Muse, Brain

Muse Brain Age: EEG-Stirnband schÀtzt das Gehirnalter mit 3,8 Jahren Abweichung

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 21:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Muse Brain Age verbindet EEG-Daten mit kognitiven Tests und dient der langfristigen persönlichen Beobachtung, nicht der Diagnose.

Interaxon ergÀnzt Muse-Stirnband um EEG-basierte Gehirnalter-SchÀtzung
Abstraktes, minimalistisches Forschungs-Labor mit angedeuteten neuronalen Strukturen in einer ruhigen, hellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Das Thema Gehirngesundheit rĂŒckt zunehmend in das Blickfeld des allgemeinen Gesundheitsbewusstseins. Laut dem Bericht Alzheimer's Association Facts and Figures aus dem Jahr 2026 halten 99 Prozent der US-Amerikaner ab 40 Jahren die geistige Fitness fĂŒr mindestens so wichtig wie die körperliche, wĂ€hrend zugleich lediglich 9 Prozent angeben, viel darĂŒber zu wissen.

Vor diesem Hintergrund erweitert Interaxon sein Produktangebot rund um das Muse-Stirnband um die Funktion Muse Brain Age. Das System liefert einen wöchentlichen, auf Elektroenzephalografie (EEG) basierenden Gehirnalter-Wert. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich dabei um die einzige Verbrauchermessung, die direkt erfasste GehirnaktivitÀt als Grundlage heranzieht.

Wissenschaftliche Basis und Modellierung

Die Berechnung basiert auf einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Imaging Neuroscience, fĂŒr die mehr als 5.200 Aufzeichnungen von Nutzern im Alter von 18 bis 81 Jahren ausgewertet wurden. Das zugrundeliegende Berechnungsmodell arbeitet mit 300 Millionen Parametern, verglichen mit 3.300 Parametern im Jahr 2024. Durch das EEG-Modell konnte der mittlere absolute Fehler um 47 Prozent gesenkt werden, wĂ€hrend zusĂ€tzliche kognitive Tests eine weitere Reduktion um 13 Prozent erzielten.

Bei Testpersonen außerhalb der Modellentwicklung wichen die SchĂ€tzungen im Schnitt um etwa 3,8 Jahre vom tatsĂ€chlichen Alter ab. Typischerweise schwankt der berechnete Wochenwert um ungefĂ€hr 1,9 Jahre. Ausgegeben wird das Resultat als Abweichung in Jahren, bezeichnet als Brain-Age-Gap.

Sensorik und Anforderungen an die Erfassung

FĂŒr die Erfassung nutzt das Stirnband vier Trockenelektroden, die an der Stirn sowie hinter den Ohren positioniert sind. Neben den EEG-Signalen fließen vier kognitive Tests in die Auswertung ein. Diese ĂŒberprĂŒfen die Reaktions- und Verarbeitungsgeschwindigkeit, das rĂ€umliche GedĂ€chtnis, die Impulskontrolle sowie die selektive Aufmerksamkeit.

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Um die erste Auswertung zu erstellen, mĂŒssen Anwender an sieben Tagen jeweils mindestens zehn Minuten lange Sitzungen mit geschlossenen Augen absolvieren und die vier kognitiven Tests durchfĂŒhren. FĂŒr fortlaufende Analysen genĂŒgen im Anschluss Sitzungen an drei Tagen pro Woche. Eine Aktualisierung der Werte erfolgt jeweils montags.

Grenzen der Aussagekraft und Bereitstellung

Das Unternehmen betont, dass Muse Brain Age kein diagnostischer Test ist. Eine Demenz oder ein kognitiver Abbau lassen sich mit der Anwendung nicht feststellen. Das System dient primĂ€r der persönlichen Nachverfolgung ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume.

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Die EinfĂŒhrung in den entsprechenden Apps fĂŒr iOS und Android ist ab dem 19. Oktober 2026 vorgesehen und soll bis zum 26. Oktober 2026 fĂŒr alle Nutzer abgeschlossen sein. Kompatibel sind die Modelle Muse 2, Muse S sowie Muse S Athena.

WĂ€hrend die erste Auswertung kostenlos zur VerfĂŒgung steht, sind weitere wöchentliche Werte, VerlaufsĂŒbersichten und Detailanalysen an das Abonnement Muse Premium gebunden. Preislich liegt das Bundle fĂŒr das Muse 2 bei 314,00 Euro, wĂ€hrend fĂŒr das Muse S Athena 499,00 Euro anfallen.

Mehr zum Thema bei Caschys Blog: „Muse: Neues Feature Brain Age schĂ€tzt das Alter des Gehirns“

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