Source-Autonomie-Frameworks.

Chat, Programmierung und ProduktivitĂ€tstools sollen in einer OberflĂ€che verschmelzen. Nutzer können dann nahtlos zwischen privaten und geschĂ€ftlichen Profilen wechseln. Der Schritt ist dringend nötig: Interne Daten zeigen, dass Microsoft 365 zwar rund 450 Millionen Nutzer hat, aber weniger als fĂŒnf Prozent fĂŒr die erweiterten Copilot-Funktionen zahlen. Zum Vergleich: Die Tochter GitHub Copilot kommt auf stolze 4,7 Millionen zahlende Abonnenten.

Unterschiedliche Welten im Copilot-Kosmos

Trotz der geplanten Vereinheitlichung bleiben vorerst Unterschiede zwischen den Versionen bestehen. Der Standard-Copilot arbeitet als allgemeiner Assistent mit Web-Kontext. Der Microsoft 365 Copilot hingegen ist ein Enterprise-Tool, das ĂŒber Microsoft Graph auf interne Daten zugreift – von E-Mails ĂŒber Teams-Meetings bis hin zu Excel-Tabellen. Dabei gelten die bestehenden Nutzerberechtigungen.

FĂŒr Unternehmen, die eigene KI-Assistenten entwickeln, gibt es eine dritte Ebene. Diese individuellen Lösungen erfordern höhere Anfangsinvestitionen, versprechen aber eine tiefere Integration in unternehmenseigene Datenquellen.

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Minimalistisches Design und strenge Regulierung

Parallel zur Strukturreform hat Microsoft das Design des Microsoft 365 Copilot ĂŒberarbeitet. Die neue OberflĂ€che setzt auf Schwarz-Weiß und Textfokus – ein minimalistischer Look, der fĂŒr eine einheitliche Nutzererfahrung sorgen soll. Die zugrundeliegenden KI-Modelle bleiben unverĂ€ndert.

Ein wichtiger Meilenstein: Im MĂ€rz 2026 bestand der Microsoft 365 Copilot die ISO-42001-PrĂŒfung ohne Abweichungen. Die Zertifizierung wurde auf Microsoft Copilot Studio ausgeweitet. Unternehmen nutzen zunehmend Microsoft Purview, um KI-Interaktionen zu ĂŒberwachen und zu schĂŒtzen.

Wettbewerb wird hÀrter

Trotz Milliardeninvestitionen in OpenAI – rund 13 Milliarden US-Dollar – verĂ€ndert sich der Markt. Laut einer Analyse von DeskTime sank der Anteil von ChatGPT an der KI-Nutzung im BĂŒro von ĂŒber 99 Prozent (2023) auf 74,7 Prozent (2026). Google Gemini eroberte 14,38 Prozent, Anthropics Claude 8,56 Prozent. Microsoft Copilot stagniert in diesen Umgebungen bei rund einem Prozent.

Um unabhĂ€ngiger von externen Partnern zu werden, entwickelt Microsoft unter der Leitung von Mustafa Suleyman eigene KI-Modelle. WĂ€hrend Wettbewerber wie Snowfire AI auf spezialisierte Entscheidungsplattformen fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte setzen, bleibt Microsofts Fokus auf breiter ProduktivitĂ€t. Große Konzerne wie The EstĂ©e Lauder Companies nutzen bereits Copilot Studio, um Echtzeit-Intelligenz fĂŒr schnellere Entscheidungen zu bĂŒndeln.

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