MigrÀne-Behandlung: Heilpraktikerin startet digitale Sprechstunde ab Juli
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 06:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Fachleute sehen darin eine Reaktion auf Personalmangel und SparmaĂnahmen.
Heilpraktikerin startet Online-Sprechstunde
Seit dem 11. Juli 2026 bietet die Heilpraktikerin Marion Junck eine digitale Sprechstunde fĂŒr MigrĂ€ne-Patienten an. Die rund 30-minĂŒtige Beratung kostet 79 Euro und setzt auf ganzheitliche Ursachenforschung. Neben körperlichen Faktoren stehen mentale und emotionale Auslöser im Fokus.
Das Angebot richtet sich an Patienten, die eine individuelle Begleitung suchen. Ohne lange Wartezeiten in PrÀsenzpraxen ergÀnzen solche privaten Initiativen das bestehende System.
Apotheken werden zur Arztpraxis
Ein wichtiger Schritt zur flĂ€chendeckenden Versorgung kam zum 1. Juli 2026. Seitdem ist die sogenannte assistierte Telemedizin in Apotheken erlaubt. Patienten können in separaten RĂ€umen Ă€rztliche Videosprechstunden wahrnehmen â das Personal hilft bei der Technik.
In DĂŒsseldorf lĂ€uft das Konzept in der Apotheke Deiker Höfe bereits. Die Telemedizin-Boxen haben integrierte MessgerĂ€te fĂŒr Blutdruck und Puls. Die Kosten ĂŒbernehmen die Krankenkassen.
Der Einsatz digitaler Diagnosetools und Videoberatungen unterliegt strengen regulatorischen Vorgaben, wie sie auch der neue EU AI Act fĂŒr softwarebasierte Systeme vorsieht. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Ăberblick, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklĂ€rt
Der Deutsche Apothekerverband (DAV) rechnet in den kommenden Monaten mit einem bundesweiten Aufbau. Einige hundert Apotheken machen den Anfang. Hersteller wie Medivise berichten von hoher Nachfrage nach der Technik.
Spardruck treibt Digitalisierung voran
Die digitale Wende kommt nicht freiwillig. Der Bundestag beschloss am 10. Juli 2026 das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Es koppelt die VergĂŒtung von Ărzten an die Grundlohnrate und streicht bestimmte extrabudgetĂ€re Leistungen.
Markus Blumenthal-Beier, Vorsitzender des HausĂ€rztinnen- und HausĂ€rzteverbandes, warnte vor massiven KĂŒrzungsprogrammen. Dr. Stephan Brune von der KassenĂ€rztlichen Vereinigung Niedersachsen sieht Telemedizin als Entlastung fĂŒr die Praxen. Auch KĂŒnstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung â etwa bei der Auswertung von EKG-Daten oder in der Mammografie.
Da medizinische KI-Systeme oft als Hochrisiko-Anwendungen eingestuft werden, mĂŒssen Anbieter und Anwender neue gesetzliche Dokumentationspflichten genau beachten. Dieser kostenlose Report klĂ€rt auf, welche rechtlichen Pflichten und Bedrohungen Unternehmer jetzt kennen mĂŒssen. Neue KI-Gesetze, neue Cyberrisiken: Was kommt wirklich auf Ihr Unternehmen zu?
VersorgungslĂŒcken zeichnen sich ab
Die Kombination aus demografischem Wandel und strengeren Budgetierungen gefĂ€hrdet die flĂ€chendeckende Versorgung. Besonders in lĂ€ndlichen Regionen zeigen sich personelle EngpĂ€sse â wie im Regionalen Versorgungszentrum Nordholz.
Kritiker des Spargesetzes, darunter der Hebammenverband und Vertreter der Kinderheilkunde, befĂŒrchten DeckungslĂŒcken und eine zunehmende Berufsflucht. Digitale Lösungen und assistierte Angebote in Apotheken gelten vor diesem Hintergrund als zentrale Bausteine. Sie sollen den Zugang zu medizinischer Expertise trotz sinkender Praxisdichte sichern.
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