ModHeader-Skandal: 1,6 Millionen Nutzer von Spionage betroffen
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 18:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Tool mit rund 1,6 Millionen Downloads stand im Verdacht, Spionagefunktionen zu enthalten. In Version 7.0.18 fanden Experten versteckten Code, der den Browserverlauf auslesen und per AES-256-GCM-VerschlĂŒsselung ĂŒbertragen konnte.
Microsoft zog die Erweiterung bereits am 3. Juli aus dem Store, Google folgte am 10. Juli. Die Spionagefunktion war zum Zeitpunkt der Entdeckung zwar inaktiv â die nötige Freigabeliste enthielt keine EintrĂ€ge. Dennoch stuften die Unternehmen das Risiko als kritisch ein.
Der Fall zeigt: Auch Erweiterungen aus offiziellen Quellen können nachtrÀglich durch Updates mit schÀdlichen Funktionen ausgestattet werden.
Quishing: GefÀlschte QR-Codes an Parkuhren und LadesÀulen
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Neben digitalen Downloads rĂŒcken physische Zugangspunkte in den Fokus von BetrĂŒgern. Unter dem Begriff Quishing verbreiten Angreifer manipulierte QR-Codes, die auf Phishing-Seiten leiten.
In der Schweiz meldete die Polizei in Zug gefĂ€lschte QR-Codes an Parkuhren in der Allmendstrasse. Sie fĂŒhrten Nutzer auf betrĂŒgerische Seiten zur Erfassung von Zahlungsdaten.
Ăhnliche FĂ€lle gibt es in Deutschland: GefĂ€lschte Briefe im Namen der Deutschen Bank, manipulierte Codes an E-Auto-LadesĂ€ulen oder auf vermeintlichen Strafzetteln. Die Sicherheitsbehörden raten, QR-Codes nur aus vertrauenswĂŒrdigen Quellen zu scannen und fĂŒr Zahlungen ausschlieĂlich offizielle Apps zu verwenden.
Phishing-Kampagnen mit emotionalen Fallen
Seit Anfang des Jahres kursieren auf Facebook Berichte ĂŒber angebliche KindesentfĂŒhrungen. Die BeitrĂ€ge nutzen emotionalisierende Bilder und fĂŒhren beim Klick auf eine Phishing-Seite. Ziel ist der Diebstahl von Zugangsdaten.
Die Deutsche Telekom warnt zudem vor einer neuen Masche nach Smartphone-DiebstĂ€hlen. TĂ€ter geben sich als ehrliche Finder aus und versuchen, ĂŒber geschickte GesprĂ€chsfĂŒhrung Passwörter zu erlangen. Ziel ist die Entsperrung der GerĂ€te fĂŒr den Weiterverkauf. Das Unternehmen empfiehlt, keine sensiblen Daten preiszugeben und gestohlene GerĂ€te sofort ĂŒber offizielle KanĂ€le sperren zu lassen.
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Juli-Patchday: Microsoft schlieĂt 570 SicherheitslĂŒcken
Microsoft hat im Rahmen seines Juli-Patchdays 570 SicherheitslĂŒcken geschlossen, 59 davon als kritisch eingestuft. Besonders brisant: Eine Schwachstelle in Copilot (CVE-2026-48561) erreichte einen CVSS-Wert von 9,6. Auch fĂŒr SharePoint wurden mehrere kritische LĂŒcken gemeldet, die bereits aktiv fĂŒr den Diebstahl von MaschinenschlĂŒsseln ausgenutzt werden.
Samsung hat ebenfalls seinen Sicherheitspatch fĂŒr Juli ausgerollt. Er adressiert 57 Schwachstellen und betrifft GerĂ€te ab der Galaxy S26-Serie mit Android 14 bis 16.
NIS2-Frist lĂ€uft: Unternehmen mĂŒssen sich bis 31. Juli registrieren
Unternehmen in Deutschland haben noch bis zum 31. Juli Zeit, sich im Rahmen der NIS2-Richtlinie beim Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu registrieren. Wer die Frist verpasst, riskiert BuĂgelder.
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