MyChart, UConn

MyChart bei UConn Health: Patientenportal überschreitet 100.000 Nutzer

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 20:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Patientenportal von UConn Health verbindet digitale Versorgung mit Terminverwaltung, Arztkommunikation und Zugriff auf Gesundheitsdaten.
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter Behandlungsraum in einer modernen medizinischen Einrichtung mit Blick in einen Innenhof. Illustration mit AI erstellt.

Das Patientenportal MyChart des US-Gesundheitsdienstleisters UConn Health hat in der Region Hartford die Marke von über 100.000 aktiven Nutzern überschritten.

Wie aus einem Bericht vom 21. Oktober 2026 hervorgeht, basiert die digitale Plattform auf Software des Anbieters Epic Systems und dient der Vernetzung zwischen Behandlern und Patienten. Das System ermöglicht unter anderem Terminbuchungen, den sicheren Nachrichtenaustausch mit Ärzten, die Einsicht in Testergebnisse sowie die Verwaltung von Rezepten.

Zudem sind telemedizinische Angebote integriert, während sogenannte Patientennavigatoren die Anwender bei der Bedienung unterstützen. Dr. Matthew Peller, Chief Medical Information Officer (CMIO) bei UConn Health, betonte in diesem Zusammenhang, dass die Plattform die Lücke zwischen der Arztpraxis und dem Zuhause der Patienten schließe.

Erweiterte Kooperationen und digitale Vernetzung

Ergänzend zur regulären Patientenversorgung ging das MyChart-Portal von UConn eine Partnerschaft mit dem Myrtle Beach Police Department ein. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Verbesserung der Patientensicherheit und der Kommunikation.

Das Portal bietet den Zugriff auf Krankenakten, darunter Laborwerte, Medikationslisten, Impfstatus und Termine, sowie auf virtuelle Visiten und Benachrichtigungen. Den beteiligten Stellen zufolge sei die Kommunikation im Vergleich zum Telefon in 99,9 Prozent der Fälle verbessert; unabhängige Belege für diese Kennzahl liegen allerdings nicht vor.

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Die Polizeibehörde setzt die Plattform für schnellere Reaktionszeiten, sichere Vorfallmeldungen und den direkten Informationsaustausch mit Rettungsdiensten ein, flankiert von Verschlüsselungsmaßnahmen und Sicherheitsschulungen.

Auch in Europa schreitet die Einführung vergleichbarer Lösungen voran. Laut einem Bericht vom 21. Oktober 2026 stellten Smart Managed Care und Heureka Health die Patienten-App «Meine Praxis» (SMC:Patient) bereit. Die Einführung erfolgt zunächst im Ärztenetz Thurgau sowie beim Hausärzteverein St.Gallen.

Die App erlaubt Termineinsichten und strukturierte Kommunikation; für Patienten im Hausarztmodell sind zudem Medikamente und Laborwerte einsehbar. Seit Oktober 2026 können sich Mitglieder des Ärztenetzes Thurgau außerdem an das System SMC:Hospital anschließen, wobei die Onboarding- und Nutzungsgebühren von den Netzen übernommen werden.

Sicherheitsstandards und Akzeptanz von Gesundheitsportalen

Mit der wachsenden Nutzung steigen zugleich die Anforderungen an den Datenschutz. Die Khn Medical Group führte für MyChart eine Gesichtserkennung als zusätzliche Authentifizierung ein. Laut CIO Dr. John Smith soll damit selbst bei kompromittierten Zugangsdaten gewährleistet bleiben, dass ausschließlich der eigentliche Patient Zugriff erhält.

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Nach Angaben des nicht näher benannten Technologieanbieters erreiche das Verfahren eine Genauigkeit von 99,9 Prozent bei der Identitätsprüfung. Nutzer laden hierfür einmalig ein Bild hoch und scannen ihr Gesicht; der Zugriff erfolgt nach dem Abgleich per Mobilgerät. Künftig plant die Gruppe erweiterte Verschlüsselungsverfahren, Multi-Faktor-Authentifizierung und Liveness-Erkennung.

Die Bedeutung digitaler Plattformen unterstreichen auch Entwicklungen an weiteren Standorten. Bei Roper St. Francis Healthcare in South Carolina hob Vizepräsidentin Dr. Rebecca Grant hervor, dass das dortige MyChart-System die Grundlage für informierte Entscheidungen von Patienten grundlegend verändere, während der Verwaltungsaufwand für medizinisches Personal sinke.

An der Ohio State University gewährt das System rund um die Uhr Zugriff auf Akten, Befunde und Nachrichten. Wie eine Erhebung der American Medical Association (AMA) aus dem Jahr 2020 zeigt, stuften 70 Prozent der Patienten einen solchen Online-Zugriff auf Krankenakten als entscheidend für informierte Gesundheitsentscheidungen ein.

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