Microsoft, Teams

Microsoft Teams: Echtzeit-Chat endet am 5. Oktober für Unternehmen

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 11:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eingebettete Website-Chats verlieren ihre Teams-Anbindung; Dynamics 365 Contact Center und Copilot Studio sind kostenpflichtige Alternativen.

Microsoft schaltet Teams-Webchat am 5. Oktober 2026 ab
Ein minimalistisches, modernes Büro mit leeren Konferenzräumen und tiefen Schatten bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft beendet zum 5. Oktober 2026 den Echtzeit-Chat in Teams. Mit der Abschaltung entfällt die Weiterleitung eingehender Besucheranfragen von Unternehmenswebsites an interne Teams-Kanäle. Betroffen sind Organisationen, die Microsoft 365 Business Basic, Business Standard oder Business Premium nutzen.

Website-Widgets funktionieren nicht mehr

Mit dem Stichtag verlieren in Websites eingebettete Chat-Widgets ihre Funktion. Eingehende Besucheranfragen werden nicht mehr an Teams-Kanäle durchgereicht, sodass Unternehmen, die darüber bislang Kundenanfragen in Echtzeit entgegennahmen, auf diesen Kanal verzichten müssen. Ebenso entfällt die Möglichkeit, dass bis zu 25 Mitarbeiter gemeinsam in Echtzeit an solchen Chats zusammenarbeiten.

Bereits im August wurden neue Konfigurationen blockiert, sodass von der Abschaltung nur noch aktive, bestehende Bereitstellungen betroffen sind. Eine Verschiebung des Termins ist nach Angaben von Microsoft nicht vorgesehen.

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Administratoren müssen handeln

Für IT-Verantwortliche besteht unmittelbarer Handlungsbedarf: Das in Websites eingebettete Skript mit der Kennung „chatbot" muss bis zum 5. Oktober entfernt werden, da es nach Ablauf der Frist ohnehin funktionslos wird. Bestehende historische Chat-Aufzeichnungen und Transkripte bleiben davon unberührt – sie werden gemäß den Aufbewahrungsregeln von Microsoft 365 weiterhin gespeichert und bleiben zugänglich.

Microsoft verweist auf kostenpflichtige Alternativen

Als Ersatz für die wegfallende Funktion nennt Microsoft zwei eigene Produkte: Dynamics 365 Contact Center sowie Microsoft Copilot Studio. Beide Lösungen sind im Gegensatz zum bisherigen, in den genannten Microsoft-365-Paketen enthaltenen Echtzeit-Chat kostenpflichtig zu lizenzieren.

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Die Umstellung wird in der Branche als Versuch gewertet, Kunden stärker in Richtung kostenpflichtiger Support-Angebote über Dynamics 365 oder Copilot Studio zu lenken. Damit verbunden ist allerdings auch das Risiko, dass ein Teil der betroffenen Organisationen stattdessen zu alternativen Werkzeugen wie Slack oder Zoom wechselt, statt die von Microsoft vorgeschlagenen kostenpflichtigen Lösungen zu übernehmen.

Für Unternehmen, die den bisherigen Echtzeit-Chat produktiv einsetzen, bleibt damit wenig Zeit: Bis zum 5. Oktober müssen sie entscheiden, ob sie auf eine der von Microsoft angebotenen Alternativen umsteigen oder sich nach anderen Lösungen für die Kundenkommunikation über ihre Websites umsehen.

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