Microsoft-Zahlen, Azure

Microsoft-Zahlen am 28. Oktober: Azure soll um 45 Prozent wachsen

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 20:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Analysten erwarten 45 Prozent Azure-Wachstum; Microsofts Quartalszahlen erscheinen am 28. Oktober nach Börsenschluss.
Eine weitläufige Baustelle für großflächige Infrastrukturprojekte bei Dämmerung mit massiven Betonfundamenten und Stahlträgern. Illustration mit AI erstellt.

Am 28. Oktober nach Börsenschluss legt Microsoft die Geschäftszahlen für das erste Quartal des Fiskaljahres 2027 vor. Anleger und Branchenanalysten richten ihre Aufmerksamkeit vor der Veröffentlichung vor allem auf das anhaltende Wachstum der Cloud-Plattform Azure sowie die fortschreitende Monetarisierung der KI-Lösungen rund um Microsoft Copilot.

Erwartungen an Umsatz und Gewinn

Für das abgelaufene Auftaktquartal rechnen Analysten laut Markterhebungen mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,71 US-Dollar, was einem Anstieg von 14 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Einzelne Schätzungen liegen bei rund 4,70 US-Dollar, nachdem im vorangegangenen Quartal 4,74 US-Dollar erzielt worden waren. Innerhalb der vergangenen 30 Tage wurde der Gewinnerwartungskonsens um 0,4 Prozent angehoben.

Beim Umsatz liegt der Analystenkonsens zwischen 90,58 und 90,64 Milliarden US-Dollar. Dies entspräche einem Zuwachs von 16,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode, nach 18,0 Prozent GAAP-Umsatzwachstum im Vorjahr. Microsoft selbst hatte im Vorfeld eine Spanne von 89,85 bis 90,95 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt.

Bei den Segmenterlösen wird ein Produktumsatz von 17,94 Milliarden US-Dollar (plus 12,7 Prozent) sowie ein Bereich für Dienstleistungen und Sonstiges von 72,55 Milliarden US-Dollar (plus 17,5 Prozent) prognostiziert.

Die kurzfristig unverdienten Erlöse werden auf 65,30 Milliarden US-Dollar taxiert, verglichen mit 58,99 Milliarden US-Dollar im Vorjahr, während die langfristigen unverdienten Erlöse von 2,55 Milliarden auf 4,12 Milliarden US-Dollar steigen dürften.

Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und Infrastruktur

Parallel zu den Erlösen stehen die massiven Ausgaben für den Ausbau der Infrastruktur im Fokus. Die Prognosen für die Investitionsausgaben beziffern den Quartalswert auf rund 50 Milliarden US-Dollar nach rund 36 Milliarden US-Dollar im Vorquartal.

Weitere Berechnungen gehen von 46,6 Milliarden US-Dollar aus, nach 19,4 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das gesamte Kalenderjahr 2026 sind Projektionen von 175 Milliarden US-Dollar im Gespräch.

Analysten der Bank of America kalkulieren für das erste Quartal des Fiskaljahres 2027 mit Ausgaben inklusive Finanzierungsleasing in Höhe von 50,8 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 24 Prozent im Quartalsvergleich, sowie mit 220,7 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr.

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Microsoft baut pro Quartal rund 1 Gigawatt an neuer Rechenzentrumskapazität auf, um einen kommerziellen Auftragsbestand von 678 Milliarden US-Dollar abzuarbeiten. Dieser Bestand stieg zuletzt um 84 Prozent, bereinigt um Zusagen für OpenAI um 25 Prozent.

Dynamik bei Azure und KI-Anwendungen

Für die Cloud-Plattform Azure stellt der Konzern währungsbereinigt ein Wachstum von 45 Prozent für das Quartal in Aussicht, während Analysten im Vorfeld rund 41 Prozent veranschlagt hatten.

Die Bank of America rechnet mit einem währungsbereinigten Azure-Plus von 44,8 Prozent auf 32,3 Milliarden US-Dollar. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte Azure ein Plus von 41 Prozent verbucht und erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz überschritten.

Bei den KI-Anwendungen meldete der Konzern zuletzt mehr als 30 Millionen bezahlte Plätze für Microsoft 365 Copilot, während GitHub Copilot auf 50 Millionen Nutzer kam.

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Laut einer Befragung von IT-Führungskräften durch die Bank of America nutzen oder planen 76,7 Prozent der befragten CIOs den Einsatz von Copilot; 88,4 Prozent würden sich bei Cloud-KI-Lösungen voraussichtlich für Microsoft entscheiden.

Um die Recheneffizienz zu steigern, setzt das Unternehmen neben zugekaufter Hardware auf eigene Entwicklungen wie den Chip Maia 200, dem 2027 die Serienproduktion von Maia 300 folgen soll.

Branchenanalyst Mandeep Singh von Bloomberg Intelligence merkte hierzu an, dass die hauseigenen Halbleiter von Microsoft gegenwärtig noch weit hinter den führenden Komponenten von Nvidia oder Alphabet zurückblieben.

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