Nahrungsergänzungsmittel-Boom, Spezialpräparate

Nahrungsergänzungsmittel-Boom: Spezialpräparate drängen auf den Markt

08.05.2026 - 19:36:15 | boerse-global.de

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel wächst mit spezialisierten Präparaten, während Bio-Lebensmittel der Inflation trotzen.

Nahrungsergänzungsmittel-Boom: Spezialpräparate drängen auf den Markt - Foto: über boerse-global.de
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Führende Hersteller bringen hochspezialisierte Präparate in die Apotheken, während neue wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit gezielter Nährstoffzufuhr untermauern. Gleichzeitig trotzt der Bio-Sektor der allgemeinen Inflation und verzeichnet ein deutliches Umsatzplus.

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Neue Produkte für spezifische Zielgruppen

Wörwag Pharma brachte am 8. Mai das Kombinationsprodukt Lagosa Triplex auf den Markt. Es verbindet Mariendistel-Extrakt mit Omega-3-Fettsäuren und Cholin. Das Unternehmen verspricht eine achtfach höhere Bioverfügbarkeit des enthaltenen Silymarins im Vergleich zu herkömmlichen Zubereitungen. Das Präparat soll Leber- und Herzfunktion sowie den Fettstoffwechsel unterstützen.

P&G Health erweiterte sein Portfolio am 6. Mai um ein duales Konzept für Paare mit Kinderwunsch. Die neue Produktlinie kombiniert Folsäure-Präparate für Frauen mit einer auf Zink und Selen basierenden Rezeptur für Männer. Ziel ist die synergetische Förderung von Fruchtbarkeit und Spermienbildung.

Bereits einen Tag später gab der Hersteller die Einführung von Lipopax in deutschen Apotheken bekannt. Das Präparat setzt auf eine komplexe Mischung aus Berberin, Inulin und B-Vitaminen, um Stoffwechselprozesse gezielt zu adressieren.

Die Nachfrage bleibt hoch: Rund ein Drittel der deutschen Verbraucher greift regelmäßig zu Supplementen. Produkte, die früher primär im Leistungssport eingesetzt wurden, sprechen nun aufgrund neuer Studien breitere Bevölkerungsschichten an.

Kreatin: Vom Kraftsport zum Allround-Talent

Fachleute widmen sich zunehmend der Substanz Kreatin. Neue Veröffentlichungen vom 7. Mai deuten auf weitreichendere Effekte hin als bisher bekannt. Eine tägliche Supplementierung von drei bis fÜnf Gramm verbessert nicht nur die physische Regeneration, sondern wirkt sich offenbar auch positiv auf kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Stimmung aus.

Experten betonen: Besonders ältere Erwachsene, Frauen und Menschen mit fleischloser Ernährung könnten von einer zusätzlichen Einnahme profitieren. Kreatin spielt eine zentrale Rolle im zellulären Energiestoffwechsel.

Parallel rücken hochkonzentrierte Lebensmittelextrakte in den wissenschaftlichen Fokus. Tomatenmark beispielsweise enthält durch die Verarbeitung deutlich mehr bioverfügbares Lycopin als frische Tomaten. Das Antioxidans kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und bietet einen gewissen Schutz vor UV-bedingten Hautschäden.

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Funktionelle Getränke auf dem Vormarsch

Der globale Markt für angereicherte Drinks mit Kollagen, Proteinen oder Ballaststoffen soll bis Ende des Jahrzehnts auf fast 340 Milliarden US-Dollar anwachsen. Millennials und die Gen Z treiben diesen Wandel voran – sie fragen verstärkt alkoholfreie, aber funktionale Alternativen nach.

Ernährungswissenschaftler mahnen jedoch zur Vorsicht: Viele dieser Produkte seien keine Wundermittel. Eine kritische Prüfung der tatsächlichen Wirkstoffmengen bleibe für Konsumenten unerlässlich.

Neue Leitlinien für Prävention und Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlichte am 8. Mai aktualisierte Richtlinien zur Krebsprävention. Kern der Empfehlungen: eine stark pflanzenbetonte Ernährung mit Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten. Rot und verarbeitetes Fleisch sowie zuckerhaltige Getränke sollten deutlich reduziert werden.

Ein systematischer Review vom gleichen Tag befasste sich mit der Ernährungstherapie bei ALS-Patienten. Bei ihnen kommt Mangelernährung häufig vor und verschlechtert die Prognose massiv. Empfohlen wird ein engmaschiges Monitoring des Körpergewichts sowie eine hochkalorische, proteinreiche Zufuhr.

Auch in der Pädiatrie gibt es Neuerungen: Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) aktualisierten am 6. Mai ihre Leitlinien zur Adipositas-Therapie. Bei Jugendlichen mit extremer Adipositas wird nun unter bestimmten Voraussetzungen der Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten in spezialisierten Zentren befürwortet.

Bio-Branche trotzt der Inflation

Der Sektor für Bio-Lebensmittel zeigt sich stabil. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) meldete für das erste Quartal 2026 ein Umsatzplus von 6 Prozent auf 4,91 Milliarden Euro. Besonders auffällig: Drogeriemärkte verzeichneten ein Plus von 14 Prozent und bauten ihren Marktanteil auf fast 13 Prozent aus.

Allerdings klafft eine Lücke zwischen Verbraucherwunsch und heimischer Erzeugung. Rund 74 Prozent der Konsumenten bevorzugen laut einer Studie des Deutschen Bauernverbandes (DBV) vom April 2026 Bio-Ware aus heimischer Herkunft. Das Angebot wächst jedoch langsamer als die Nachfrage, was zu steigenden Importen von Bio-Rohstoffen führt.

Im Gastronomiesektor zeigt sich ein gegensätzliches Bild. Die Individualgastronomie leidet unter massiv gestiegenen Kosten für Personal und Rohstoffe. Experten beobachten eine Verschiebung der Marktanteile zugunsten standardisierter Konzepte. Gleichzeitig fordern über die Hälfte der jüngeren Konsumenten vermehrt vegane Optionen – selbst beim Döner, dem beliebtesten Gericht der Deutschen.

Personalisierung als Zukunftstrend

Die Zukunft der Branche liegt in der Personalisierung. DNA-Tests, Analysen des Darmmikrobioms und Sensoren zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) sollen Ernährungsempfehlungen künftig exakt auf den individuellen Stoffwechsel zuschneiden. Studien belegen: Menschen reagieren auf identische Lebensmittel mit völlig unterschiedlichen Blutzuckerspiegeln.

KI-gestützte Wearables versprechen eine Revolution der Prävention von Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch die Kosten für umfassende Test-Kits liegen derzeit zwischen 80 und 300 Euro. Die Studienlage zu vielen kommerziellen Tests bleibt aus Fachkreisen lückenhaft. Zudem rücken Datenschutzfragen bei der Erhebung genetischer Daten verstärkt in den Fokus.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 erwarten Experten eine Konkretisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Nährwertkennzeichnung. Ziel ist eine verlässliche Orientierungshilfe in einem immer komplexer werdenden Markt für Lebensmittel und Supplemente.

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