Muse, Charm

Muse Charm: Meta stellt KI-Wearable mit 5G und Fingerabdrucksensor vor

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 15:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Meta stellte einen kompakten KI-Begleiter vor und kündigte Opt-out für Bilddaten sowie weitere Muse-Funktionen an.

Meta präsentiert Muse Charm und neue Datenschutzoptionen für KI-Brillen
Ein minimalistischer, modern gestalteter Raum mit klaren architektonischen Linien und natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Auf der Connect-Konferenz hat Meta-Chef Mark Zuckerberg mit Muse Charm ein neues KI-Wearable vorgestellt und zugleich weitreichende Neuerungen für den Datenschutz angekündigt.

Das Gerät ist als handtellergroßer Begleiter konzipiert, der an Schlüsselanhängern oder Taschen befestigt werden kann. Parallel dazu führt der Konzern eine Opt-out-Option ein, mit der Nutzer der Verwendung ihrer Bilddaten für das Training künstlicher Intelligenz widersprechen können.

Muse Charm als kompakter KI-Begleiter

Das neue Hardware-Produkt Muse Charm verfügt über einen 5 Zentimeter (2 Zoll) großen Bildschirm und ein integriertes 5G-Modem. Obwohl eine Mobilfunkverbindung besteht, sind herkömmliche Telefonate mit dem Gerät nicht möglich. Die Bedienung erfolgt ohne den Umweg über ein Smartphone oder eine App: Ein integrierter Fingerabdrucksensor startet das Gespräch mit dem KI-Agenten Muse, der auf dem Display als Avatar visualisiert wird.

Die Auslieferung des Wearables ist für die Feiertage im Dezember 2026 geplant. Während Details zur Preisgestaltung und zur konkreten Serveranbindung noch ausstehen, befindet sich das Layout der internen Komponenten laut Unternehmensangaben in der finalen Abstimmung.

Branchenanalysten sehen in dem nostalgisch anmutenden Design ein Potenzial, insbesondere jüngere Nutzergruppen anzusprechen. Damit hebt sich das Konzept von früheren KI-Handhelds ab, die sich am Markt nicht behaupten konnten.

Neue Datenschutz-Optionen für smarte Brillen

Im Bereich der Privatsphäre kündigte Meta eine wichtige Änderung für die kamerabasierten Interaktionen mit Meta AI auf Smart Glasses an. Nutzer erhalten künftig die Möglichkeit, visuelle Daten per Opt-out vom KI-Training auszuschließen.

In diesem Fall werden die aufgenommenen Bilder lediglich zur Beantwortung der jeweiligen Anfrage genutzt und im Anschluss gelöscht. Eine Überprüfung durch externe Auftragnehmer oder eine Nutzung zur Produktverbesserung findet dann nicht statt.

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Ohne diesen Widerspruch konnten solche Aufnahmen bislang von Dienstleistern im Ausland gesichtet und als Trainingsdaten markiert werden. Die Audio-Interaktionen bleiben von dieser neuen Regelung jedoch unberührt und werden weiterhin für das Training verwendet. Ergänzend dazu soll ein neues Verfahren namens „Private Processing“ zunächst die Live-Übersetzungen auf den Brillen schützen.

Ausbau des Muse-Ökosystems und Hardware-Erweiterungen

Der KI-Agent Muse, der auf dem Modell Muse Spark basiert, verzeichnet laut Zuckerberg bereits Millionen von Nutzern und ist seit Kurzem auch in Kanada verfügbar. In den kommenden Monaten soll der Funktionsumfang um Live-Videochats, Echtzeit-Sprachgespräche mit anpassbaren Stimmen und individuelle E-Mail-Adressen für die Agenten erweitert werden.

Zudem ist eine Computersteuerung für den Mac geplant, die es Muse ermöglicht, Anwendungen mit Erlaubnis des Nutzers zu bedienen. Eine vertrauliche virtuelle Maschine (VM) soll dabei sicherstellen, dass selbst Meta kein Zugriff auf diese Daten gewährt wird.

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Im Hardware-Sektor wurde zudem die kamerafreie „Ray-Ban Meta Audio“ vorgestellt. Diese wiegt 43 Gramm und soll ab dem 13. Oktober 2026 für 349 US-Dollar erhältlich sein. Die Brille bietet bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit und unterstützt Musik sowie Sprachübersetzungen. Fachleute äußerten jedoch Kritik an der Audio-Aufnahmefunktion, da für Umstehende kein klares Aufnahmesignal erkennbar ist.

Die Ray-Ban Meta Gen 3 mit 12-Megapixel-Kamera wird für 449 US-Dollar angeboten. Darüber hinaus wurden weitere Modelle wie die Lisa-Reihe ab 399 US-Dollar und die Adventurer-Modelle ab 249 US-Dollar angekündigt.

Für das Frühjahr 2027 stellte Meta zudem eine leichtere VR-Brille für 1.299 US-Dollar in Aussicht, die durch die Auslagerung von Recheneinheit und Akku in ein externes Gehäuse lediglich 100 Gramm wiegen soll.

Für die Anbindung von Dienstleistungen konnte Meta bereits Partner wie Walmart, Sephora, Wayfair und Expedia gewinnen. Weitere Integrationen mit Stripe, Shopify und PayPal sind geplant. Die Resonanz in der Entwicklergemeinde ist laut internen Angaben hoch: Innerhalb von weniger als einer Woche seien über 1.500 Bewerbungen für die Erstellung eigener Schnittstellen eingegangen.

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