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MSN Weather bremst Windows 11: App nutzt fünfmal mehr RAM als macOS

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 01:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Windows-11-Wetter-App verbraucht bis zu 1,6 GB RAM und belastet Systeme stark. Microsoft sucht noch nach einer Lösung.

Windows 11 Wetter-App: Hoher RAM-Verbrauch bremst Systeme aus
Ein moderner Schreibtisch mit einem geöffneten Laptop in einem hellen, professionellen Arbeitsumfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit von Windows 11 zeigen erhebliche Schwachstellen bei der integrierten Wetter-Anwendung (MSN Weather). Berichten zufolge führt die App zu spürbaren Systemverlangsamungen, da sie ungewöhnlich große Mengen an Arbeitsspeicher (RAM) beansprucht. Damit gerät eine Kernkomponente des Betriebssystems in die Kritik, die eigentlich die tägliche Produktivität unterstützen soll.

Massive RAM-Auslastung in Tests nachgewiesen

Technische Analysen vom 10. August 2026 belegen das Ausmaß der Ressourcenbeanspruchung. In Tests wurde festgestellt, dass die Wetter-App bereits im Leerlauf mehr als 1,2 GB RAM verwendet. Während der aktiven Navigation innerhalb der Anwendung stieg dieser Wert auf bis zu 1,6 GB an. Bereits am Vortag, dem 9. August 2026, dokumentierten Experten ähnliche Spitzenwerte von über 1,2 GB im Ruhezustand und bis zu 1,6 GB bei aktiver Nutzung.

Besonders betroffen sind Systeme mit einer Gesamtkapazität von 8 GB Arbeitsspeicher. Hier belegt die App allein etwa 20 % der verfügbaren Ressourcen. Andere Marktbeobachtungen gehen von einer Belastung von mindestens 10 % auf entsprechenden Geräten aus. Üblicherweise belege die Anwendung rund 800 MB RAM, was jedoch bereits deutlich über dem Bedarf vergleichbarer Anwendungen liegt. Ein direkter Branchenvergleich verdeutlicht die Diskrepanz: Die Wetter-App von macOS benötigt lediglich 246,7 MB, womit die Microsoft-Lösung etwa das Fünffache an Speicherplatz beansprucht.

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Technischer Unterbau und Werbeeinblendungen in der Kritik

Als eine der Hauptursachen für den hohen Ressourcenbedarf gilt die Architektur der Anwendung. Die Wetter-App basiert auf WebView2 und Chromium-Technologie. Zudem integriert Microsoft Werbeinhalte in die Benutzeroberfläche. So werden innerhalb der App Anzeigen von Drittanbietern wie Spotify oder dem Finanzdienstleister LendingTree eingeblendet. Diese Kombination aus Web-Technologie und Werbe-Infrastruktur scheint die Effizienz der Software negativ zu beeinflussen.

Die aktuelle Situation belastet zudem die strategische Ausrichtung des Softwarekonzerns. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass der übermäßige Ressourcenverbrauch die Effizienzinitiative untergräbt, die Microsoft ursprünglich für Windows 11 ausgerufen hatte. Während andere Systemkomponenten bereits modernisiert wurden – so basiert beispielsweise der Dialog für Datei-Eigenschaften mittlerweile auf dem neueren WinUI-3-Framework – steht eine entsprechende Aktualisierung für die Wetter-App noch aus.

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Microsofts Reaktion und vorläufige Lösungen

Microsoft ist die Problematik bekannt. Das Unternehmen untersucht derzeit die genauen Ursachen für den übermäßigen Speicherverbrauch. Ein offizieller Fix oder ein stabilisierendes Update wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht veröffentlicht. Das Unternehmen plant zwar langfristig einen vollständigen Umbau der Wetter-App auf Basis von WinUI, konkrete Termine für die Umsetzung dieser Architekturänderung liegen jedoch noch nicht vor.

Solange keine offizielle Korrektur durch den Hersteller erfolgt, raten Fachleute zu Behelfslösungen. Ein vorgeschlagener Workaround ist die Nutzung des Webbrowsers Edge in Kombination mit dem Werbeblocker uBlock Origin, um Wetterinformationen abzurufen. Diese Methode beanspruche lediglich etwa 130 MB RAM und stelle somit eine deutlich ressourcenschonendere Alternative zur vorinstallierten Windows-App dar. Nutzer, die auf eine flüssige Systemperformance angewiesen sind, könnten so die Belastung ihres Arbeitsspeichers erheblich reduzieren, bis Microsoft eine optimierte Version der Anwendung bereitstellt.

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