Microsoft, Azure

Microsoft steigert Gewinn auf 36,6 Milliarden Dollar

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 23:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Softwarekonzern übertrifft die Erwartungen bei Umsatz und Ergebnis. Nach den Zahlen rückt das bisherige Aktien-Rekordhoch vom Sommer 2025 näher.

Microsofts Quartalsdaten und Börsenreaktion

  • Microsoft teilte die Zahlen am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Redmond mit.
  • Der Umsatz stieg auf 92,3 Milliarden Dollar, der Gewinn auf 36,6 Milliarden Dollar.
  • Die Aktie kletterte nachbörslich zeitweise auf mehr als 560 Dollar.
Microsoft baut seine Geschäfte kräftig aus. (Archivbild) - Bild: Oliver Berg/dpa

Microsoft übertrifft Erwartungen zum Geschäftsjahresstart

Microsoft ist besser als erwartet in das neue Geschäftsjahr gestartet und hat den Umsatz um fast ein Fünftel auf 92,3 Milliarden Dollar gesteigert. Der Gewinn legte um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Redmond mitteilte.

Azure treibt das Wachstum

Das Wachstum wurde erneut von der Cloud-Plattform Azure getragen. Umsatz und Ergebnis lagen über der durchschnittlichen Analystenschätzung, während die Investitionen niedriger ausfielen als erwartet.

Aktie steigt nachbörslich

An der Börse kamen die Zahlen gut an. Rund 45 Minuten nach der Bekanntgabe lag die Microsoft-Aktie vier Prozent im Plus bei 552 Dollar; zwischenzeitlich stieg sie auf mehr als 560 Dollar.

Rekordhoch in Reichweite

Sollte der Kurs am Donnerstag ähnlich stark zulegen, könnte Microsoft das bisherige Rekordhoch von etwas mehr als 555 Dollar aus dem Sommer 2025 übertreffen. Der Börsenwert des Konzerns liegt derzeit bei rund vier Billionen Dollar.

Microsofts Zahlen fallen in eine Phase, in der Anleger die hohen Kosten des Ausbaus künstlicher Intelligenz besonders aufmerksam verfolgen. Für Cloudanbieter bedeutet die Nachfrage nach Rechenleistung, Speicher und KI-Diensten zwar zusätzliches Geschäft, zugleich müssen sie dafür Milliarden in Rechenzentren, Chips und Energie investieren.

Azure ist dabei der zentrale Wachstumstreiber im Konzernportfolio. Steigende Erlöse aus der Cloud können Microsoft helfen, die laufenden Investitionen in KI-Infrastruktur zu finanzieren. Dass die Ausgaben in diesem Quartal niedriger als von Analysten erwartet ausfielen, nahm der Markt als Signal für eine bessere Balance zwischen Expansion und Rendite auf.

Markt setzt auf KI-Geschäft

Die Reaktion der Aktie zeigt, wie stark die Börsenbewertung inzwischen an den Erwartungen für Cloud und künstliche Intelligenz hängt. Ein Kursanstieg auf mehr als 560 Dollar im nachbörslichen Handel würde Microsoft näher an das Rekordniveau aus dem Sommer 2025 bringen. Für Anleger bleibt deshalb entscheidend, ob das Umsatzwachstum nachhaltig ist und ob die Investitionen langfristig entsprechende Gewinne ermöglichen.

Microsofts Bericht steht zudem im Zusammenhang mit einer breiteren Neubewertung von Technologiewerten. Starke Zahlen von Halbleiterherstellern hatten zuletzt den Optimismus für die KI-Nachfrage gestützt. Die kommenden Handels- und Berichtstage dürften zeigen, ob diese Zuversicht auch bei den großen Plattformkonzernen anhält.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Stern: „Softwarekonzern: Microsoft startet stark ins neue Geschäftsjahr“ (28.10.2026)

Der Beitrag habe die über den Erwartungen liegenden Erlöse und den Gewinn sowie den nachbörslichen Kursanstieg hervorgehoben. Im Mittelpunkt stehe außerdem die Aussicht, dass Microsoft sein Rekordhoch aus dem Sommer 2025 übertreffen könnte.

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem Umfeld des KI-Booms: Euronews: „Tech-Aktien steigen kräftig: SK hynix stärkt Vertrauen in KI“ (28.10.2026)

Der Artikel habe Microsofts Zahlen im Vorfeld der Veröffentlichung in eine breitere Erholung von Technologiewerten eingeordnet. Er habe die hohen KI-Investitionen und die offene Frage betont, ob sich das Wettrüsten dauerhaft selbst finanzieren könne.

Beide Beiträge hätten die Bedeutung des KI- und Cloudgeschäfts für die Technologiebörsen unterstrichen. Während der Stern den konkreten Microsoft-Kurs stärker in den Vordergrund gestellt habe, habe Euronews den Branchen- und Investitionskontext betont.

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