Montana, Haustropfen

Montana Haustropfen: Pflanzliche Rezeptur hilft seit 99 Jahren bei Verdauungsbeschwerden

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 08:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Montana Haustropfen liefern rund 30 Prozent von Pharmontas Jahresumsatz von etwa 10 Millionen Euro.

Pharmonta: Montana Haustropfen seit 99 Jahren am Markt
Verschiedene getrocknete HeilkrĂ€uter wie Enzianwurzel und Hopfenzapfen auf einem rustikalen Holztisch bei natĂŒrlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Pflanzliche Rezepturen besitzen in der Behandlung funktioneller Magen- und Darmbeschwerden eine lange Tradition. Zu den traditionsreichen Vertretern im österreichischen Markt zÀhlen die Montana Haustropfen des Herstellers Pharmonta mit Sitz im steirischen Gratwein.

Wie eine Auswertung der Unternehmensgeschichte anlÀsslich eines Medienberichts vom 30. September 2026 zeigt, wird das pflanzliche Mittel seit mittlerweile 99 Jahren bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

Die ArzneispezialitĂ€t blickt auf eine behördliche Erfassung zurĂŒck, die bis in die 1920er-Jahre reicht: Im Jahr 1927 wurde das PrĂ€parat unter der Nummer 2637 beim zustĂ€ndigen Gesundheitsministerium registriert. Damit steht fĂŒr das Produkt im Jahr 2027 das hundertjĂ€hrige Bestehen bevor.

Pflanzliche Wirkstoffe und wirtschaftliche Relevanz

Die Zusammensetzung des PrĂ€parats basiert auf einem spezifischen FlĂŒssigextrakt aus mehreren traditionell genutzten Arzneipflanzen. In der standardisierten Mischung sind Hopfenzapfen, Enzianwurzel, Zimtrinde, Bitterorangenschale, KĂŒmmel, Löwenzahnwurzel sowie Pfefferminzöl enthalten. Bitterstoffe und Ă€therische Öle dieser Pflanzen dienen vor allem der Anregung der VerdauungssĂ€fte und der Linderung von VöllegefĂŒhl.

Innerhalb der geschĂ€ftlichen Kennzahlen des Unternehmens bildet dieses Kernprodukt das wirtschaftliche RĂŒckgrat. Der pflanzliche FlĂŒssigextrakt erwirtschaftet nach Unternehmensangaben circa 30 Prozent des Gesamtumsatzes von Pharmonta, der sich jĂ€hrlich auf rund 10 Millionen Euro belĂ€uft.

Trotz einer wachsenden Konkurrenz auf dem Markt fĂŒr pflanzliche Magen-Darm-PrĂ€parate nimmt die traditionsreiche Rezeptur damit nach wie vor die Spitzenposition im Verkauf des Herstellers ein.

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Standortentwicklung und das aktuelle Produktionsportfolio

Der wirtschaftliche Erfolg des PrĂ€parats trug in den vergangenen Jahren wesentlich zu den Investitionen am Standort bei. Vor fĂŒnf Jahren investierte Pharmonta 12 Millionen Euro in einen Neubau am Murfeld in Gratwein-Straßengel. In der modernen FertigungsstĂ€tte bildet die Herstellung des pflanzlichen Klassikers zwar einen Schwerpunkt, ist jedoch in ein breiter gefĂ€chertes Portfolio eingebettet.

Insgesamt umfasst die laufende Produktion von Pharmonta sieben bis acht Hauptprodukte sowie ein Sortiment von rund 100 verschiedenen Arzneimitteln, NahrungsergÀnzungsmitteln, Salben und Kosmetika. Nach den Magen- und Verdauungstropfen rangiert das PrÀparat Ginkgo Lecithin plus als zweiterfolgreichstes Produkt des Betriebes. An dritter Stelle folgt der Hustensaft Stillax, den Pharmonta im Segment der Lohnherstellung produziert.

Mediale Einordnung im Vorfeld des 100-jÀhrigen Bestehens

Traditionelle Arzneimittelmarken stehen zunehmend im Fokus der industriellen Betrachtung, da sie sich oft ĂŒber Jahrzehnte hinweg am Markt behaupten. Diese KontinuitĂ€t spiegelt sich auch im öffentlichen Interesse wider: Am 1. Oktober widmet sich der Sender Servus TV ab 20.15 Uhr im Rahmen der Reihe „Herzensmarken“ dem Werdegang des steirischen Traditionsunternehmens.

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Mit Blick auf das im Jahr 2027 anstehende hundertjÀhrige JubilÀum der behördlichen Registrierung zeigt sich, dass bewÀhrte pflanzliche Rezepturen auch im modernen pharmazeutischen Umfeld einen festen Platz einnehmen.

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