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Muse Spark 1.1: Metas KI schlägt Googles Gemini in Code-Tests

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 16:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Metas neues KI-Modell schlägt Googles Gemini 3.6 Flash in wichtigen Tests und ist zudem günstiger. Die Konkurrenz im KI-Wettlauf verschärft sich.

Metas Muse Spark 1.1 übertrumpft Googles Gemini 3.6 Flash in Benchmarks
Digitale Visualisierung eines neuronalen KI-Netzwerks mit leuchtenden Knoten und Datenströmen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der KI-Wettlauf zwischen den Tech-Giganten spitzt sich zu. Metas neues Modell Muse Spark 1.1 hat Googles leichtgewichtigen Konkurrenten Gemini 3.6 Flash in wichtigen Benchmarks überflügelt – und das nur einen Tag nach dessen Markteinführung.

Klare Siege bei Code und Wissen

Die am Dienstag und Mittwoch veröffentlichten Benchmark-Ergebnisse zeigen ein deutliches Bild: In 17 gemeinsamen Tests führte Muse Spark 1.1 in den Kategorien Programmierung, Wissen und multimodale Aufgaben. Besonders deutlich fiel der Vorsprung beim DeepSWE 1.1-Test aus (53,3 Prozent zu 49 Prozent) sowie bei SWE-Bench Pro (61,5 zu 58,7 Prozent) und Terminal-Bench 2.1 (80 zu 78 Prozent).

Google behielt lediglich bei agentischen Aufgaben und spezifischen Betriebssystem-Tests die Nase vorn. Im OSWorld-Verified erzielte Gemini 3.6 Flash 83 Prozent, Muse Spark 1.1 kam auf 80,8 Prozent. Der Artificial Analysis Intelligence Index bescheinigt beiden Modellen mit 51 zu 50 Punkten nahezu Gleichstand.

Der Preisvorteil von Meta

Für Entwickler dürfte vor allem ein Punkt interessant sein: Muse Spark 1.1 ist deutlich günstiger. Pro Token kostet das Meta-Modell rund 1,5- bis 1,6-mal weniger als das Google-Pendant. Konkret verlangt Meta 1,25 Euro pro Million Input-Tokens und 4,25 Euro pro Million Output-Tokens – Google berechnet 1,50 Euro für Input und 7,50 Euro für Output. Beide Modelle bieten ein Kontextfenster von einer Million Tokens, doch Muse Spark 1.1 erlaubt mit bis zu 131.000 Tokens die doppelte Ausgabekapazität von Gemini 3.6 Flash (65.000 Tokens).

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Metas neue Superintelligence-Division

Muse Spark 1.1 ist das erste Modell aus Metas neuem Superintelligence Labs (MSL). Die Sparte wird von Alexandr Wang geleitet, der nach der Übernahme von Scale AI für über 13 Milliarden Euro zu Meta stieß. Wang kommentierte die Benchmark-Ergebnisse auf sozialen Medien und stellte die Position der Gemini-Serie infrage.

Die Entwicklung von Muse Spark 1.1 dauerte weniger als ein Jahr. Parallel brachte Meta ein Begleitmodell namens Muse Image auf den Markt – deaktivierte den Bildgenerator jedoch kurz nach dem Start wegen Datenschutzbedenken.

Google setzt auf Spezialisierung

Die Benchmark-Konkurrenz folgte auf Googles Veröffentlichung gleich dreier spezialisierter Modelle am Dienstag: Gemini 3.6 Flash, 3.5 Flash-Lite und 3.5 Flash Cyber. Die Standardversion 3.6 Flash benötigt 17 Prozent weniger Output-Tokens als der Vorgänger. Flash-Lite erreicht 350 Output-Tokens pro Sekunde und kostet nur 0,30 Euro pro Million Input-Tokens. Das dritte Modell, Flash Cyber, bleibt über die Plattform CodeMender Regierungsbehörden vorbehalten.

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Die Spitze bleibt außer Reichweite

Trotz der Erfolge gegen Googles Flash-Reihe: Sowohl Muse Spark 1.1 als auch Gemini 3.6 Flash liegen noch hinter den Flaggschiff-Modellen von OpenAI und Anthropic sowie chinesischen Modellen wie GLM-5.2 und Kimi K3. Google hat zudem weitere Verzögerungen für sein Top-Modell Gemini 3.5 Pro bestätigt – Grund sind anhaltende Probleme bei der Code-Performance. Das Unternehmen hat bereits mit dem Pre-Training für die nächste Generation, die Gemini 4-Architektur, begonnen.

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