Nachtschicht-ErnÀhrung, Fettarm

Nachtschicht-ErnÀhrung: Fettarm und proteinreich senkt Belastung

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 19:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schichtarbeit erhöht Risiken fĂŒr Herz, Stoffwechsel und Psyche. Moderne Modelle mit VorwĂ€rtsrotation und maximal drei Nachtschichten gelten als gesundheitsvertrĂ€glicher.

Nachtarbeit: Mit ErnÀhrung und Schlafplan die Gesundheitsrisiken senken
Gesunde, leichte Mahlzeit mit GemĂŒse und Proteinen an einem Arbeitsplatz bei Nacht. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Nachtarbeit bleibt ein Gesundheitsrisiko – doch mit der richtigen Taktik lĂ€sst sich die Belastung deutlich senken. Arbeitsmediziner setzen dabei vor allem auf zwei Stellschrauben: ErnĂ€hrung und Schlafrhythmus.

Was in der Nachtschicht auf den Teller gehört

Die Verdauung fĂ€hrt nachts runter. Wer dann schwer isst, belastet den Körper doppelt. Experten des UniversitĂ€tsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Bundesanstalt fĂŒr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) raten deshalb zu fettarmen, proteinreichen Mahlzeiten wĂ€hrend der Arbeitszeit.

Die Hauptmahlzeit sollte noch am Abend vor Schichtbeginn auf dem Teller landen. In der Nacht selbst gilt: leichte Kost, die das Energieniveau stabil hĂ€lt und Heißhungerattacken vermeidet. Koffein? Ja, aber gezielt und in Maßen – sonst leidet der Schlaf danach.

Die innere Uhr lĂ€sst sich nicht ĂŒberlisten

Das Kernproblem der Schichtarbeit: Sie kollidiert mit der inneren Uhr, die Schlaf, Stimmung und Stoffwechsel steuert. Die Internationale Agentur fĂŒr Krebsforschung (IARC) der WHO stufte Nachtarbeit 2007, 2019 und erneut 2020 als wahrscheinlich krebserregend ein.

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Die gesundheitlichen Folgen sind vielfĂ€ltig: Das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt um 8 bis 20 Prozent. Auch Diabetes, Magen-Darm-Erkrankungen, Schlafstörungen und Depressionen treten bei Schichtarbeitenden hĂ€ufiger auf. Besonders betroffen sind Frauen. Und die Zahlen belegen: Rund 27 Prozent der FrĂŒhverrentungen gehen auf Schichtarbeit zurĂŒck.

Drei NĂ€chte sind genug

Die gute Nachricht: Moderne Schichtmodelle können das Risiko senken. Als gesundheitsvertrĂ€glich gilt die VorwĂ€rtsrotation – von FrĂŒh ĂŒber SpĂ€t zu Nacht. Entscheidend ist außerdem die Begrenzung auf maximal drei aufeinanderfolgende Nachtschichten.

Ein Wolfsburger Automobilhersteller macht es seit 2011 vor: Sein 17-Schichtenmodell setzt genau diese Begrenzung um.

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Nach der Schicht beginnt die Regeneration

Der Weg in den Schlaf will geplant sein. Hellichkeit stört – besonders blaues Licht von Bildschirmen unterdrĂŒckt die MelatoninausschĂŒttung. Nach der letzten Nachtschicht empfiehlt sich ein kurzer Schlaf statt eines langen, um schneller in den normalen Tagesrhythmus zurĂŒckzufinden.

RegelmĂ€ĂŸige Bewegung und gepflegte soziale Kontakte stĂ€rken zusĂ€tzlich die psychische Widerstandskraft im Schichtalltag. Wer diese Stellschrauben nutzt, macht die Nachtarbeit zumindest ertrĂ€glicher – auch wenn sie nie ganz gesund wird.

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