Microsoft, Eigenentwicklung

Microsoft spart 85 Prozent: Eigenentwicklung MAI ersetzt OpenAI-Modelle

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 17:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft tauscht OpenAI-Bildmodelle gegen die eigene KI MAI-Image-2.5 aus und senkt so die Kosten für die Bildgenerierung um 85 Prozent.

Microsoft ersetzt OpenAI-Bild-KI durch Eigenentwicklung MAI-Image-2.5
Ein Laptop-Bildschirm zeigt Cloud-Speicher-Symbole und digitale Datenknoten in einem modernen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Konzern tauscht OpenAI-Bildmodelle gegen hauseigene Technologie aus – mit drastischen Kostenvorteilen.

Microsoft setzt ab sofort auf die eigene Bild-KI MAI-Image-2.5 und ersetzt damit OpenAI-Modelle in zentralen Produkten wie OneDrive. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie, interne KI-Fähigkeiten stärker zu nutzen. Bereits mehr als die Hälfte aller Microsoft-Produkte wird inzwischen von der Eigenentwicklung MAI angetrieben.

85 Prozent Kostenersparnis

Die Umstellung ist nicht nur eine technische, sondern vor allem eine finanzielle Entscheidung. Interne Berechnungen zeigen, dass MAI in Anwendungen wie PowerPoint die Kosten für die Bildgenerierung um 85 Prozent senkt. Die Partnerschaft mit OpenAI bleibt zwar bestehen, doch Microsoft setzt zunehmend auf eigene Lösungen.

Auch für Mobilnutzer gibt es Neuerungen: Die Copilot-App erhält ab Ende August eine Aufnahmefunktion für Sprachnotizen mit KI-generierten Transkripten. Bereits Anfang Juli startete Microsoft einen 30-tägigen Selbsttest für Copilot, der sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen richtet.

Ende für alte Windows-Versionen

Die OneDrive-Sync-App stellt am 15. August 2026 den Support für Windows 10 Version 21H2 und älter ein. Nutzer dieser veralteten Systeme müssen ihr Betriebssystem aktualisieren, um weiterhin Dateien synchronisieren zu können.

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Parallel dazu endet die Integration der Samsung-Galerie mit OneDrive. Samsung hat die Verknüpfung im Laufe des Jahres schrittweise eingestellt. Nutzer müssen ihre mobilen Fotobackups auf alternative Cloud-Dienste umstellen.

Neue Sicherheitsfunktionen für Unternehmen

Microsoft Purview Data Loss Prevention (DLP) hat zwischen April und Juli 2026 eine Datei-Quarantäne-Funktion für OneDrive und SharePoint eingeführt. Administratoren können damit vertrauliche oder nicht konforme Dateien isolieren, um unbefugten Zugriff zu verhindern.

Ab Ende August 2026 zeigt Microsoft 365 standardmäßig elf Profilkarten-Eigenschaften an. Organisationen mit Entra ID müssen bis Oktober 2026 auf benutzerdefinierte CSS-Positionierungen verzichten – die Funktion wird eingestellt.

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Windows-Updates und neue Builds

Nach einem Azure-Ausfall, der Windows-Updates beeinträchtigte, hat Microsoft die Infrastrukturprobleme am 23. Juli 2026 behoben. Nur vier Tage später, am 27. Juli, veröffentlichte der Konzern den Windows 11 Insider Preview Build 29634.1000 für testplattformen. Der Build bringt Verbesserungen bei der Zuverlässigkeit sowie neue Funktionen wie Voice Isolation und Unterstützung für HID-Braille-Displays. Zudem integriert Microsoft GIPHY als GIF-Anbieter in die Benutzeroberfläche.

Für den Herbst 2026 ist das Windows 11 Update 26H2 geplant. Es soll unter anderem mehr Flexibilität bei der Taskleiste bieten – Nutzer können sie dann an jeder beliebigen Bildschirmseite positionieren. Auch die vorinstallierten Apps wie Taschenrechner, Uhr und Media Player erhielten im Juli 2026 diverse Leistungs- und Barrierefreiheits-Updates.

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