Microsoft-Update: 622 Lücken geschlossen, 3 Zero-Days gestoppt
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 20:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Insgesamt 622 Schwachstellen wurden behoben, 416 davon allein im Windows-Betriebssystem. Über 60 Lücken stuften die Entwickler als kritisch ein.
Besonders brisant: Drei Zero-Day-Lücken wurden entdeckt, von denen zwei bereits aktiv für Angriffe genutzt wurden. Eine davon steckt in den Active Directory Federation Services (AD FS) und erlaubt Angreifern mit geringen Rechten, Administratorzugriff zu erlangen.
Auch eine SharePoint-Schwachstelle (CVE-2026-56164) wurde bereits ausgenutzt. Eine dritte bekannte Lücke betrifft die Verschlüsselungssoftware BitLocker (CVE-2026-50661).
KI-Tool entdeckt 88 Prozent der Fehler
Bei der Identifizierung half ein KI-gestütztes Tool namens MDASH. Es soll eine Trefferquote von über 88 Prozent erzielt haben. Für Windows 11 bringt das Update zudem eine neue Funktion: „Point-in-Time Restore“ (PITR) setzt das System auf Schnappschüsse der letzten 72 Stunden zurück.
Experten raten, die Qualitätsupdates innerhalb von drei Tagen zu installieren.
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Zoom warnt vor Kontoübernahme
Parallel zu den Microsoft-Updates hat Zoom eine dringende Warnung herausgegeben. In den Windows-Clients wurden drei Sicherheitslücken entdeckt. Die gefährlichste (CVE-2026-53412) erreicht einen CVSS-Score von 9,8 – nahezu maximale Bedrohungsstufe.
Die Lücke ermöglicht unbefugten Dritten, Konten über das Netzwerk zu übernehmen. Eine Authentifizierung ist nicht nötig. Betroffen sind Versionen von Zoom Workplace vor 7.0.0 sowie verschiedene VDI-Clients und SDKs.
Aktive Angriffe sind zwar nicht bekannt. Ein sofortiges Update über das offizielle Download-Portal wird dennoch dringend empfohlen.
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Adobe und Browser-Hersteller ziehen nach
Adobe veröffentlichte Patches für 12 Produkte und schloss 88 Schwachstellen. Acht kritische Lücken wurden allein in ColdFusion behoben. Weitere schwerwiegende Fehler betrafen Adobe Commerce und den Experience Manager. Sie könnten eine unbefugte Codeausführung ermöglichen.
Google schloss 15 Sicherheitslücken in Chrome. Mozilla reagierte mit Firefox 152.0.6 auf öffentlich bekannte Exploit-Codes. Apple versorgte ältere macOS-Versionen mit einem stillen Hintergrund-Update für das Sicherheitstool XProtect.
Datenleck bei Energieversorger mahnt zur Vorsicht
Ein Hackerangriff auf einen Dienstleister des Energieversorgers Netze BW unterstreicht die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit. Kundendaten wie Namen, Adressen, Mailadressen und Zählernummern wurden entwendet.
Verbraucherschützer warnen vor einer Zunahme von Phishing-Mails und gefälschten Rechnungen. Auch wenn die Nachrichten korrekte persönliche Daten oder Fotos von Stromzählern enthalten: Bei unerwarteten Kontaktaufnahmen sollten Nutzer besonders skeptisch reagieren. Bankdaten sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht betroffen.
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