Montageoptimierung: Ergonomische Systeme bringen 15% ProduktivitÀt
12.06.2026 - 06:43:49 | boerse-global.de
Die Kombination aus individualisierbaren Betriebsmitteln, ergonomischen ArbeitsplĂ€tzen und digitaler Materialversorgung erschlieĂt neue ProduktivitĂ€tspotenziale in Werkstatt und Montage. Das zeigen aktuelle Entwicklungen aus dem Juni 2026.
Neue 3D-Druck-Lösungen fĂŒr den Werkstattalltag
Der 3D-Druck wird fĂŒr funktionale Bauteile im industriellen Alltag immer praktikabler. Mitte Juni prĂ€sentierte AM Solutions mit der S1 Basic eine kompakte Strahlanlage. Sie ist speziell fĂŒr die automatisierte Reinigung und OberflĂ€chenbearbeitung von 3D-gedruckten Polymerbauteilen ausgelegt â genau das, was bei der Herstellung individueller Betriebsmittel in kleineren LosgröĂen gebraucht wird.
Bei der EinfĂŒhrung neuer Fertigungsverfahren wie dem 3D-Druck mĂŒssen auch die ArbeitsschutzmaĂnahmen angepasst werden. Dieser kostenlose Report hilft Ihnen dabei, rechtssichere GefĂ€hrdungsbeurteilungen fĂŒr neue Prozesse schnell und einfach zu erstellen. Rechtssichere GBU-Vorlagen jetzt kostenlos herunterladen
Parallel dazu treibt die Branche die Standardisierung voran. Die Schweizer Spherene AG trat dem 3MF Consortium bei, um ihre Technologie fĂŒr adaptive Innenstrukturen in den Standard einzubringen. Ziel: prĂ€zisere funktionale Geometrien bei kleineren DateigröĂen. Das erleichtert den Einsatz in der Luftfahrt oder Medizintechnik.
Auch die Forschung investiert: An der HTWK Leipzig wurde am 10. Juni ein neues Labor fĂŒr Multimaterial-3D-Druck eingeweiht. Es widmet sich unter anderem der Entwicklung funktionaler OberflĂ€chen.
Montageumgebungen: 15 Prozent mehr ProduktivitÀt
Systematisch optimierte ArbeitsplÀtze zahlen sich messbar aus. Laut RK Rose+Krieger lassen sich mit ergonomischen Arbeitsplatzsystemen auf modularer Basis ProduktivitÀtssteigerungen von 5 bis 15 Prozent erzielen. Der Grund: elektrisch höhenverstellbare HubsÀulen und anpassbare Winkel reduzieren körperliche Belastungen.
Die ELESTA GmbH bestĂ€tigt den Trend. Durch modulare Arbeitsplatzsysteme und Kanban-basierte Materialversorgung sanken die tĂ€glichen Prozesszeiten um 60 Minuten. Pro Arbeitsplatz wurde zudem 20 Prozent FlĂ€che eingespart â bei gleichzeitig besserer QualitĂ€t.
Ergonomische Optimierungen sind ein zentraler Bestandteil des Arbeitsschutzes, doch viele Unternehmen machen bei der Dokumentation folgenschwere Fehler. Erfahren Sie in diesem Gratis-Leitfaden, wie Sie die 7 hĂ€ufigsten IrrtĂŒmer bei der GefĂ€hrdungsbeurteilung vermeiden und die Sicherheit Ihrer Belegschaft garantieren. Kostenlosen GBU-Experten-Report sichern
Dazu kommen detaillierte Materialflussanalysen. Rainer Schulz von Sysmat erklĂ€rt: Wer reale Materialbewegungen und EngpĂ€sse erfasst, senkt die Durchlaufzeiten im Lager oft um 20 bis 50 Prozent. Und das ohne groĂe Neuinvestitionen.
Automatisierung erobert die Werkstatt
Routineaufgaben wandern zunehmend an Maschinen. Die Auto Kitting Station von Fuji etwa bestĂŒckt SMT-BestĂŒckungsmaschinen vollautomatisch mit Gurtrollen. In Kombination mit autonomen mobilen Robotern (AMR) und smarten Lagersystemen minimiert sie den manuellen RĂŒstaufwand.
Auch im AuĂendienst und bei der Instandhaltung halten digitale Lösungen Einzug. Neue Systeme zur mobilen Ersatzteilversorgung lassen Techniker Materialbewegungen direkt beim Einsatz erfassen. Laut COSYS und Honeywell sorgt das fĂŒr mehr Transparenz bei FahrzeugbestĂ€nden und reduziert FehlbestĂ€nde sowie unnötige Fahrten.
In der GroĂserie zeigt die Privatmolkerei Bauer, wie Cobots ohne SchutzzĂ€une im Drei-Schicht-Betrieb palettieren. Die Taktzeiten bleiben stabil, die Mitarbeiter werden entlastet.
